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Raumordnungsverfahren für die geplante 380-kV-Stromleitung vom Umspannwerk in Simbach a. Inn im Landkreis Rottal-Inn zum Umspannwerk im oberösterreichischen St. Peter am Hart

Raumordnungsverfahren für 380-kV-Stromleitung

Verfahren

Die TenneT TSO GmbH beabsichtigt, eine 380-kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Simbach a. Inn in Niederbayern und St. Peter am Hart in Oberösterreich zu bauen. Hintergrund der Planungen ist, dass die Übertragungskapazitäten der bestehenden 220-kV-Leitungen zwischen Österreich und Deutschland in zunehmendem Maße ausgeschöpft sind. Der zunehmende Ausbau der Energieerzeugung durch regenerative Energien in Deutschland sowie die Errichtung zahlreicher Pumpspeicher-, Gas- und Dampfkraftwerke in Österreich bedingen einen stärkeren Lastfluss auf den diese Infrastrukturen verbindenden Stromleitungen. Das Zusammenspiel von Windenergieanlagen und Pumpspeicherkraftwerken bietet hohe energiewirtschaftliche Synergien, lässt aber gleichzeitig eine deutliche Zunahme der Austauschleistung zwischen Deutschland und Österreich erwarten. Um in Zukunft Stromengpässe zu vermeiden, ist es notwendig, den Raum Isar mit einer leistungsstarken 380-kV-Leitung mit dem österreichischen Hochspannungsnetz zu verbinden.

Die Regierung von Niederbayern hat dafür im Mai 2011 ein Raumordnungsverfahren eingeleitet. Im Verfahren wurden insgesamt sechs Varianten beurteilt, von denen eine nachträglich in das Verfahren eingebracht wurde. Letztendlich stellte sich nur ein Trassenverlauf als raumverträglich dar. Es handelt sich dabei um die längste der geprüften Varianten, die großzügig um den Schellenberg herum geführt wird. Als zwingend zu erfüllende Maßgabe fordert die Regierung von Niederbayern unter anderem, dass die neu zu errichtende 380-kV-Leitung im Bereich zwischen Aufnberg und der Innquerung auf gemeinsamen Masten zu führen ist. Außerdem ist es verbindliche Vorgabe, dass die bestehende 220-kV-Leitung Altheim - St. Peter zeitnah zurückgebaut wird, sobald der Gesamtraum Isar - Pirach - Simbach a. Inn - St. Peter auf 380 kV umgerüstet wird. Damit gelingt es mittelfristig, die Durchschneidung des Ortsteils Golling/Thalham durch die bestehende 220-kV-Leitung rückzubauen.
Das ist das Ergebnis der landesplanerischen Beurteilung, die den Rahmen für das jetzt anstehende Planfeststellungsverfahren vorgibt.

pdf Landesplanerische Beurteilung (pdf, 317 KB)
pdf Lageplan (pdf, 2 MB)

 

Raumordnungsunterlagen