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Moorrenaturierung im Klimaprogramm Bayern 2050 (KLIP 2050)

Im Rahmen des Klimaprogramms Bayern 2050 (KliP 2050) wurden im Zeitraum 2008-2016 Fördermittel in Höhe von mehr als 2,0 Mio. € für Grunderwerb und Maßnahmen ausbezahlt. Es konnten bisher insgesamt ca. 123 ha Moorflächen (36 Moorbereiche) in den sechs Landkreisen Freyung-Grafenau (19), Regen (8), Passau (4), Straubing-Bogen (3), Kelheim (1) und Rottal-Inn (1) erworben werden.

Übersicht über die KliP-Moorbereiche

Klip Moorbereiche S

In Kooperation mit dem BaySF Forstbetrieb Neureichenau (Lkr. FRG) wurden 2015 zudem zwei Moore ("Finsterauer Filz" und Naturdenkmal "Brennfilz") renaturiert.

Klipp Damm2015sTiefer Entwässerungsgraben im Ostteil des "Finsterauer Filzes" kurz nach Durchführung der Maßnahmen: Dammbauwerk (Pfeil Bildmitte: Torfdamm mit Stammholzarmierung); 05.11.2015.

Klipp Damm2016sMit Niederschlagswasser gefüllter Entwässerungsgraben etwa sechs Monate nach Durchführung der Wiedervernässung im Ostteil des "Finsterauer Filzes"; 03.06.2016.

Klipp Finsterau2013s"Finsterauer Filz" (Luftbild 2013): Entwässerungsgraben im Ostteil des "Finsterauer Filzes".

Klipp Finsterau2016s"Finsterauer Filz" (Luftbild 2016): Insbesondere im Ostteil des Moores sind die mit Niederschlagswasser gefüllten Entwässerungsgräben deutlich erkennbar.

Die Sicherung und die Optimierung der betreffenden Moore dient sowohl dem Klimaschutz (Moore sind natürliche CO2-Senken) sowie dem Erhalt der biologischen Vielfalt (Lebensraum für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten).

HochmoorEin im Rahmen des Klimaprogramms Bayern 2020 erworbenes Übergangsmoor im Landkreis Freyung-Grafenau, das vom Hochmoor-Gelbling (Colias palaeno) besiedelt wird. (Foto: R. Hofmann)

GelblingDer Hochmoor-Gelbling (Colias palaeno) – ein inzwischen in Bayern stark gefährdeter Tagfalter - ist eine Charakterart der Hoch- und Übergangsmoore, der auch in den Mooren des Bayerischen Waldes nur noch selten anzutreffen ist. (Foto: W. Lorenz)

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