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Fachfragen des öffentlichen Gesundheitswesens

Fachliche Behördenaufsicht

Im Rahmen der Bündelungs- und Koordinierungsfunktion der Regierung übt das Sachgebiet 53 die Fachaufsicht über die Gesundheitsämter der niederbayerischen Landkreise aus und wirkt bei Personalangelegenheiten, die das dort eingesetzte Fachpersonal betreffen, mit.

 

Infektions-, Krankenhaus- und Umwelthygiene einschl. Trink- und Badewasserhygiene

In Deutschland stellt das Infektionsschutzgesetz (IfSG) die gesetzliche Grundlage zur Bekämpfung von Infektionen dar. Zweck des Gesetzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Um dies zu erreichen, besteht für viele Infektionskrankheiten eine Meldepflicht.

Dem Öffentlichen Gesundheitsdienst kommen zentrale Aufgaben im Rahmen des Vollzugs des Infektionsschutzgesetzes zu.

Weitere Informationen zu Infektionskrankheiten:

Die Regierung von Niederbayern unterstützt die niederbayerischen Gesundheitsämter fachlich beratend, insbesondere auf den Gebieten der Hygiene und der Tuberkulosefürsorge.

Krankenhausinfektionen und resistente Krankheitserreger sind in ganz Europa ein ernst zu nehmendes Problem. Jährlich erkranken in Deutschland 400.000 - 600.000 Patienten an Krankenhausinfektionen, circa ein Drittel davon wäre nach Expertenansicht vermeidbar.
Das Infektionsschutzgesetz und die seit 01.01.2011 in Kraft getretene Verordnung zur Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (MedHygV) enthalten eine Reihe von Bestimmungen, damit die Gesundheitsbehörden die Einhaltung der Hygiene in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen überwachen können.
Zur Überwachung der Krankenhaushygiene finden regelmäßig Krankenhausbegehungen statt. Daran beteiligen sich neben den Gesundheitsämtern, auch die Regierung sowie die Spezialeinheit Infektionshygiene des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Die Tuberkulose ist eine  bakterielle Infektionskrankheit, die sich in erster Linie als Lungenerkrankung (Lungentuberkulose) manifestiert. Die Tuberkulose gehört mit jährlich etwa 9 Millionen Neuerkrankungen und geschätzten 1,5 Millionen Todesfällen weltweit zu den häufigsten Infektionserkrankungen bzw. Todesursachen. Aufgabe der Öffentlichen Gesundheitsdienstes ist es,  die Weiterverbreitung der Tuberkulose zu verhindern und etwaige Infektionsquellen zu suchen. Die niederbayerischen Gesundheitsämter  werden bei dieser Arbeit fachlich durch die Regierung von Niederbayern begleitet (Informationen des Bay. Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Bayern zur Tbc ).

Die Umwelthygiene befasst sich mit der Bedeutung von chemischen, physikalischen und mikrobiologischen Umwelteinflüssen für die Gesundheit.
Im Rahmen des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes beobachtet und bewertet der öffentliche Gesundheitsdienst die Auswirkungen von Umwelteinflüssen in den Medien Wasser, Boden und Luft auf die Gesundheit der Bevölkerung.

Ziel der Trinkwasserhygiene ist es, die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben, das für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und Reinheit zu schützen. Die Gesundheitsämter überwachen die Hygiene des aus zentralen und dezentralen Wasserversorgungsanlagen bereitgestellten Trinkwassers auf der Basis der Trinkwasserverordnung, die eine Umsetzung der EG-Richtlinie „Über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“ (98/83/EG) in nationales Recht darstellt.

Baden und Wassersport zählen zu den beliebtesten Freizeitvergnügen. Damit Baden wirklich ein Vergnügen bleibt, ist es erforderlich, die hygienische Wasserqualität von Schwimmbädern und Badeseen engmaschig zu überwachen, denn durch Menschen und Tiere können unterschiedlichste Krankheitserreger, wie Viren, Bakterien, Einzeller und Würmer in das Badewasser eingebracht und auf Badende übertragen werden. Diese Überwachungsaufgabe wird vom Öffentlichen Gesundheitsdienst wahrgenommen.
Für die hygienische Wasserqualität von Badeseen spielt insbesondere das Management der Badestellen eine entscheidende Rolle. Dazu wird eine Badestelle mit all ihren Einflussfaktoren genau charakterisiert. Durch die Kenntnis dieser Faktoren können entweder Gegenmaßnahmen ergriffen werden oder die Badenden bei kurzzeitigen Verschmutzungen, zum Beispiel nach starken Regenfällen, gewarnt werden. Nur so kann der Badegast zeitnah geschützt werden (http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/badeninbayern/index.htm).

 

Kinder- und Jugendgesundheitspflege

Alle Kinder eines Jahrganges werden nach festgelegten Kriterien vor Schuleintritt durch Ärzte und Sozialmedizinische Assistentinnen des Gesundheitsamtes untersucht. Die Schuleingangsuntersuchung dokumentiert die Teilnahme an Präventionsmaßnahmen wie Impfungen und erfasst den Gesundheitszustand mit einem Schwerpunkt auf Fähigkeiten, die für die Teilnahme am Unterricht und für den Schulerfolg bedeutend sind: Sehen, Hören, Verhalten, Koordination, Sprachentwicklung. Darüber hinaus werden aber auch chronische Erkrankungen sowie Größe und Gewicht erfasst. Die Daten der Schuleingangsuntersuchungen geben wertvolle Hinweise auf den Gesundheitszustand der Schulanfänger.
Der Öffentliche Gesundheitsdienst führt auch Impfberatungen und Impfungen bei älteren Schulkindern durch und erstellt schulärztliche Zeugnisse und Gutachten.

 

Ansprechpartner
Dr. Peter Stadtmüller
Sachgebiet 53
Tel.: 08 71 / 8 08-16 20
Fax: 08 71 / 8 08-12 10
E-Mail: peter.stadtmueller@reg-nb.bayern.de

Dr. Elisabeth Knott
Sachgebiet 53
Tel.: 08 71 / 8 08-12 13
Fax: 08 71 / 8 08-12 10
E-Mail: elisabeth.knott@reg-nb.bayern.de

für das Aufgabengebiet Krankenhaushygiene:
Dr. Anna Maria Schreff
Sachgebiet 53
Tel.: 08 71 / 8 08-16 21
Fax: 08 71 / 8 08-12 10
E-Mail: annamaria.schreff@reg-nb.bayern.de