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EU-Programme

 

 

LIFE-Natur

 

Die EU fördert mit dem seit 1992 bestehenden LIFE-Programm (L' Instrument Financier pour l'Environnement) Maßnahmen im Umweltbereich. LIFE+ umfasst drei Teilbereiche LIFE+ "Natur und biologische Vielfalt", LIFE+ "Umweltpolitik und Verwaltungspraxis" sowie LIFE+ "Information und Kommunikation". Für Naturschutzprojekte besonders relevant ist der Förderbereich "Natur und Biologische Vielfalt". Dieses Förderinstrument der EU soll zur Umsetzung der FFH- und der EG-Vogelschutzrichtlinie beitragen. Gefördert werden Vorhaben mit Anstoßcharakter und von gemeinschaftsweitem Interesse zur Erhaltung und Wiederherstellung stark bedrohter Lebensräume mit gefährdeten Arten sowie Maßnahmen zum Schutz und zur Erhaltung von Arten und Lebensräumen von gemeinschaftlichem Interesse.


Maßnahmen

Förderfähig sind vor allem der Flächenankauf, aber auch Erstpflegemaßnahmen u. ä.. Entscheidend ist, dass die Maßnahmen nicht durch andere durch die EU kofinazierte Programme gefördert werden können.

Wichtige Fördervoraussetzungen sind:

  • Das Projektgebiet muss nach der FFH-Richtlinie oder der Vogelschutzrichtlinie vorgeschlagen sein.
  • Ziel des Projekts muss der Schutz einer oder mehrerer Tier- und Pflanzenarten der Anhänge II und IV der Habitatrichtlinie und Anhang I der Vogelschutzrichtlinie sein.

In der Praxis haben nur solche Projekte Aussicht auf Genehmigung durch die EU-Kommission, die auf den Schutz von prioritären Lebensräumen oder Arten im Sinne des LIFE-Natur-Programms abzielen. Hierbei handelt es sich um eine Auswahl europaweit bedeutsamer Lebensräume und Arten aus den Anhängen der Habitat- und Vogelschutzrichtlinie.

 

Förderhöhe

Der Fördersatz der EU beträgt 50 % und kann bei Ausrichtung des Projekts auf prioritäre Arten und Lebensräume bei 75 % liegen. Für den verbleibenden Teil ist eine Kofinanzierung durch den Naturschutzfonds denkbar. Teilweise wurden vom Naturschutzfonds 33 % der Kosten übernommen, bei den neueren Projekten beträgt der Förderanteil des Naturschutzfonds 25-30 %, so dass beim Träger 20-25 % verbleiben. Aktuellste Förderanträge gehen aufgrund der schwierigen Finanzlage des bayerischen Naturschutzfonds von einem Anteil von 10 % des Fonds aus.

 

Zuwendungsempfänger

alle natürlichen juristischen Rechtspersonen

 

Gebietskulisse

Die Gebietskulisse wird wie folgt eingeschränkt:

  • Das Projektgebiet umfasst offiziell gemeldete FFH-Gebiete und special protected areas gemäß der EGVogelschutzrichtlinie (SPA)
  • Es sind in der Habitat- bzw. Vogelschutzrichtlinie genannte Arten und/oder Lebensräume vorhanden (siehe FFH-RL Anhang 1 und Anhang 2, 4 & 5 und SPA-RL), insbesondere prioritäre Arten und Lebensräume.


Grundlage

Verordnung (EWG) Nr. 1973/92 des Rates geändert durch Verordnung (EG) Nr. 1655/2000 über das Finanzierungsinstrument für die Umwelt (LIFE) vom 17. 7. 2000. Am 23. 5. 2007 wurde diese durch die Verordnung (EG) Nr. 614/2007 ersetzt.

 

Ansprechpartner
Herr Wolfgang Lorenz
Tel.: 08 71 / 8 08-18 35
E-Mail: wolfgang.lorenz@reg-nb.bayern.de


Weitere Informationen und Antragsunterlagen

DonautalDonautal mit Hängen und Aue zwischen
Neustadt und Bad Abbach

 

INTERREG

 

Zielsetzung

Im Rahmen des Ziels "Europäische territoriale Zusammenarbeit" (INTERREG IV) wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) die grenzübergreifende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit gefördert. Hier werden Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen und der Lebensqualität im gemeinsamen Grenzraum gefördert. Ziel ist die Weiterentwicklung des Grenzraums zu einem gemeinsamen, zukunftsfähigen Lebens-, Natur- und Wirtschaftsraum.

