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10.000-Häuser-Programm

10000-HäuserAm 15.09.2015 startete das 10.000-Häuser-Programm des Freistaats Bayern. Das neue Programm unterstützt private Bauherren und Gebäudeeigentümer, die entweder ihre alte, ineffiziente Heizungsanlage vorzeitig austauschen oder ihr Gebäude grundlegend mit einem modernen, energieeffizienten Heizsystem ausstatten, mit einem "EnergieBonusBayern“. Dieser kann ausschließlich von Eigentümern selbstbewohnter Ein- und Zweifamilienhäuser (einschließlich Reihenhäuser) in Bayern beantragt werden.

Das 10.000-Häuser-Programm besteht aus den beiden Programmteilen "HeizungstauschPlus" und "EnergieSystemHaus". Je nach Programmteil und Umfang der durchgeführten Energieeffizienzmaßnahmen wird der "EnergieBonusBayern“ als Zuschuss in Höhe von 1.000 bis zu 18.000 Euro gewährt. Er ist mit den entsprechenden Energieeffizienz-Programmen des Bundes (KfW, BAFA) grundsätzlich kombinierbar.

Die Regierung von Niederbayern ist die Abwicklungsstelle für Anträge aus den Regierungsbezirken Schwaben, Niederbayern und Oberbayern. Die zentrale Bewilligungsstelle für Nordbayern (Regierungsbezirke Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken) ist die Regierung von Unterfranken. Die Bewilligungsstelle prüft die Förderanträge und erlässt den Zuwendungsbescheid. Sie prüft die Verwendungsnachweise und zahlt die Zuwendungen aus.

Programmteil „HeizungstauschPlus“:

Wer seinen 25 bis unter 30 Jahre alten, noch funktionstüchtigen und nicht der gesetzlichen Austauschpflicht unterliegenden Heizkessel durch eine moderne und energiesparende Heizanlage (Brennwertkessel, Biomassekessel, Wärmepumpe oder KWK-Anlage) ersetzen möchte, kann den sog. "HeizanlagenBonus" beantragen. Dieser beträgt in Abhängigkeit der beantragten Heiztechnik 500 Euro oder 1.000 Euro je Wohngebäude. In Kombination mit einer Solarthermieanlage für die Warmwasserbereitung steigt die Förderung um 500 Euro, bei einem erweiterten Einsatz der Solarwärme zur Heizungsunterstützung sogar um weitere 500 Euro.

Mit Wiederaufnahme des Förderprogramms im April 2017 wurden im Programmteil HeizungstauschPlus neue Fördergegenstände eingeführt. Der Programmteil wurde um die zwei Fördertatbestände "LüftungsanlagenBonus" und "BatteriespeicherBonus" erweitert.

Den LüftungsanlagenBonus erhalten Gebäudeeigentümer, die durch den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einen Teil des bisherigen Heizenergiebedarfs ersetzen bzw. ihren Heizwärmebedarf senken. Sie können einen Bonus für eine zentrale oder dezentrale Lüftungsanlage in Höhe von 1.000 Euro erhalten, wenn

  • es sich um ein Bestandsgebäude handelt, das seit mindestens 1 Jahr bezogen ist,
  • der Anteil der belüfteten Räume innerhalb der beheizten Wohnfläche ≥ 80 % beträgt und
  • Sie die technischen Nebenanforderungen erfüllen.

Mit dem BatteriespeicherBonus werden die elektrischen Batteriespeicher gefördert, welche den erzeugten Strom von einer PV-Anlage speichern. Damit wird der Eigenverbrauch mit regenerativ erzeugtem Strom erhöht. Sie können einen Bonus in Höhe von 1.000 Euro erhalten, wenn

  • es sich um ein Bestandsgebäude, das seit mindestens 1 Jahr bezogen ist handelt,
  • die Photovoltaikanlage auf bzw. an dem Wohngebäude oder auf dem zugehörigen Grundstück installiert ist und
  • Sie die technischen Nebenanforderungen erfüllen.

Die drei Boni können einzeln oder auch in Kombination in Anspruch genommen werden. Je Wohngebäude kann jeder Bonus einmal gewährt werden. Eine Kombination mit dem Programmteil EnergieSystemHaus ist nicht möglich.

Nähere Informationen sowie die Förderrichtlinien und das Merkblatt H erhalten Sie hier.

Mit der Durchführung der zu fördernden Maßnahme im Programmteil „HeizungstauschPlus“ darf nicht vor dem bestätigten Eingang des elektronischen Antrags begonnen werden. Als Maßnahmenbeginn gilt der Auftrag an den Fachbetrieb. Planungs- und Beratungsleistungen gelten nicht als Maßnahmenbeginn.
Programmteil „EnergieSystemHaus“:

Wer sein Ein- oder Zweifamilienhaus umfassend energetisch sanieren oder sein Haus von vornherein besonders energieeffizient bauen will, kann im Programmteil "EnergieSystemHaus" einen Antrag auf den sog. "TechnikBonus" und optional auf den sog. "EnergieeffizienzBonus" stellen. Voraussetzung für die Förderung ist das Erreichen mindestens eines KfW-Effizienzhaus-Niveaus 115 bei einer geplanten Sanierung sowie mindestens eines KfW-Effizienzhaus-Niveaus 55 bei einem Neubau bei einer gleichzeitigen Förderung durch die KfW.

Mit dem "TechnikBonus" wird der Einsatz eines innovativen Heiz-/Speicher-Systems gefördert, das die Speicherung von Energie sowie gegebenenfalls die Flexibilisierung des Energiebezugs (intelligente Steuerung) ermöglicht. Je nach gewähltem Heiz-/Speicher-System liegt der Förderbetrag je Wohngebäude bei 1.000 bis 9.000 Euro.

Wenn darüber hinaus die Energieeffizienz des Gebäudes erhöht wird, kann zusätzlich ein "EnergieeffizienzBonus" gewährt werden. Dieser bemisst sich am Niveau des Heizwärmebedarfs des Wohnhauses. Abhängig vom erreichten Heizwärmebedarf-Niveau beträgt die Förderung 3.000 bis 9.000 Euro. Im Neubau wird der EnergieeffizienzBonus nur einmal pro Wohngebäude gewährt, im Sanierungsfall pro Wohneinheit.

Nähere Informationen sowie die Förderrichtlinien und die Merkblätter A, E, T1 – T5 erhalten Sie hier.

Mit der zu fördernden Maßnahme darf im Programmteil "EnergieSystemHaus" nicht vor dem bestätigten Eingang des elektronischen Förderantrags bei der Bewilligungsstelle begonnen werden. Als Maßnahmenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Planungs- und Beratungsleistungen gelten nicht als Maßnahmenbeginn.

Weitergehende Informationen (z. B. Richtlinien, Antworten auf häufige Fragen) finden Sie unter www.EnergieBonus.Bayern.

Ansprechpartner
BAYERN DIREKT - Servicestelle der Bayerischen Staatsregierung
E-Mail: direkt@bayern.de
Telefon: 0 89 / 12 22 20

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