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Bayerisches Vertragsnaturschutzprogramm (VNP/EA)

Arnikawiese LorenzArnikawiese (Foto: Lorenz)

Ziel des Vertragsnaturschutzprogramms (VNP) ist die Förderung einer naturschonenden Bewirtschaftung ökologisch wertvoller Lebensräume, um die kulturgeprägten Lebensräume und Lebensgemeinschaften der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft sowie die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts als Lebensgrundlage des Menschen zu sichern, zu entwickeln und zu verbessern.

Im Vertragsnaturschutz bzw. Erschwernisausgleich werden Fünf-Jahres-Verträge mit Landwirten oder anderen Bewirtschaftern abgeschlossen, die die ökologisch wertvollen Flächen extensiv bzw. traditionell bewirtschaften. Für vereinbarte Extensivierungsleistungen wie Düngeverzicht, Einhaltung späterer Mähzeitpunkte und bestimmte Bewirtschaftungserschwernisse erhält der Vertragspartner ein festgelegtes Entgelt, durch das der Bewirtschaftungsaufwand ausgeglichen werden soll.

 

Maßnahmen

Fördermaßnahmen werden für die vier Biotoptypen:

  • Wiese
  • Weide
  • Acker
  • Teiche

angeboten, wie z.B. Feuchtwiesen-Mahd, extensive Beweidung oder Ackerwildkräuterschutz. Die unterschiedlichen Förder- und Kombinationsmöglichkeiten sind der nachfolgenden Maßnahmenübersicht zum Vertragsnaturschutzprogramm zu entnehmen.

 

Förderhöhe

Die Hektarsätze für die einzelnen Maßnahmen können im Detail ebenfalls der Maßnahmenübersicht entnommen werden.

 

Zuwendungsempfänger

Selbstbewirtschaftende landwirtschaftliche Unternehmer sowie Landwirte, Zusammenschlüsse von Landwirten und sonstige Landbewirtschafter (z. B. Teichwirte, Jagdgenossenschaften) mit einer Bewirtschaftungsfläche von mindestens 0,3 ha sowie anerkannte Naturschutzverbände, Landschaftspflegeverbände und andere Verbände/Vereine zur Förderung von Naturschutz und Landschaftspflege. Die einzelne bewirtschaftete Fläche muss mindestens 500 m² groß sein.

 

Förderkulisse

FeuchtwiesenmahdFeuchtwiesenmahd (Foto: Späth)

Naturschonende Bewirtschaftungsweisen und Pflegemaßnahmen können gefördert werden

  • zur Sicherung und Entwicklung ökologisch wertvoller Lebensräume; dies sind Mager- und Trockenstandorte, Feuchtflächen, Lebensräume, die durch besonders naturschonende Nutzungen entstanden und geprägt sind (z.B. ökologisch wertvolle Streuobstbestände und Teiche), sowie geschützte und schutzwürdige Flächen einschließlich Einzelschöpfungen der Natur,
  • zur Sicherung und Entwicklung der Lebensgrundlagen wildlebender Tierarten und wildwachsender Pflanzenarten,
  • zum Erhalt historischer Kulturlandschaften und Landschaftsteilen von besonders charakteristischer Eigenart (z.B. Landschaften mit ausgeprägter Hecken- und Hagstruktur, Hohlwege, Terrassen und Raine, Stein- und Erdwälle.

Vorrang haben Maßnahmen auf der Grundlage qualifizierter naturschutzfachlicher Pläne und Konzepte, insbesondere für Natura 2000-Gebiete und Bayern-NetzNatur-Projektgebiete.

 

Antragstellung und Bewilligung

Die fachliche Beratung zum Förderprogramm erfolgt durch die untere Naturschutzbehörde (uNB) des Landratsamtes bzw. der kreisfreien Stadt, in dessen Bereich die Fläche liegt. Die uNB legt gemeinsam mit dem Antragsteller die zu fördernden Maßnahmen in Bewertungsblättern fest. Diese Unterlagen sind zur Antragstellung dann beim für die Fläche zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) einzureichen.

Die Antragstellung muss innerhalb des jährlich festgelegten Antragszeitraums (in der Regel Herbst des Jahres) erfolgen.

 

Grundlagen

Gemeinsame Richtlinien der Bayerischen Staatsministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) und für Umwelt und Gesundheit (StMUG) zur Förderung von „Agrarumweltmaßnahmen“ in Bayern in der jeweils gültigen Fassung.

Förderwegweiser Agrarumweltmaßnahmen

 

Ansprechpartner
Thomas Vaas
Tel.: 08 71 / 8 08-18 36
E-Mail: thomas.vaas@reg-nb.bayern.de

 

Weiterführende Informationen