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Mittel für den Naturschutz

Naturschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen werden im Regierungsbezirk Niederbayern durch den Freistaat Bayern, den Bayerischen Naturschutzfonds, den Bund und die Europäische Union finanziert bzw. kofinanziert.

Differenzierte Aussagen zum Finanzmitteleinsatz nach Förderprogrammen in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten liegen für folgende Jahre vor:

Die eingesetzten Mittel sind zu unterscheiden in Zuschüsse an Projektträger, Vertragsnaturschutzprogramm und eigene staatliche Maßnahmen des Freistaates Bayern.

 

Zuschüsse

Zuschüsse an Kommunen, Verbände und Privatpersonen werden bei folgenden Förderprogrammen gewährt:

  • Förderung gemäß Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien
  • Förderung durch den Bayer. Naturschutzfonds
  • Förderung von Bundesprojekten
  • EU-Förderung (Leader, INTERREG, LIFE, EFRE – Ziel RWB etc.)

Die Zuschüsse betragen i. d. R. – je nach Maßnahmetyp – zwischen 50 % und 80 %, in Einzelfällen auch bis zu 90 %. Den Rest der Kosten bringen die Projektträger als Eigenanteil auf. Insofern ist der tatsächlich für Naturschutz investierte Geldbetrag wesentlich höher. Projektträger sind die Kommunen (Landkreise und Gemeinden), Naturparke, Naturschutzverbände, Landschaftspflegeverbände und Private. Die mit diesen Geldern realisierten Maßnahmen umfassen das gesamte Spektrum von Naturschutzmaßnahmen: von der klassischen Erstpflege verbrachter oder verbuschter Trockenrasen und Feuchtflächen über Renaturierungsmaßnahmen von Fließgewässern bis hin zu speziellen Artenschutzmaßnahmen. Aber auch Maßnahmen der Umweltbildung und der Erholung in der freien Natur werden gefördert.

 

Vertragsnaturschutzprogramm

Dem Vertragsnaturschutz und dem Erschwernisausgleich liegen 5-Jahresverträge mit Land- und Forstwirten oder anderen Privatpersonen zu Grunde, die ökologisch wertvolle Flächen extensiv bewirtschaften. Für vereinbarte Extensivierungsleistungen wie Düngeverzicht oder Einhaltung späterer Mähzeitpunkte erhält der Vertragspartner ein festgelegtes Entgelt.

 

Staatliche Maßnahmen des Naturschutzes

Bei den staatlichen Maßnahmen des Naturschutzes handelt es sich um Naturschutzmaßnahmen in Naturschutzgebieten, Artenschutzmaßnahmen für vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten, Begleituntersuchungen und Erfolgskontrollen zu den Naturschutzprogrammen, Zustandserfassungen, Erstellung von Pflege- und Entwicklungsplänen sowie Managementplänen für Natura-2000-Gebiete, die zu 100 % mit Landesmitteln finanziert werden.