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Integration

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Integrationspreise 
Integrationsbörse

 

Allgemeines

Mit einer Auftaktveranstaltung für Niederbayern am 29. April 2005 in Straubing startete die Regierung von Niederbayern eine das ganze Jahr laufende Veranstaltungsreihe „Integration im Dialog – Migranten in Bayern“. Die von der Bayerischen Staatsregierung initiierte landesweite Aktion wird in Niederbayern mit weiteren regionalen Veranstaltungen in Mainburg, Vilsbiburg, Pocking, Grafenau und Eggenfelden fortgesetzt.

Die Reihe stellt anhand jeweils unterschiedlicher thematischer Schwerpunkte nachahmenswerte Beispiele von Integrationsanstrengungen heraus und zeigt Ansätze zur Bewältigung auftretender Schwierigkeiten auf. Die gemeinsame Verantwortlichkeit für Integration als gesamtgesellschaftlicher Herausforderung soll einer breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht werden.

 

Die Integration von Spätaussiedlern, jüdischen Emigranten und rechtmäßig hier lebenden ausländischen Mitbürgern bezeichneten Regierungspräsident Dr. Walter Zitzelsberger und Regierungsvizepräsidentin Monika Weinl als eine politische, soziale und humanitäre Aufgabe mit zentraler Bedeutung für die Zukunft unserer Gesellschaft. Die Regierung von Niederbayern will mit der Veranstaltungsreihe die Notwendigkeit der Integration als einen auf Gegenseitigkeit beruhenden Prozess für ein friedliches und zukunftsfähiges Zusammenleben bewusst machen und alle gesellschaftlichen Kräfte wie auch jeden Einzelnen zur aktiven Mitarbeit anregen. Chancen und Möglichkeiten erfolgreicher Integration sollen konkret aufgezeigt und Modellprojekte mit beispielhaftem Charakter bekannt gemacht werden.

Das niederbayerische Integrationsforum will damit anregen zum Nachdenken über Anspruch und Wirklichkeit der Integrationsbemühungen und auffordern zur Verstärkung eines produktiven Dialogs zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Kulturen. Die unter Beteiligung aller niederbayerischen Landkreise sowie vieler Städte und Gemeinden stattfindende Veranstaltungsreihe soll auch mithelfen, den Dialog über Integration auf regionaler und örtlicher Ebene weiterzuführen.

 

Leitsätze

Integration

  • bedeutet gleichberechtigte Teilhabe am sozialen, kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben in Deutschland
  • ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe
  • bedeutet Übernahme von Verantwortung für ein Gelingen der Integration
  • ist ein gegenseitiger Prozess
  • verlangt den Erwerb der deutschen Sprache
  • erfordert Bewusstsein und Bereitschaft der Zuwanderer, sich auf das Leben in einer mitteleuropäischen Gesellschaft einzulassen
  • benötigt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe Hilfestellung
  • benötigt die Akzeptanz der einheimischen Bevölkerung

Интеграция

  • означает равноправное участие в социальной, культурной, общественной и экономической жизни Германии
  • является задачей всего общества
  • означает перенятие ответственности за успех интеграции
  • является двусторонним процессом
  • требует овладения немецким языком
  • требует сознательности и готовности переселенцев включиться в жизнь европейского общества
  • рассматривает оказание  помощи как задачу всего общества
  • требует признания со стороны коренного населения

 

Ziele

Dialog heißt
  • aufeinander zugehen
  • miteinander reden
  • dem anderen zuhören
  • dem anderen Verständnis entgegenbringen
  • sich gegenseitig helfen
  • Gemeinsamkeiten pflegen
  • Unterschiede verstehen
Integration bedeutet
  • gleichberechtigte Teilhabe am sozialen, kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben in Deutschland.
Ziele des Integrationsforums
  • Das Interesse der Öffentlichkeit soll geweckt werden.
  • Die Gesellschaft soll für das Thema Integration sensibilisiert werden.
  • Ehrenamtliches Engagement soll initiiert, verstärkt, hervorgehoben werden.
  • Zuwanderer sollen ermutigt werden, sich verstärkt um Integration zu bemühen.

