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Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe

Ansprechpartner
Theresia Diethelm
Tel.: 08 71 / 8 08-16 08
Fax: 08 71 / 8 08-10 02
E-Mail: theresia.diethelm@reg-nb.bayern.de

 

Gemäß § 75 SGB VIII können juristische Personen und Personenvereinigungen als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt werden. Der anzuerkennende Träger muss gemeinnützige Ziele verfolgen und selbst auf dem Gebiet der Jugendhilfe tätig sein, d. h. selbst Leistungen erbringen, die dauerhaft unmittelbar oder mittelbar nicht unwesentlich zur Erfüllung der Aufgaben der Jugendhilfe beitragen. Selbstverständlich wird vom Träger auch die Gewähr für eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit verlangt.

Für die Anerkennung sind gem. Art. 33 Abs. 1 des Gesetzes zur Ausführung der Sozialgesetze – AGSG- zuständig

  • Das Jugendamt, in dessen Bezirk der Träger seinen Sitz hat, wenn sich die Tätigkeit des Trägers nicht wesentlich über den Jugendamtsbezirk hinaus erstreckt,
  • die Regierung, in deren Bezirk der Träger seinen Sitz hat, wenn sich die Tätigkeit des Trägers zwar auf mehrere Jugendamtsbezirke, aber nicht wesentlich über den Regierungsbezirk hinaus erstreckt,
  • das Landesjugendamt für Träger, deren Tätigkeit sich zwar auf mehrere Regierungsbezirke, aber nicht über Bayern hinaus erstreckt,
  • die zuständige oberste Landesjugendbehörde in den übrigen Fällen.

Für Jugendverbände und Jugendgemeinschaften sowie andere Träger, die überwiegend auf dem Gebiet der Jugendarbeit tätig sind, ist das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus zuständig.

Der Antrag an die hiernach zuständige Stelle soll folgende Angaben enthalten:

  • den vollständigen satzungsmäßigen Namen;
  • die postalische Anschrift und Telefon (ggf. der Geschäftsstelle);
  • eine ausführliche Darstellung der Ziele, Aufgaben und der Organisationsform;
  • Namen, Alter, Beruf und Anschrift der Mitglieder des Vorstandes;
  • Zahl der örtlichen Gruppen (bei Landesverbänden);
  • Zahl der Mitglieder zum Zeitpunkt der Antragstellung;
  • Höhe des monatlichen Beitrages;
  • Zeitpunkt der Aufnahme der Tätigkeit im Bereich der Jugendhilfe.

Dem Antrag soll beigefügt werden:

  • die Satzung und Geschäftsordnung sowie bei freien Trägern, die Teil einer Gesamtorganisation sind, die Satzung der Gesamtorganisation;
  • Bescheinigung des Finanzamtes über die Gemeinnützigkeit nach der AO;
  • ein Sachbericht über die Tätigkeit auf dem Gebiet der Jugendhilfe innerhalb des letzten Jahres vor Antragstellung;
  • ein Exemplar der letzten Ausgabe aller Publikationen des Antragstellers;
  • bei eingetragenen Vereinen: Auszug aus dem Vereinsregister (Träger, die nicht als Vereine organisiert sind, haben entsprechende Unterlagen vorzulegen);
  • bei Landesverbänden: ein Verzeichnis der dem Landesverband angehörenden Untergliederungen mit deren Anschrift.

 

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