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Landschaftspflege

Naturschutz und Landschaftspflege haben die Aufgabe, sich um

  • die biologische Vielfalt, also die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, Lebensgemeinschaften und deren Lebensräume,
  • die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts sowie
  • die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie den Erholungswert der Landschaft insgesamt

zu kümmern. Die Erhaltung, Entwicklung und ggf. Wiederherstellung eines intakten Naturhaushaltes, der Lebensräume, Lebensgemeinschaften sowie historisch gewachsenen Kulturlandschaften sind als Naturschutzaufgabe ausdrücklich im Bundesnaturschutzgesetz verankert.

Landschaftspflege MoorMettenbacher Moor (Foto: Lorenz)

Lebensräume mit besonders hohem naturschutzfachlichem Wert sind u. a. Magerrasen und Feuchtwiesen, Moore und naturnahe Wälder. Unsere Kulturlandschaften werden wesentlich von Landschaftselementen geprägt. Hecken und Baumreihen, Feldgehölze, Einzelbäume, Tümpel, Ackerraine und Streuobstwiesen sind artenreiche und wertvolle Strukturen und geben unserer Kulturlandschaften erst ihr typisches Gesicht. Für die Erholungsnutzung spielen sie damit eine wesentliche Rolle. Aber auch für Landwirtschaft und Naturschutz haben sie eine erhebliche Bedeutung. So sind sie wichtige Bausteine zum Erosionsschutz und zum Biotopverbund und stellen Lebens- und Rückzugsräume für die heimische Tierwelt dar.

Durch die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft sowie den Ausbau von Siedlungen und Infrastruktur kam es allerorten zu einer Verarmung an extensiv genutzten Lebensräumen und Landschaftselementen. Aber auch die Nutzungsaufgabe – und in der Folge die Verbrachung und Verbuschung – von Grenzertragsstandorten bedingen den Verlust naturschutzfachlich wertvoller Flächen und historischer Kulturlandschaften.

Landschaftspflege SchafeLandschaftspflege durch Schafabweidung
(Foto: VöF e.V.)

Durch Landschaftspflege-Maßnahmen sollen Lebensräume und Landschaftselemente gezielt erhalten, gepflegt und neu geschaffen werden. Zu den klassischen Landschaftspflegemaßnahmen zählen u. a. die Anlage von Hecken, Streuobstbeständen, Tümpeln und Seigen, die Renaturierung von Bächen und Mooren oder die Wiederherstellung bzw. Erhaltung von extensivem, artenreichem Grünland durch Entbuschung, Mahd oder Beweidung. Fachliche Grundlagen für die Maßnahmen sind in Bayern das Landschaftspflegekonzept (LPK), das Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP), die Landschaftspläne der Gemeinden sowie spezielle Pflege- und Entwicklungspläne bzw. Managementpläne z. B. für Naturschutzgebiete, Natura2000-Gebiete und Flächen des bayernweiten Biotopverbundes „BayernNetzNatur“.

Zur Umsetzung von Landschaftspflege-Maßnahmen stellen die Regierung von Niederbayern bzw. das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit und die Europäische Union über die einschlägigen Förderprogramme erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter „Förderung“.

 

Ansprechpartner
Frau Margot Shimokawa
Tel.: 08 71 / 8 08-18 34
E-Mail: margot.shimokawa@reg-nb.bayern.de

Herr Thomas Vaas
Tel.: 08 71 / 8 08-18 36
E-Mail: thomas.vaas@reg-nb.bayern.de

Frau Elfriede Wiesmeier
Tel.: 08 71 / 8 08-18 33
E-Mail: elfriede.wiesmeier@reg-nb.bayern.de

 

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