 

Veranstaltungen

  • 29. April 2005 Straubing:
    „Jüdische Emigranten – Jüdisches Leben“ – Schwerpunkt: Jüdische Gemeinde für Niederbayern in Straubing, Integrationsprojekte „Sinus“ (Arbeiterwohlfahrt) und „Raduga“ (Verein Montagsgespräche e.V.)
  • 1. Juni 2005 Mainburg:
    „Integration in Schule und Gesellschaft“ – Schwerpunkt: Sprache, Schule, Erwachsenenbildung (Integrationsmodelle von Volkshochschule, Grundschule, Hauptschule, Integrations-Arbeitskreis im Landkreis Kelheim)
  • 20. Juli 2005 Vilsbiburg:
    „Integration im Arbeitsleben“ – Schwerpunkt: Wirtschaft, Arbeit, Berufsausbildung
  • 4. Oktober 2005 Grafenau:
    „Aussiedler in Niederbayern“ – Schwerpunkt: Spätaussiedler im ländlichen Raum
  • 7. Oktober 2005 Pocking:
    „Unsere neue Heimat“ – Schwerpunkt: Betreuung durch kirchliche, soziale und kommunale Einrichtungen
  • 17. November 2005 Eggenfelden:
    „Sport, Kunst, Kultur, Freizeit“ – Schwerpunkt: Kulturelles Leben
  • 25. September 2006 Landshut, Regierung von Niederbayern:
    „Integration – eine Aufgabe von Schule und Gesellschaft"
  • 5. Juli 2008 Dingolfing:
    "Integration – Kulturen im Dialog"
  • 8. Juni 2011 Landshut:
    "Du kannst es - Wege zur Bildung für Frauen mit Migrationshintergrund"
  • 23. Oktober 2012 Passau:
    „Gib es weiter!“ - „Integration hilft – Hilfen zur Integration“

     

Integrationspreise

Integrationspreise 2015

Regierungspräsident Heinz Grunwald hat in Freyung den niederbayerischen Integrationspreis an zwei herausragende Projekte verliehen, die sich beispielhaft dafür einsetzen, dass Menschen mit ausländischen Wurzeln Fuß in unserer Region fassen. Die Vereine „Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.“ und „Chance für Jeden FRG e.V.“ erhielten den mit 3000 Euro dotierten Preis, den die Regierung seit 2007 verleiht. Das Preisgeld wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration aus den vom Bayerischen Landtag bewilligten Haushaltsmitteln zur Verfügung gestellt.

„In der jetzigen Zeit, in der sehr viele Asylbewerber nach Deutschland kommen und viele von ihnen auch bleiben werden, kommt der Integration entscheidende Bedeutung für die Zukunft unserer Gesellschaft zu. Ohne ehrenamtliches Engagement geht es nicht. Mit dem niederbayerischen Integrationspreis zeigen wir deswegen unsere Wertschätzung für die Integrationsarbeit vor Ort“, betonte Grunwald.

Damit Asylbewerber, Flüchtlinge und Kinder mit Migrationshintergrund Teil unserer Gesellschaft werden können, hilft ihnen der Verein „Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.“ mit Sitz in Passau in vielfältiger Weise bei der Integration in Gesellschaft und Beruf; unter anderen bildet er Ehrenamtliche zu Sprachpaten aus, um den Asylbewerbern im persönlichen Umgang Deutsch zu lernen.

Der Verein „Chance für Jeden FRG e.V.“ kümmert sich um Langzeitarbeitslose in der Region Freyung-Grafenau, um Menschen aus der Region in Arbeit zu vermitteln. Seit Anfang dieses Jahres wurde das Engagement auch auf Flüchtlinge, die im Landkreis wohnen, ausgedehnt. Der Verein hat dafür eine „Aus-Alt-mach-Neu-Textilwerkstatt“, die Kleidung ändert und aus Stoffresten herstellt, eine Werkstatt für Kleinmöbel und Fahrräder eröffnet und einen Gemeinschaftsgarten nach dem Permakulturprinzip angelegt. Dort können sich Langzeitarbeitslose wieder langsam in das Arbeitsleben integrieren und Flüchtlinge einfache handwerkliche Grundlagen und Sprachkenntnisse erwerben. Der Verein ist dabei auf Produktionsaufträge sowie auf Spenden und Patenschaften angewiesen.