 

Maßnahmen

Projekte des Naturschutzes und der Landschaftspflege sind vor allem förderfähig im Rahmen

  • der Priorität 2: Attraktiver Lebensraum durch nachhaltige Entwicklung der Region(en)
  • Aktivitätsfeld 2.2: Erhalt der natürlichen und kulturellen Ressourcen durch Umwelt- und Naturschutz und weitere Präventivmaßnahmen sowie nachhaltige Regionalentwicklung

Förderfähige Maßnahmen sind u. a.:

  • Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit im Umwelt- und Naturschutz (z. B. Maßnahmen zum Arten- und Biotopschutz, Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökosysteme, Maßnahmen zum Aufbau und zur Weiterentwicklung von Schutzgebieten, Maßnahmen zur Renaturierung)
  • Aus- und Neubau von grenzübergreifenden Umwelt- und Naturschutzeinrichtungen und Aufbau von entsprechenden Institutionen und Organisationen
  • Umweltmanagement, Umweltbildung, Umweltinformation und Umweltmonitoring
  • Förderung der grenzübergreifenden Entwicklung des ländlichen Raumes (z. B. integrierte ländliche Entwicklung, Dorfentwicklung, Landschaftspflege)
  • Grenzübergreifende Studien und Konzepte

 

Förderhöhe

Der EU-Kofinanzierungssatz beträgt max. 50 % (Bayern-Österreich) bzw. max. 70 % (Bayern-Tschechien), wird in der Realität aber vermutlich mehr oder weniger deutlich darunter liegen.

 

Zuwendungsempfänger

keine Einschränkungen


Gebietskulisse und Förderverfahren

In Niederbayern können Anträge für den bayerisch-tschechischen als auch für den bayerisch-österreichischen Grenzraum gestellt werden. Fördergebiet ist jeweils die 1. und 2. Landkreisreihe entlang der jeweiligen Landesgrenze.

Antragsberechtigt sind Gebietskörperschaften und deren Zusammenschlüsse, natürliche und juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts, Unternehmen, Verbände und Vereine sowie Kammern und Interessensverbände. Das einreichende Projektmitglied, der "Lead-Partner", übernimmt die Projektkoordination inkl. Antragstellung und ist für die Weiterleitung der EFRE-Mittel an die anderen Partner verantwortlich.

Es können grundsätzlich nur Vorhaben mit mindestens je einem Projektpartner aus beiden Ländern und mit positiven grenzübergreifenden Auswirkungen begünstigt werden. Die Zusammenarbeit der Partner muss dabei in mindestens zwei der folgenden vier Bereiche stattfinden:

  • gemeinsame Projektausarbeitung,
  • gemeinsame Durchführung der Maßnahme,
  • gemeinsames Personal und/oder
  • gemeinsame Finanzierung.

Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn mit dem Vorhaben vor Antragstellung und vor der schriftlichen Zustimmung der Regierung begonnen worden ist.

 

Antragsverfahren und Bewilligung

Für das Gebiet des Regierungsbezirks Niederbayern ist die Regionale Koordinierungsstelle (= Sachgebiet 20 - Wirtschaftsförderung) der Regierung von Niederbayern Bewilligungsstelle. Die naturschutzrelevanten Projekte werden von den höheren Naturschutzbehörden bzw. dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit koordiniert.

 

Ansprechpartner
Margot Shimokawa
Tel.: 08 71 / 8 08-18 34
E-Mail: margot.shimokawa@reg-nb.bayern.de

Renate Göbl
Tel.: 08 71 / 8 08-13 25
E-Mail: renate.goebl@reg-nb.bayern.de

Claudia Weindl
Tel.: 08 71 / 8 08-13 26
E-Mail: claudia.weindl@reg-nb.bayern.de

 

Für Projekte mit Gesamtkosten bis zu 25.000 Euro gibt es aus den INTERREG-Programmen den sogenannten Kleinprojektefonds, der in Niederbayern über die EUREGIO Bayerischer Wald- Böhmerwald-Unterer Inn abgewickelt wird. Als Ansprechpartner bei der EUREGIO steht Ihnen Herr Kaspar Sammer (Tel.: 0 85 51 / 57 - 1 00, E-Mail: info@euregio-bayern.de) zur Verfügung.


Weiterführende Links mit genaueren Informationen

 


EU-Förderung "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" Bayern 2007 - 2013 (Ziel RWB EFRE)
 

Zielsetzung

  • Förderung der Schaffung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsbedingungen
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, des nachhaltigen Wachstums und der Beschäftigung, vorrangig in den Grenzland- und überwiegend strukturschwachen Regionen

 

Maßnahmen

  • Einrichtungen zur Information und Fortbildung über Ziele und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege
  • Einrichtungen und Maßnahmen der naturbetonten Erholung, insbesondere in Naturparken
  • Einrichtungen zur Naturbeobachtun

 

Gebietskulisse und Förderverfahren

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) können unter dem Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ Projekte in ganz Bayern mit Ausnahme der Planungsregion 14 (Landeshauptstadt München, Landkreise Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg a. Lech, München und Starnberg) kofinanziert werden.

