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Eingriffe in Natur und Landschaft

Eingriffsregelung

Eingriffe StraßenbauDie Eingriffsregelung ist im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG § 13 ff) verankert. Ihr Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass Eingriffe in den Naturhaushalt vermieden werden und unvermeidbare Eingriffe durch landschaftspflegerische Maßnahmen bestmöglich wieder ausgeglichen werden. Dabei spielen der Schutz von Arten und Lebensgemeinschaften, des Bodens, von Wasser, Luft, Klima und Landschaftsbild eine wichtige Rolle.


Eingriffe können zum Beispiel verursacht werden durch:
  • Straßenbau
  • Bahnlinien
  • Rohstoffabbau
  • Mülldeponien
  • Ländliche Entwicklung (Flurbereinigung)
  • Windkraftanlagen
  • Sendemasten

Die Eingriffe und die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen werden in einem "Landschaftspflegerischen Begleitplan" dargestellt.

Aufgabe der höheren Naturschutzbehörde ist die Erarbeitung naturschutzfachlicher Stellungnahmen zu landschaftspflegerischen Begleitplänen im Rahmen von öffentlichen Verfahren, wie z. B.:

  • Raumordnungsverfahren
  • Planfeststellungsverfahren
  • Abfallrechtliche Verfahren
  • Bergrechtliche Verfahren
  • Verfahren zur ländlichen Entwicklung

Eingriffe AbbauIm Rahmen dieser Verfahren werden auch - soweit erforderlich - Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) und ggf. Verträglichkeitsprüfungen im Zusammenhang mit den "NATURA 2000"-Gebieten (FFH-Verträglichkeitsprüfungen) durchgeführt sowie der spezielle Artenschutz behandelt.

Natürlich stehen wir auch gerne für Beratungsgespräche mit den beauftragten Planungsbüros zur Verfügung.

Nicht zuständig sind wir, wenn Sie als Privatperson eine Maßnahme planen, die in Natur und Landschaft eingreift. In diesem Falle sind unsere Kollegen von den unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern bzw. kreisfreien Städten Ihre Ansprechpartner.

 

FFH-Verträglichkeitsprüfung

Die FFH-Verträglichkeitsprüfung untersucht, ob ein Projekt die Erhaltungsziele eines Natura-2000-Gebietes erheblich beeinträchtigt. Natura-2000-Gebiete sind die Gebiete nach der europäischen „Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie“ (FFH-RL) und nach der europäischen „Vogelschutzrichtlinie“. Soweit das Projekt einer sonstigen Gestattung bedarf, wird die Prüfung im Rahmen dieses Verfahrens durchgeführt.

 

Umweltverträglichkeitsprüfung

Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) betrachtet die umweltrelevanten Auswirkungen eines Projektes auf die Schutzgüter Menschen, Tiere, Pflanzen, biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, Kultur- und sonstige Sachgüter. Ob ein Projekt der UVP unterzogen wird, bestimmt sich nach den Anhängen des UVGP (Gesetz über die UVP). Die Prüfung erfolgt im Rahmen des jeweiligen Gestattungsverfahrens.
 

Artenschutz bei Genehmigungsverfahren

In vielen Zulassungsverfahren kommt dem Artenschutz heute eine hohe Bedeutung zu. Im Fokus stehen hier europäische Vogelarten, Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie, streng geschützte Arten sowie Arten, für die Deutschland eine besondere Erhaltungsverantwortung trägt. Das Sachgebiet liefert hierfür fachliche Beiträge und prüft vorgelegte Gutachten.

Für die Berücksichtigung des Artenschutzes bei Zulassungsverfahren hat sich der Begriff „spezielle artenschutzrechtliche Prüfung“ (saP) eingebürgert. Nähere Hinweise finden sich beim Landesamt für Umwelt und der Obersten Baubehörde.

 

Ansprechpartner
Wolfgang Harlander
Tel.: 08 71 / 8 08-18 38
E-Mail: wolfgang.harlander@reg-nb.bayern.de