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Technische Gewässeraufsicht und Gewässeruntersuchung

Die technische Gewässeraufsicht (tGewA)

  • ermittelt die für die Wasserwirtschaft notwendigen Daten und Grundlagen (gewässerkundliches Messwesen),
  • überwacht die Gewässer sowie die sie beeinflussenden Anlagen und Nutzungen stichprobenartig, objektbezogen und nach pflichtgemäßem Ermessen (Gewässer- und Anlagenüberwachung),
  • errichtet und betreibt die dazu dienenden Mess- und Untersuchungseinrichtungen,
  • untersucht den natürlichen Wasserkreislauf, auch soweit er außerhalb von Gewässern stattfindet, im Hinblick auf Klimaauswirkungen.

Das Monitoring nach Wasserrahmenrichtlinie bildet den Kern der bayerischen Gewässerüberwachung. Es ist hochgradig standardisiert und umfasst bei Fließgewässern und Seen ein weites Spektrum an Qualitätskomponenten. Ziel dieses Monitorings ist es, die Gewässer in Europa mit vergleichbaren Methoden umfassend zu untersuchen, insbesondere auch im Hinblick auf ihren ökologischen Zustand. Im Mittelpunkt der Überwachung von Fließgewässern und Seen steht das Gewässer als Lebensraum und seine ökologische Funktionsfähigkeit.

UntersuchungDabei werden Lebewesen als Indikatoren für den Zustand der Gewässer genutzt. Untersucht werden die Organismengruppen Makrozoobenthos (wirbellose Kleintiere im Substrat), Makrophyten und Phytobenthos (fest sitzende Pflanzen und Algen), Phytoplankton (frei schwebende Algen) und die Fische. Chemisch-physikalische Grundparameter sowie die Gewässerstruktur gehen als ergänzende Qualitätskomponenten in die Bewertung des Gewässerzustands ein. Außerdem wird untersucht, ob ausgewählte Industrie- und Agrarchemikalien, die Tiere und Pflanzen schädigen können - so genannte spezifische Schadstoffe -, die für sie geltenden Grenzwerte (Umweltqualitätsnormen) überschreiten.

LarveKöcherfliegenlarve

Während die chemisch-physikalischen Erhebungen ausschließlich von den Wasserwirtschaftsämtern Deggendorf und Landshut durchgeführt werden, wirkt das Sachgebiet Wasserwirtschaft der Regierung bei den biologischen Untersuchungen der Gewässer des Regierungsbezirks aktiv mit. Das niederbayerische Gewässernetz umfasst eine Gewässerlänge von ca, 15000 km; hiervon entfallen 3723 km auf das europaweite Gewässernetz der Wasserrahmenrichtlinie, das in Niederbayern wiederum auf 131 Flusswasserkörper aufgeteilt ist.

Die Ergebnisse aus unseren Monitoringuntersuchungen sind in Themenkarten dargestellt, die im Internet unter dem Link http://www.lfu.bayern.de/wasser/wrrl/bestandsaufnahme/index.htm in der Rubrik „Überwachung und Zustand der Gewässer (Karten zu Kapitel 4)“ abrufbar sind.

Ansprechpartner
Dr. Gunther Seitz
Tel.: 08 71 / 8 08-14 43
E-Mail: Gunther.Seitz@reg-nb.bayern.de

Armin Weinzierl
Tel.: 08 71 / 8 08-14 68
E-Mail: Armin.Weinzierl@reg-nb.bayern.de