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Entwicklung und Ausbau von Gewässern, Gewässernachbarschaften

Überblick

Niederbayern hat eine Fläche von rund 10.330 km2, das sind 14,6 % der Fläche Bayerns. Das Gewässernetz in Bayern beträgt ungefähr 100.000 km, davon entfallen auf Niederbayern etwa 652 km Gewässer 1. Ordnung, 520 km Gewässer 2. Ordnung und rund 13.800 km Gewässer 3. Ordnung.

Entsprechend ihrer Bedeutung sind die oberirdischen Gewässer wasserrechtlich in drei Gewässerordnungen eingeteilt. An den Gewässern 1. und 2. Ordnung (größere Flüsse und Seen) liegt die Unterhaltungs- und Ausbauverpflichtung beim Freistaat Bayern. Für die kleineren Gewässer 3. Ordnung sind die Städte und Gemeinden bzw. Wasser- und Bodenverbände zuständig. Bei Bauwerken in oder am Gewässer (z.B. Wasserkraftwerk, Hafenanlage) kann die Unterhaltungslast abweichen (Sonderunterhaltungslast).

Zu den Aufgaben der Unterhaltung gehören u.a. die Erhaltung und Förderung der biologischen Wirksamkeit des Gewässers, des Ufers und der zugehörigen Aue sowie die Ufersicherung. Zum Ausbau gehört neben Maßnahmen zum Hochwasserschutz unter anderem auch die Renaturierung von nachteilig veränderten Gewässerabschnitten.

Gewässernachbarschaften

Die Gewässernachbarschaften wurden eingeführt, um die Kommunen bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe der Gewässerunterhaltung bei Gewässern 3. Ordnung ausreichend zu unterstützen. In den Gewässernachbarschaften arbeiten Kommunen mit Fach- und Aufsichtsbehörden wie z.B. Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt, mit Ingenieurbüros, Umweltverbänden und Landwirten je nach Thema eng zusammen.

Die Gewässernachbarschaften ermöglichen es den Kommunen, eigene Mitarbeiter zu qualifizieren, geben Hinweise Geld zu sparen und Förderungsmöglichkeiten optimal zu nutzen.

Die Wassergesetze stellen den Unterhalts- und Ausbauverpflichteten auf Grund von gemeinschaftlichen europäischen Zielen (s. Wasserrahmenrichtlinie) die Aufgabe, Gewässer in den nächsten zwei Jahrzehnten wo immer möglich in einen guten Zustand zurückzuführen oder diesen zu erhalten. Die Kommunen brauchen für diese Aufgaben fachliche und finanzielle Hilfestellung. Der Freistaat Bayern fördert zielgerichtetes und wirtschaftliches Handeln mit umfangreichen Förder- und Beratungsmitteln. Die Gewässernachbarschaften sind ein Bestandteil dieses Angebotes an die Kommunen.

Die Koordination der Gewässernachbarschaften erfolgt durch das Landesamt für Umwelt.

Gewässerentwicklung

GewaesserentwicklungDegernbach bei Bogen,
Landkreis Straubing-Bogen

Die Entwicklung der Gewässerlandschaften ist eine wichtige Aufgabe für den Staat, die Gemeinden und letztlich auch für jeden Bürger.

Über

  • Gewässerentwicklungskonzepte für ganze Einzugsgebiete,
  • Umsetzungskonzepte
  • Fördermaßnahmen zur Pflege und Entwicklung von Gewässern dritter Ordnung,
  • den Erwerb von Gewässer- und Ufergrundstücken sowie
  • Förderprogramme zur Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung entlang der Gewässer

werden wesentliche Beiträge zur Verbesserung des Wasser- und Naturhaushalts geleistet.

Ansprechpartner
Gew III u. Nachbarschaften
Alexander Briller
Tel.: 08 71 / 8 08 14 45
E-Mail: Alexander.Briller@reg-nb.bayern.de

Gew II
Armin Weinzierl
Tel.: 08 71 / 8 08 14 68
E-Mail: Armin.Weinzierl@reg-nb.bayern.de

Gew I
Dr. Gunther Seitz
Tel.: 08 71 / 8 08 14 43
E-Mail: Gunther.Seitz@reg-nb.bayern.de