. .

Präventionsmaßnahmen bei der Schulwegbeförderung von Schülern im Rollstuhl

Ausgangslage

Nach Auskunft des GUVV (Gemeindeunfallversicherungsverband) gibt es derzeit keine rechtlich eindeutigen und damit auch keine verpflichtenden Regelungen in Bezug auf Rückhaltesysteme beim Transport von Schülern im Rollstuhl. Dennoch ist es unerlässlich im Falle von erkanntem Handlungsbedarf umgehend tätig zu werden und eine Nachrüstung zu veranlassen.

 

Nachrüstung

  • Die Sicherung des Rollstuhles im Schulbus ist Aufgabe der Busunternehmer. Sie müssen die Busse mit Gurtsystemen, die an der Seite und in Bodenschienen montiert sind, ausstatten.
  • Die Anbringung des Kraftknotens nach DIN 75078-2 am Rollstuhl (stabile, vom TÜV abgenommene Vorrichtung an einer geeigneten, stabilen Stelle am Rollstuhl, an der Gurte oder andere Haltevorrichtungen befestigt werden können) wie auch die Ausstattung mit einem Rückhaltesystem für die Sicherung des Kindes im Rollstuhl muss von den Eltern veranlasst werden. Die Kassen sind dann zur Kostenübernahme verpflichtet, wenn der Kraftknoten am Rollstuhl auch privat - also über die Schulwegbeförderung hinaus - Anwendung findet. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass die Kassen hier unterschiedlich entscheiden.
  • Besonders problematisch erscheint momentan die Sicherung des Kindes durch eine geeignete Rücken- und Kopfstütze. Hier sind exakte Anforderungen in Vorbereitung (Ergänzung der DIN 75078-2).
  • Aufgabe der Schulleitung ist es, in Kooperation mit Busunternehmer, Eltern und Träger den Status Quo der Gegebenheiten auf diesem Gebiet sorgfältig zu prüfen und insbesondere Eltern und Busunternehmer über Rechtslage und evtl. notwendige Maßnahmen zu informieren und bei der Umsetzung zu unterstützen. Dies betrifft die Vermittlung von Sanitätshäusern und Umrüstfirmen, die Erfahrungen mit der Thematik haben, wie auch die Hilfestellung bei der Antragstellung auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
  • Im Falle einer turnusgemäßen Neuausschreibung von Buslinien ist dem Träger zu empfehlen, die notwendigen Sicherungsbestimmungen genau zu beschreiben und nur Busunternehmen bei Aufträgen zu berücksichtigen, die diese Bestimmungen bzw. Vorgaben erfüllen.

 

Weitere Themen