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Landschaftsrahmenplan Donau-Wald

Der Landschaftsrahmenplan Donau Wald (Planungsregion 12) wurde im Rahmen eines Pilotprojektes als Modell für die künftige Landschaftsrahmenplanung in Bayern erarbeitet. Das Projekt zeigt modellhaft Methoden und Inhalte für die effiziente Weiterentwicklung der Landschaftsrahmenplanung in Bayern auf. Es ist eine fachliche Weiterentwicklung der in der Vergangenheit erstellten, umfangreichen Landschaftsentwicklungskonzepte (LEK).

Was ist Landschaftsrahmenplanung?

Als Fachplanung des Naturschutzes auf regionaler Ebene erfasst und bewertet der Landschaftsrahmenplan Natur und Landschaft in der Region flächendeckend. Er stellt Ziele und Maßnahmen für die künftige Entwicklung von Natur und Landschaft sowie der Erholungsvorsorge in der Region dar.

Der Landschaftsrahmenplan für die Region Donau-Wald ist somit eine wesentliche Informationsgrundlage für die regionalen Planungsträger, Fachbehörden und alle Personen und Institutionen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung der Region interessieren.

  • Es ist ein Fachkonzept für Natur und Landschaft auf regionaler Planungsebene: er konkretisiert die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie der landesweiten Zielvorgaben für die Region.
  • Es ist Grundlage für die ökologische Qualifizierung des Regionalplans: er trifft z.B. Vorschläge zur Ausweisung von landschaftlichen Vorbehaltsgebieten oder liefert Entscheidungshilfen für die Suche und Beurteilung von Standorten für Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen.
  • Es verschafft einen raschen und umfassenden Überblick über die ökologischen Rahmenbedingungen in der Region Donau-Wald: Planungsprozesse werden dadurch beschleunigt und verbessert.
  • Es dient den Städten und Gemeinden für die Bauleitplanung oder bei Ökokonten.
  • Es dient den Naturschutzbehörden und anderen Fachbehörden als Rahmenkonzept für Naturschutzmaßnahmen, als Datengrundlage für Stellungnahmen sowie für Umweltprüfungen.

Lrp Donau WaldDie Aussagen des Landschaftsrahmenplans werden über die Integration in den Regionalplan rechtsverbindlich. Der Regionalplan stimmt dabei die vielfältigen, zum Teil sich überlagernden Nutzungsansprüche an die Region im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung ab. Er stellt die angestrebte räumliche Entwicklung für die Region dar und erzeugt damit Planungssicherheit insbesondere für die Gemeinden und die Träger der Fachplanungen. Zuständig für die Aufstellung des LRP sind die Höheren Naturschutzbehörden bei den Bezirksregierungen. Das Pilotprojekt „LRP Donau-Wald“ hat das Bayerischen Landesamt für Umwelt im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit durchführen lassen.

Im Rahmen des Pilotprojektes konnte der bisherige Darstellungsumfang und damit der Bearbeitungsaufwand verringert werden. Der fachliche Anspruch konnte jedoch beibehalten werden. In Teilen wurden neue Inhalte ergänzt, etwa die Erweiterung um die Schutzgüter Mensch, Kultur und Sach-güter als Grundlage für die Strategische Umweltprüfung des Regionalplans. Neu sind auch räumlich konkrete Aussagen zur Lenkung von Standorten für Windenergie bzw. Photovoltaikanlagen in der Region.

Das Pilotprojekt wurde in einer Langfassung (kompletter Text- und Kartensatz) sowie in einer Kurzfassung (Übersicht über die wichtigsten Ergebnisse) 2011 veröffentlicht. Sie können die Langfassung über die Regierung von Niederbayern bzw. über das Bayerische Landesamt für Umwelt beziehen. Beide Fassungen finden sie nachfolgend auch als downloadfähige Dokumente:

 

Flyer

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