Als Begünstigte kommen Naturparkvereine, Gebietskörperschaften, juristische Personen des öffentlichen Rechts, Naturschutz- und Landschaftspflegeverbände sowie sonstige Vereine und Organisationen, die sich satzungsgemäß dem Naturschutz und der Landschaftspflege widmen, in Betracht.

Die Förderung erfolgt grundsätzlich nach Abschnitt I Nr. 2.2.2 der Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien (LNPR). In begründeten Einzelfällen kommt auch eine Förderung ausschließlich nach der BayHO in Betracht. Für solche Projekte ist jedoch vorab die Zustimmung des Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit erforderlich.

Der EU-Kofinanzierungssatz beträgt max. 50 % der zuschussfähigen Kosten.

 

Antragsverfahren und Bewilligung

Die Regierung von Niederbayern - höhere Naturschutzbehörde - ist Bewilligungsstelle für das Gebiet des Regierungsbezirks Niederbayern. Sie trifft grundsätzlich die Entscheidung, ob ein Projekt über Ziel RWB EFRE kofinanzierbar ist. Sie ist dafür verantwortlich, dass die Projekte ordnungsgemäß geprüft und abgewickelt werden und sowohl den landesrechtlichen Vorgaben als auch den EU-Vorgaben entsprechen.

 

Ansprechpartner
Elfriede Wiesmeier
Tel.: 08 71 / 8 08-18 33
E-Mail: elfriede.wiesmeier@reg-nb.bayern.de

Margot Shimokawa
Tel.: 08 71 / 8 08-18 34
E-Mail: margot.shimokawa@reg-nb.bayern.de

Kathrin Zauner
Tel.: 08 71 / 8 08-18 18
E-Mail: kathrin.zauner@reg-nb.bayern.de

 

Formulare

 

Weiterführende Informationen

 


Leader


LEADER ist ein Förderprogramm im Rahmen der EU-Strukturförderung zur Stärkung strukturschwacher ländlicher Räume. Durch LEADER sollen in erster Linie Projekte mit innovativem Charakter gefördert werden, die der nachhaltigen Regionalentwicklung dienen.


Maßnahmen

Förderfähige Maßnahmengruppen sind grundsätzlich alle in der ELER-Verordnung genannten Fördertatbestände. Naturschutzrelevante Maßnahmen sind über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien (LNPR) förderfähig. Maßnahmen, die nicht dieser Richtlinie entsprechen, können über die Leader-Förderrichtlinie finanziert werden.


Förderhöhe

Die Förderung ist weitgehend an bestehende Programme gebunden. Der Kofinanzierungssatz beträgt bis zu 50%, bei Kooperationsprojekten bis zu 70 %.


Zuwendungsempfänger

Lokale Aktionsgruppen (Gruppierungen von Partnern aus unterschiedlichen sozioökonomischen Bereichen des jeweiligen Gebietes. Wirtschafts- und Sozialpartner sowie Verbände müssen mindestens 50 % der Entscheidungsträger bilden).

Lokale Aktionsgruppen (LAG) haben für LEADER ein Regionales Entwicklungskonzept (REK) aufzustellen, der die geplanten Ziele und Strategien beschreibt und Aussagen zu deren Finanzierung trifft. Dieser Entwicklungsplan muss ein Auswahlverfahren durchlaufen, bevor Aktionen und Projekte in eine Förderung aufgenommen werden können.


Gebietskulisse

LEADER+: alle ländlichen Gebiete. Die Gebiete müssen eine Größe von 25.000 bis 150.000 Einwohner umfassen (in Ausnahmefällen auch mehr).


Antragstellung

Ansprechpartner für Information, Beratung und Koordination ist der Leader-Manager beim jeweils zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit Fachzentrum Diversifizierung und Strukturentwicklung.

Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme unter Verwendung der Antragsformulare an das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu richten.


Grundlage

Leader-Förderrichtlinie zur Umsetzung der Entwicklungsstrategie außerhalb der Hauptmaßnahmen im Rahmen der Maßnahmenbeschreibung Leader gem. Art. 61–65 der VO (EG) Nr. 1698/2005 des Rates und Art. 37–39 der VO (EG) Nr. 1974/2006 der Kommission für den Zeitraum 2007-2013 Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 7. Dezember 2009 Az.: E 3/c-7020.2-2651

 

Ansprechpartner
Margot Shimokawa
Tel.: 08 71 / 8 08-18 34
E-Mail: margot.shimokawa@reg-nb.bayern.de

 

Weitere Hinweise