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Lärmschutz / Erschütterungsschutz

Lärmschutz

Autobahn

Der Lärm ist eines der größten Umweltprobleme in unserem dicht besiedelten und verkehrsreichen Land. Allen voran der von Kfz, Eisenbahn und Flugzeugen verursachte Verkehrslärm belästigt die Bevölkerung, z.T. werden gesundheitlich bedenkliche Lärmpegel überschritten. Lärm entsteht aber auch bei der Arbeit, in der Freizeit bei Sport und Spiel oder bei der Gartenarbeit.

Ziel muss es sein, unzumutbare Lärmbelastungen zu verringern, aber auch bereits bei der Genehmigung von Anlagen wird auf eine dem Stand der Technik entsprechende lärmarme Betriebsweise geachtet. Zudem wird im Rahmen der Bauleitplanung auf ein verträgliches Miteinender von Gewerbe, Verkehr, Freizeit und Wohnen geachtet.

Ob nun Lärmimmissionen im Rahmen des zumutbaren sind oder ob das Maß überschritten ist, ist in verschiedenen Vorschriften festgelegt:

  • Beim Straßen- und Schienenverkehrslärm gelten die Vorschriften der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV).
  • Für den Gewerbelärm gilt die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm).
  • Bei Lärm von Baustellen ist die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm (AVV Baulärm) anzuwenden.
  • Im Rahmen der Bauleitplanung (Aufstellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen) orientiert man sich an der DIN 18005 - Schallschutz im Städtebau.
  • Beim Sport- und Freizeitlärm ist die Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. BImSchV) zu beachten.
  • Für im Freien verwendete Geräte und Maschinen, wie z.B. Gartengeräte, sind die Regelungen der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) zu beachten. Darüber hinaus existieren zusätzlich in manchen Gemeinden eigene Lärmschutzverordnungen.

Das Sachgebiet 50 der Regierung von Niederbayern gibt bei Verwaltungsverfahren (z.B. Planfeststellungsverfahren, Genehmigungsverfahren für Industrieanlagen), bei Gerichtsverfahren (Bayerische Verwaltungsgerichte und Bayerischer Verwaltungsgerichtshof) sowie bei Petitionen und Beschwerden seine fachliche Stellungnahme zum Lärmschutz ab. Für die Messung von Lärmeinwirkungen steht ein Schallpegelmessgerät zur Verfügung. Die Prognose von Lärmeinwirkungen erfolgt EDV-gestützt mit einer Lärmprognosesoftware.

 

Erschütterungsschutz

Erschütterungen sind Schwingungen, die sich im Boden ausbreiten, ähnlich also dem Schall, mit dem Unterschied, dass das Ausbreitungsmedium nicht die Luft ist, sondern der feste Boden. Erschütterungen treten im Nahbereich von Eisenbahnstrecken auf, aber auch beim Pressen und Stanzen im verarbeitenden Gewerbe. In der Umgebung von Steinbrüchen kommt es beim sprengtechnischen Abbau zu Erschütterungen.

Auch für Erschütterungen gibt es ein zumutbares Maß, das nicht überschritten werden darf. Die Beurteilung und Bewertung von Erschütterungen erfolgt auf der Grundlage der DIN 4150-2 (Erschütterungen im Bauwesen; Teil 2 Einwirkungen auf Menschen in Gebäuden) und der DIN 4150-3 (Erschütterungen im Bauwesen; Teil 3 Einwirkungen auf bauliche Anlagen).

Das Sachgebiet 50 verfügt über keine eigenen Messvorrichtungen. Im Bedarfsfall werden externe Ingenieurbüros mit Messung der Erschütterung beauftragt.

 

Ansprechpartner
Dieter Haslbeck
Tel.: 08 71 / 8 08-1849
E-Mail: dieter.haslbeck@reg-nb.bayern.de

Christian Hammerl
Tel.: 08 71 / 8 08-1845
E-Mail: christian.hammerl@reg-nb.bayern.de

 

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