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Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Die Europäische Union hat mit der seit Dezember 2000 gültigen Wasserrahmenrichtlinie in allen Mitgliedsstaaten der EU einheitlich geltende Umweltziele für den Schutz des Grundwassers und der Oberflächengewässer aufgestellt und eine rechtliche Basis dafür geschaffen, wie das Wasser auf hohem Niveau zu schützen ist. Die Wasserrahmenrichtlinie verfolgt einen umfassenden, integrativen und länderübergreifenden Ansatz der Bewirtschaftungsplanung in Flussgebieten, der den nachhaltigen Ressourcenschutz und den Erhalt der ökologischen Funktionsfähigkeit der Gewässer in den Mittelpunkt stellt. Als Hauptziel wird angestrebt, dass Flüsse, Seen, Küstengewässer und Grundwasser nach Möglichkeit bis 2015 - spätestens bis 2027 - den guten Zustand erreichen. Ein bereits erreichter (sehr) guter Zustand ist zu erhalten. Als Referenz gilt die natürliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren in den Gewässern, ihre unverfälschte Gestalt und Wasserführung und die natürliche Qualität des Oberflächen- und Grundwassers.

WRRL: Teilflussgebiete in Bayern
Flussgebietseinheit Fläche in Bayern km2 Teilflussgebiete Fläche km2 Koordinierende Regierungen
Donau 48.220 Iller-Lech
Altmühl-Paar
Isar
Naab-Regen
Inn
10.100
6.700
10.030
9.420
11.970
Schwaben
Oberbayern
Niederbayern
Oberpfalz
Oberbayern
Rhein 20.325 Unterer Main
Oberer Main
Regnitz
8.380
3.820
7.520
Unterfranken
Oberfranken
Mittelfranken
Bodensee 590 Schwaben
Elbe 1.977 Saale, Eger
Moldau
1.850
127
Oberfranken
(Örtliches WWA)
Weser 48 Fulda, Werra 48 (Örtliches WWA)

Für erheblich veränderte oder künstliche Gewässer gilt anstelle des guten ökologischen Zustands das Umweltziel des guten ökologischen Potenzials.

Grundsätzlich gelten hinsichtlich des Zustands eines Gewässers sowohl ein Verbesserungsgebot als auch ein Verschlechterungsverbot. Neben den Zielen und Instrumenten des Umweltschutzes sind auch wirtschaftliche Aspekte der Wassernutzung bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie zu betrachten.

Die wichtigsten Elemente der zielgerichteten und koordinierten Planung für den Schutz der Gewässer sind die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme für Flussgebiete bzw. Teilbereiche der Flussgebiete. Im "Kartendienst Gewässerbewirtschaftung" des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (http://www.lfu.bayern.de/wasser/wrrl/kartendienst/index.htm) können die für die einzelnen Gewässerstrecken ("Flusswasserkörper") vorgesehenen Maßnahmen aufgerufen und nach Aktivierung des Info-Knopfes auch als eigener Steckbrief ausgedruckt werden.

Die Regierung von Niederbayern ist hinsichtlich der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie eine koordinierende Behörde, die für das Teilflussgebiet der Isar zuständig ist. Bei grundlegenden Fragestellungen für den bayerischen Teil des Donaueinzugsgebietes übernimmt sie zudem die Federführung.

 

Regionale Wasserforen
 
Zeithorizonte
  2000 Inkrafttreten der WRRL
2003 Umsetzung von EU-Recht in nationales Recht
2004 Veröffentlichung erste Bestandsaufnahme
2006 Aufstellung der Überwachungsprogramme
1. Bewirt-
schaftungs-
zyklus
2009 Erste Bewirtschaftungspläne (BP) und Maßnahmenprogramme (MNP)
2012 Fortschrittsbericht zur Umsetzung der MNP
2013 Aktualisierung der Bestandsaufnahme
bis 2015 Überprüfung der BP und MNP
2. Bewirt-
schaftungs-
zyklus
2015 Veröffentlichung aktualisierter BP und MNP
2018 Fortschrittsbericht zur Umsetzung der MNP
2019 Aktualisierung der Bestandsaufnahme
bis 2021 Überprüfung der BP und MNP
3. Bewirt-
schaftungs-
zyklus
2021 Veröffentlichung aktualisierter BP und MNP
2024 Fortschrittsbericht zur Umsetzung der MNP
2025 Aktualisierung der Bestandsaufnahme
bis 2027 Überprüfung der BP und MNP
  2027 /
nach 2027
Aktualisierung im 6-Jahre-Zyklus soweit erforderlich

 

Ansprechpartner
Dr. Gunther Seitz
Tel.: 08 71 / 8 08 14 43
E-Mail: Gunther.Seitz@reg-nb.bayern.de

 

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