Beide ausgezeichneten Initiativen bauen Vorurteile ab und bringen Menschen unterschiedlicher Kulturen einander näher. Sie schaffen damit eine Voraussetzung, dass Integration gelingen kann.

Integrationspreise 2013

In diesem Jahr hat die Regierung von Niederbayern den niederbayerischen Integrationspreis an vier herausragende Projekte, die beispielhaft mit Migrantinnen und Migranten umgehen, verliehen.
Das Preisgeld von insgesamt 4000 Euro wurde vom Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen aus den vom Bayerischen Landtag bewilligten Haushaltsmitteln zur Verfügung gestellt.

Regierungspräsident Heinz Grunwald überreichte die Urkunden am 24. Juli 2013 an die Preisträger im Rahmen eines feierlichen Festaktes im Sitzungssaal der Regierung von Niederbayern. Im Anschluss an die Preisverleihung beleuchtete Herr Dr. Fritz Audebert, Vorstandsvorsitzender der ICUnet.AG, das Thema Integration in einem Vortrag über „Grenz-Erfahrungen bei Fremd-Gehern – Warum deutschen Unternehmern, Organisationen und der Politik Integration schwerfällt?!“.

Die Preise gingen an:

Pressestimmen

 

Integrationspreise 2012

Der Schwerpunkt der Auszeichnungen im Jahre 2012 waren Projekte und Initiativen die sich dem Ausbau der interkulturellen Ausbildung in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Hochschulen und Berufsbegleitenden Maßnahmen widmen. Das Preisgeld wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen für erfolgreiche Integrationsprojekte zur Verfügung gestellt.
Die Regierung von Niederbayern zeichnete insgesamt sechs Institutionen aus, die sich aus den zahlreichen Initiativen besonders herausheben. Die Preise gingen an:

 

Integrationspreise 2011

Die Regierung von Niederbayern hat die besten niederbayerischen Brückenbauer gefunden. Gesucht waren Organisationen und Initiativen, die Einheimische und Migranten so zusammenbringen, dass beide Seiten wirklich etwas davon haben. Fünf Vereine und Institutionen setzen sich besonders erfolgreich dafür ein, dass Menschen mit ausländischen Wurzeln in der Region Fuß fassen und Einheimische mit fremden Kulturen vertraut gemacht werden. Am 18.11.2011 hat Regierungspräsident Heinz Grunwald den niederbayerischen Integrationspreis 2011 (Preisgeld jeweils 1000 Euro) bei einem Festakt im Straubinger Rathaus verliehen. Die Preise gingen an:

Eine Anerkennungsurkunde für besondere Leistungen in der Integrationsarbeit erhielt

Integrationspreise 2010

Der Schwerpunkt der Auszeichnungen im Jahre 2010 war die Integrationsarbeit für Frauen. Die Regierung von Niederbayern zeichnete insgesamt sechs Institutionen aus, die sich aus den zahlreichen Initiativen besonders herausheben. Die Preise gehen an:

Integrationspreise 2009

Die Regierung zeichnete im Jahr 2009 insgesamt fünf niederbayerische Institutionen aus, die sich mit ihren Projekten besonders erfolgreich zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz von Menschen einsetzen. Das sind Initiativen, die Einheimischen und Ausländern dabei helfen, Fremde besser zu verstehen und sich in der Fremde besser zurechtzufinden. Die Preise gehen an:

  • das Evangelische Bildungswerk Landshut e.V.
  • den Caritasverband der Stadt Straubing und des Landkreises Straubing-Bogen
  • den Verein für Montagsgespräche e.V. - Integrations- und Kulturzentrum "Raduga"
  • die Beratungsstelle für Migration des Diakonischen Werkes Passau in Pocking
  • den Sportverein TV 1862 Geiselhöring
     
