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Bundesprojekte gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung

LintlbergLintlberg - Großprojekt Altmühlleiten
(Foto: Peter Loreth)

Ziel

Ziel der Förderung ist es, die ökologische und naturschutzfachliche Qualität großflächiger, natürlicher und naturnaher Landschaftsteile von herausragender überregionaler Bedeutung, in denen die typischen Merkmale der Naturausstattung des Gesamtstaates zum Ausdruck kommen, dauerhaft gegen Gefahren zu sichern und zu verbessern.

 

Förderfähige Maßnahmen

Gefördert werden Vorhaben zur Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung, die einen Beitrag zur Erhaltung des Naturerbes der Bundesrepublik Deutschland leisten (Naturschutzgroßprojekte) einschließlich Gewässern mit ihren Einzugsgebieten oder von wesentlichen Teilen ihrer Einzugsgebiete mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung (Gewässerrandstreifenprojekte). Die Projekte müssen sich hinsichtlich ihrer flächenmäßigen Größe, Komplexität, Naturausstattung, Besonderheit, regionaltypischen Ausprägung und Realisierung von den üblichen Schutzgebieten deutlich abheben.

Im Einzelnen können folgende Maßnahmen gefördert werden:

  • Ankauf von Grundstücken
  • Langfristige Pacht von Grundstücken
  • Ausgleichszahlungen
  • Biotopeinrichtende und biotoplenkende Maßnahmen
  • Planungen
  • Ausgaben des Zuwendungsempfänger

 

Zuwendungsempfänger

Zuwendungsempfänger können natürliche und juristische Personen mit Ausnahme der Länder sein.

 

Fördersatz

Grundsätzlich ist eine Förderung durch den Bund bis zu 75 % möglich. Der Träger muss mindestens einen Anteil von 10 % übernehmen. Den Rest muss das Land aufbringen.

 

Antragsverfahren und Bewilligung

Anträge auf Gewährung einer Zuwendung sind formlos der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie (BFANL) in zweifacher Ausfertigung zuzuleiten. Der Antragsteller hat anhand geeigneter Planungsunterlagen nachzuweisen, dass die Fördervoraussetzungen für das Projekt vorliegen.

Der Antrag wird von der BFANL geprüft und mit den zuständigen Behörden des jeweiligen Landes abgestimmt. Die im Projektgebiet tätigen anerkannten Naturschutzverbände sollen in den Erörterungsprozess eingebunden werden.

Die Entscheidung über die Förderung des Projektes trifft der BMU im Benehmen mit dem jeweiligen Bundesland. Bewilligungsbehörde ist die zuständige Landesbehörde.

Da der eigentliche Projektantrag sehr umfangreich ist (i. d. R.. 80–150 S., Erstellung dauert i. d. R.. 1/2 bis 3/4 Jahr) hat sich die Formulierung von Voranträgen bewährt, in denen in Kürze die wichtigsten Punkte dargestellt sind. Dieser wird (wie der eigentliche Antrag) über höhere und oberste Naturschutzbehörden an das Bundesamt für Naturschutz geschickt, welches für die Abwicklung des Programms zuständig ist. Nach der Erstellung des Vorantrages führt das Bundesamt für Naturschutz eine Bereisung durch. Wird der Vorantrag dann positiv bewertet, wird in aller Regel auch der eigentliche Antrag bewilligt.

 

Grundlagen

Richtlinien zur Förderung der Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung einschließlich der Förderung von Gewässerrandstreifen (Förderrichtlinien für Naturschutzgroßprojekte).

Die Förderrichtlinien werden derzeit überarbeitet, die Vorgaben des BfN sind daher noch nicht eindeutig fixiert. Bis Ende 2007 lief eine sog. pdf "Optimierungsphase" (pdf, 50 KB), in der neue Ansätze erprobt wurden. Im Zuge dessen erfolgte die Ausschreibung des bundesweiten Wettbewerbs "IDEE.NATUR – Zukunftspreis Naturschutz", in dem die 10 überzeugendsten Idenskizzen prämiert wurden.

 

Ansprechpartner
Stefan Radlmair
Tel.: 08 71 / 8 08-18 30
E-Mail: stefan.radlmair@reg-nb.bayern.de

 

Weiterführende Informationen

 

Beispiele