. .

Sonstige Wohlfahrtsangelegenheiten

Anerkennung von Insolvenzberatungsstellen

 

Ansprechpartner
Elisabeth Huber
Tel.: 08 71 / 8 08-16 31
Fax: 08 71 / 8 08-10 02
E-Mail: Elisabeth.huber@reg-nb.bayern.de

Theresia Sonnabend
Tel.: 08 71 / 8 08-16 00
Fax: 08 71 / 8 08-10 02
E-Mail: Theresia.sonnabend@reg-nb.bayern.de

 

Beschreibung

Das Insolvenzverfahren dient dazu, bei Zahlungsunfähigkeit einer Schuldnerin oder eines Schuldners das vorhandene Vermögen zu verwerten und den Erlös gleichmäßig an die Gläubigerinnen und Gläubiger zu verteilen. Außerdem wird redlichen Schuldnerinnen und Schuldnern Gelegenheit gegeben, sich von den restlichen Verbindlichkeiten zu befreien.

Um dieses Verfahren vor Gericht durchzuführen, muss eine Einigung mit den Gläubigern versucht werden. Bis zu einem endgültigen Erlass von Restschulden sind mehrere Jahre notwendig. Bei diesem Verfahren helfen die anerkannten Verbraucherinsolvenzberatungsstellen.

Die Anerkennung als geeignete Stelle im Verbraucherinsolvenzverfahren benötigen Sie, wenn Sie eine Stelle betreiben wollen, die im Verbraucherinsolvenzverfahren berechtigt ist, eine Bescheinigung über den erfolglosen Einigungsversuch mit Gläubigern auszustellen (§ 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO).

Rechtsgrundlage für die Anerkennung als geeignete Stelle ist Teil 14 (Art. 112 – 116) des Gesetzes zur Ausführung der Sozialgesetze (AGSG) vom 8. Dezember 2006 (GVBl. Nr. 26/2006).

 

Voraussetzungen

Eine Stelle kann als geeignet anerkannt werden, wenn

  • sie von einer zuverlässigen Person geleitet wird, die auch die Zuverlässigkeit der einzelnen Mitarbeiter gewährleistet,
  • sie auf Dauer angelegt ist und Schuldnerberatung als eine ihrer Schwerpunktaufgaben betreibt
  • in ihr mindestens eine Person mit ausreichender praktischer Erfahrung in der Schuldnerberatung tätig ist (i.d.R. bei zweijähriger Tätigkeit),
  • die erforderliche Rechtsberatung sichergestellt ist und
  • sie über zeitgemäße technische, organisatorische und räumliche Voraussetzungen für ordnungsgemäße Schuldnerberatung verfügt.

Der Leiter der Stelle (oder eine sonstige in der Stelle tätige Person) soll über ein abgeschlossenes Studium an einer Hochschule im Bereich Wirtschaft, Sozialwesen oder Ökotrophologie, den Abschluss einer Ausbildung in einem entsprechenden Bereich an einer Vorläufereinrichtung der Fachhochschule, ein abgeschlossenes Studium an einer Fachakademie für Wirtschaft, eine abgeschlossene Ausbildung an einer Fachschule für Wirtschaft, eine abgeschlossene Ausbildung als Bankkaufmann oder Bankkauffrau oder eine Ausbildung im gehobenen Verwaltungs- oder Justizdienst oder eine zur Ausübung des Anwaltsberufs befähigende Ausbildung oder eine vergleichbare Ausbildung verfügen.

 

Verfahren

Den Antrag auf „Anerkennung als geeignete Stelle“ können Sie formlos an die Regierung von Niederbayern stellen. Die hierzu benötigten Unterlagen werden je nach Trägerschaft und Besetzung der Stelle im Einzelfall angefordert.

 

Kosten

Für das Anerkennungsverfahren setzen wir unter Berücksichtigung des entstandenen zeitlichen und sächlichen Verwaltungsaufwands eine Gebühr zwischen 25 € und 500 € fest.

Für die Anerkennung von Stellen der Landkreise und Gemeinden sowie der gemeinnützigen Träger, die einem Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege angeschlossen sind, erheben wir keine Gebühren.

 

Weiterführende Informationen

 

Sozialmedaille

Formular "Vorschlagsempfehlung auf Verleihung der Bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste":

 

Pflegemedaille

Formular "Feststellungen zum Vorschlag auf Ehrung für besondere Verdienste um pflegebedürftige behinderte Menschen":

Formular "Vorschlag auf Auszeichnung mit einer Dank- und Ehrenurkunde und der Pflegemedaille für besondere Verdienste um pflegebedürftige behinderte Menschen":