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Vertragsnaturschutzprogramm Wald

Totholz LorenzBelassen von Totholz (Foto: Lorenz)

Ziel des Programms ist es, die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräumen der Wälder durch Fortsetzung oder Wiedereinführung naturschutzspezifischer Bewirtschaftungsweisen zu erhalten und zu entwickeln. Hierdurch sollen die Vielfalt an Arten- und Lebensgemeinschaften gesichert und entwickelt, der landesweite Biotopverbund BayernNetzNatur unterstützt, Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten der FFH- und Vogelschutzrichtlinie sowie der Roten Liste Kategorie 1 und 2 erhalten und entwickelt sowie zum Aufbau des Europäischen Netzes Natura 2000 beigetragen werden.

Das VNP Wald honoriert im Rahmen von fünf-jährigen Vereinbarungen freiwillige Leistungen, die Eigentümer oder Nutzungsberechtigte für den Natur- und Artenschutz in Wäldern erbringen. Dadurch sollen zusätzliche Kosten und Einkommensverluste in Folge der naturschutzspezifischen Bewirtschaftung ausgeglichen werden.

 

Maßnahmen

Folgende Maßnahmen werden gefördert:

  • Erhalt und Wiederherstellung von Stockausschlagswäldern
  • Erhalt und Schaffung von lichten Waldstrukturen
  • Erhalt von Alt- bzw. Biotopbäumen
  • Belassen von Totholz
  • Erhalt von Biberlebensräumen
  • Vollständiger Nutzungsverzicht

Die unterschiedlichen Förder- bzw. Kombinationsmöglichkeiten von Maßnahmen sind der Förderrichtlinie zu entnehmen.

 

Förderhöhe

Die Förderhöhe liegt je nach Maßnahme bei Beträgen zwischen 40 und 600 € je ha. Die Förderanträge müssen auf mindestens 100 € je ha und Jahr lauten (Bagatellgrenze).

 

Zuwendungsempfänger

Antragsteller können natürliche und juristische Personen des Privatrechts sowie kommunale Körperschaften sein, die Eigentümer oder Bewirtschafter forstwirtschaftlicher Flächen sind.
Private und körperschaftliche Waldbesitzer und Rechtler sowie Pächter mit Einverständniserklärung des/der Eigentümer; bei überbetrieblich durchgeführten Maßnahmen auch von Waldbesitzern beauftragte Verbände, Vereine und Vereinigungen von Waldeigentümern.

 

Gebietskulisse

Die Maßnahmen können nur gefördert werden, soweit sich die Waldgrundstücke in folgenden Gebieten befinden:

  • Naturschutzrechtlich festgelegte Schutzgebiete (z. B. Naturschutz-, Landschaftsschutzgebiete, Naturparke)
  • Gesetzlich geschützte Biotope nach § 30 BNatSchG bzw. Art. 23 des Bayerischen Naturschutzgesetzes
  • Gebiete des Europäischen Netzes Natura 2000
  • Flächen des bayerischen Biotopverbundes (BayernNetzNatur)
  • Flächen, auf denen Artenhilfsprojekte durchgeführt werden
    • Lebensräume der FFH- Richtlinie außerhalb von FFH- Gebieten
    • Biberlebensräume
    • Stockausschlagwälder

 

Antragstellung und Bewilligung

Die Durchführung des VNP-Wald erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und den Unteren Naturschutzbehörden (uNB) an den Landratsämtern bzw. kreisfreien Städten. Die zu fördernden Maßnahmen werden gemeinsam von der uNB, dem zuständigen Revierleiter des Forstes und dem Antragsteller bzw. Waldeigentümer festgelegt. Antrags- und Bewilligungsbehörde für das VNP-Wald ist das für den Betriebssitz zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Die Antragstellung muss innerhalb des jährlich festgelegten Antragszeitraums (i.d.Regel Jahresende) erfolgen.

 

Grundlagen

Richtlinien der Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Gesundheit (StMUG) sowie Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) über Zuwendungen nach dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNPWaldR) in der jeweils gültigen Fassung.

 

Ansprechpartner
Thomas Vaas
Tel.: 08 71 / 8 08-18 36
E-Mail: thomas.vaas@reg-nb.bayern.de


Weiterführende Hinweise