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Immissionsschutz

Unter dem Begriff Immissionsschutz kann man sich in der Regel wenig vorstellen, er beinhaltet jedoch ein weites Feld von Einwirkungen, vor denen zu schützen ist. Bekannter ist der Ausdruck Emissionen: Hier handelt es sich um Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnlichen Erscheinungen, die von einer Anlage ausgehen. Immissionen sind dementsprechend auf Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter einwirkende Emissionen.

Überall wo gearbeitet wird oder etwas produziert wird entstehen Emissionen und damit auch Immissionen in der Nachbarschaft. Ganz vermeidbar sind Immissionen in der Regel nicht, auch wenn die Arbeitsweisen dem Stand der Technik entsprechen. So wird beispielsweise das Rasenmähen des Nachbarn gehört, auch wenn er einen Elektro-Mäher verwendet. Oder auch die beste Heizungsanlage emittiert Luftschadstoffe, obwohl sie zu gering sind, um wahrgenommen zu werden. Nicht jede Immission ist als unzumutbar oder gar als schädlich anzusehen.

Um die hinzunehmende Immission von der nicht mehr zumutbaren oder schädlichen abgrenzen zu können, wurde bereits 1974 das Bundesimmissionsschutzgesetz verabschiedet, das mit den darauf basierenden Verordnungen und anderen Normen bundesweit die Richtschnur dafür darstellt. Die darin getroffenen Regelungen zu Lärm und Erschütterungen, Luftschadstoffe und Gerüchen, zu Strahlung, Licht und elektromagnetischen Feldern, wurden im Laufe der Zeit verschärft, um dem Stand der Technik angemessen zu berücksichtigen.

Die Belange des Immissionsschutzes stehen in enger Wechselwirkung mit anderen Bereichen des Umweltschutzes. Dazu gehören der Gewässerschutz, der Bodenschutz und die Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Zusammen soll durch die integrierte Vermeidung und Verminderung schädlicher Umwelteinwirkungen ein hohes Schutzniveau für die Umwelt insgesamt erreicht werden.

Das Sachgebiet 50 der Regierung von Niederbayern gibt bei Verwaltungsverfahren (z.B. Planfeststellungsverfahren, Genehmigungsverfahren für Industrieanlagen), bei Gerichtsverfahren (Bayerische Verwaltungsgerichte und Bayerischer Verwaltungsgerichtshof) sowie bei Petitionen und Beschwerden seine fachliche Stellungnahme zum Immissionsschutz ab. Darüber hinaus erstellt es Lärmminderungspläne und Luftreinhaltepläne.


Weiterführende Informationen
Ansprechpartner
Günter Raab (Sachgebietsleiter)
Tel.: 08 71 / 8 08-1840
E-Mail: guenter.raab@reg-nb.bayern.de

Christian Hammerl
Tel.: 08 71 / 8 08-1845
E-Mail: christian.hammerl@reg-nb.bayern.de

Dieter Haslbeck
Tel.: 08 71 / 8 08-1849
E-Mail: dieter.haslbeck@reg-nb.bayern.de

Erich Kröckel
Tel.: 08 71 / 8 08-18 47
E-Mail: erich.kroeckel@reg-nb.bayern.de