Integrationspreise 2008

Für vorbildliche Integrationsarbeit zeichnet die Regierung von Niederbayern im Jahr 2008 insgesamt neun Institutionen aus, die sich aus den zahlreichen Initiativen zur Integration von Migrantinnen und Migranten besonders herausheben. Die Preise gehen an:

  • den Arbeitskreis "Soziales und Integration" in Mallersdorf-Pfaffenberg
  • WIP - Wir in Plattling
  • die Gleichstellungs- und Seniorenstelle des Landkreises Kelheim
  • den Jugendtreff "practice" des Marktes Altdorf
  • den Stadtjugendring Landshut
  • das Haus international e.V. in Landshut
  • die Muslimgemeinde Vilsbiburg e.V.
  • den Caritasverband Straubing-Bogen e.V.
  • die Stadt Deggendorf
     
Integrationspreise 2007
  • Schülerzentrum Krabat in Pfarrkirchen
  • TSV 1883 Bogen
  • Arbeiterkultur- und Bildungsverein e.V. und DOM deutsch-russisches Haus für Begegnung, Bildung und Kultur in Landshut e.V.
  • Kindergarten "St. Gotthard" in Hengersberg
  • Kindergarten "Herz Mariä" in Otzing
  • Sparte Boxen des SV Pocking 1892 e.V.
     

Integrationsbörse

Eröffnung der IntegrationsbörseEröffnung der Integrationsbörse

„Integrationsbörse Niederbayern“ gestartet
Regierungspräsident Grunwald: Wegweiser zu umfangreichen Angeboten

Mit einem symbolischen Klick starteten Regierungspräsident Heinz Grunwald und die damalige Vizepräsidentin Monika Weinl zusammen mit der damaligen Sachgebietsleiterin für "Flüchtlingsbetreuung und Integration" der Regierung von Niederbayern, Oberregierungsrätin Sigrid Puschert-Sedlmeier, die niederbayerische Integrationsbörse.

Beim ersten Surfen durch die Börse zeigte sich der Regierungspräsident beeindruckt von dem neuen Projekt: "Die Infobörse ist ein hervorragender Wegweiser zu Hilfen für Migranten in Niederbayern, und das umfangreiche Angebot ist wirklich bemerkenswert. Ich danke allen Organisationen und Privatinitiativen, die sich vielfach bereits seit Jahren engagiert und erfolgreich um die Integration rechtmäßig hier lebender ausländischer Mitbürger annehmen."

Derzeit sind 87 Integrationsträger an 17 Orten Niederbayerns in der Integrationsbörse verzeichnet. Über umfangreiche Suchkriterien können sie nach Orten und Landkreisen oder auch nach ihren Tätigkeitsfeldern aufgerufen werden. 44 Eintragungen fallen allein auf den Bereich "Sprachförderung", 43 auf vorschulische, schulische oder berufliche Förderungsmöglichkeiten, 27 auf individuelle soziale Beratung und Betreuung und 41 auf gesellschaftliche Integrationsangebote. Gezielt kann etwa auch nach Basissprachkursen, Gesprächskreisen oder kulturellen Angeboten gesucht werden.

Der neue Informationsservice soll Spätaussiedlern, jüdischen Emigranten und rechtmäßig hier lebenden ausländischen Mitbürgern den Weg zum passenden Angebot und den jeweiligen Ansprechpartnern erleichtern. Er soll aber auch allen Interessierten einen Überblick über die Vielzahl und Vielfalt der Integrationsangebote bieten und letztlich zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung der niederbayerischen Aktivitäten beitragen. Dabei ist sich die Regierung von Niederbayern bewusst, dass längst noch nicht alle örtlichen Initiativen erfasst sind. Die Liste soll laufend aktualisiert und ergänzt werden.

Für weitere Projektmeldungen steht ein Erfassungsbogen bereit. Anmeldungen, aber auch Fragen und Anregungen können ebenso an die E-Mail-Adresse integrationsboerse@reg-nb.bayern.de gerichtet werden.

 

Weitere Informationen