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Förderung der Europäischen territorialen Zusammenarbeit / INTERREG V

Im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ (INTERREG V) werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) die grenzübergreifende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit gefördert. Den Bezirksregierungen obliegt dabei die Abwicklung der Programme zur „grenzübergreifenden Zusammenarbeit“, also die Förderung von Kooperationsprojekten zwischen zwei benachbarten Staaten mit dem Ziel, den Grenzraum zu einem gemeinsamen, zukunftsfähigen Lebens-, Natur- und Wirtschaftsraum weiter zu entwickeln (INTERREG V A).

In Niederbayern können Anträge sowohl für den bayerisch-tschechischen als auch für den bayerisch-österreichischen Grenzraum gestellt werden.

Das bayerisch-tschechische INTERREG-Programm, das offiziell Kooperationsprogramm „Ziel ETZ 2014-2020“ heißt, wurde am 17.12.2014 von der Europäischen Kommission genehmigt. Zum Programmgebiet gehören die Landkreise Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau, Regen, Straubing-Bogen sowie die kreisfreien Städte Passau und Straubing. Am 03.12.2014 hat die Europäische Kommission das neue Kooperationsprogramm zwischen Österreich und Bayern unter dem offiziellen Namen „INTERREG V-A Österreich – Deutschland/Bayern“ genehmigt. Zum bayerisch-österreichischen Programmgebiet gehören die niederbayerischen Landkreise Deggendorf, Dingolfing-Landau, Freyung-Grafenau, Landshut, Passau, Regen, Rottal-Inn sowie die kreisfreien Städte Landshut und Passau.

Die Inhalte der beiden Programme wurden auf der Basis von Programmraumanalysen bestimmt. Dazu wurden zunächst Stärken, Schwächen und die größten gemeinsamen Herausforderungen der jeweiligen Grenzregion identifiziert und anschließend übergeordnete relevante Themenbereiche ausgewählt, die den inhaltlichen Rahmen für gemeinsame, grenzübergreifende Kooperationsprojekte im Förderzeitraum 2014-2020 festlegen.

Sowohl im bayerisch-tschechischen als auch im bayerisch-österreichischen INTERREG-/ ETZ-Programm wurde dabei ein großer Schwerpunkt auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation gelegt. Damit soll eine effizientere Umsetzung von Wissen in innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen gelingen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in beiden Programmen auf der Erhaltung und dem Schutz der Umwelt sowie im Bereich der Ressourceneffizienz. Außerdem stehen noch Fördermittel für die Zusammenarbeit in Rechts- und Verwaltungsfragen und die Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Institutionen zur Verfügung. Im ETZ-Programm Bayern-Tschechien wurden noch Investitionen in Kompetenzen und Bildung als zusätzliche Prioritätsachse definiert.

Antragsberechtigt sind Gebietskörperschaften, Behörden, Unternehmen, Hochschulen und private Forschungseinrichtungen, Vereine, Verbände und zahlreiche andere Institutionen. Das einreichende Projektmitglied, der „Lead-Partner“, übernimmt die Projektkoordination inkl. Antragstellung und ist für die Weiterleitung der EFRE-Mittel an die anderen Partner verantwortlich. Entscheidend für die Förderfähigkeit eines Projekts ist neben einer positiven grenzübergreifenden Wirkung immer die Zusammenarbeit mit einem tschechischen bzw. österreichischen Projektpartner. Die beiden Partner müssen insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung des gemeinsamen Projekts intensiv zusammenarbeiten. Darüber hinaus ist auch noch die Kooperation der Projektpartner bei der personellen Ausstattung oder bei der Finanzierung des Vorhabens gefordert.

Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn mit dem Vorhaben vor Antragstellung begonnen worden ist.

 

Ansprechpartner
Manuela Königbauer
Tel.: 08 71 / 8 08-13 90
Fax: 08 71 / 8 08-13 70
E-Mail: manuela.koenigbauer@reg-nb.bayern.de

Claudia Weindl (für den bayerisch-tschechischen Programmteil)
Tel.: 08 71 / 8 08-13 26
Fax: 08 71 / 8 08-13 70
E-Mail: claudia.weindl@reg-nb.bayern.de

Renate Göbl
(für den bayerisch-österreichischen Programmteil)
Tel.: 08 71 / 8 08-13 25
Fax: 08 71 / 8 08-13 70
E-Mail: renate.goebl@reg-nb.bayern.de


Für Projekte mit Gesamtkosten bis zu 25.000 € gibt es aus den INTERREG-Programmen den sogenannten Kleinprojektefonds, der in Niederbayern über die EUREGIO Bayerischer Wald - Böhmerwald - Unterer Inn abgewickelt wird.

Ansprechpartner EUREGIO
Kaspar Sammer
Tel.: 0 85 51 / 57-1 00
Fax: 0 85 51 / 57-1 90
E-Mail: info@euregio-bayern.de

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