Die Regierung
von Niederbayern
TEILT MIT
24.06.2005-248/2005
„Integration im Dialog –
Migranten in Bayern“
Niederbayerisches Integrationsforum am 20. Juli in Vilsbiburg
Ihre Veranstaltungsreihe „Niederbayerisches Integrationsforum“ setzt die Regierung von Niederbayern am 20. Juli 2005 in Vilsbiburg fort.
Die Reihe steht im
Zeichen einer von der Bayerischen Staatsregierung gestarteten landesweiten
Aktion „Integration im Dialog – Migranten in Bayern“. Sie stellt mit jeweils
unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten nachahmenswerte Beispiele zur
Integration von Spätaussiedlern, jüdischen Emigranten und rechtmäßig hier
lebenden ausländischen Mitbürgern vor. Die gemeinsame Verantwortlichkeit für
Integration als gesamtgesellschaftlicher Herausforderung soll einer breiten
Öffentlichkeit bewusst gemacht werden.
Regierungspräsident Dr. Walter Zitzelsberger und Regierungsvizepräsidentin
Monika Weinl bezeichneten die gesellschaftliche Integration dieses
Personenkreises als eine politische, soziale und humanitäre Aufgabe mit
zentraler Bedeutung für die Zukunft. Die Regierung von Niederbayern will mit
der Veranstaltungsreihe die Notwendigkeit von Integration als einem auf
Gegenseitigkeit beruhenden Prozess für ein friedliches und zukunftsfähiges
Zusammenleben bewusst machen und alle gesellschaftlichen Kräfte wie auch jeden
Einzelnen zur aktiven Mitarbeit anregen.
Das niederbayerische Integrationsforum läuft das ganze Jahr über und will mit insgesamt sechs regionalen Veranstaltungen Chancen und Möglichkeiten erfolgreicher Integration konkret aufzeigen und Modellprojekte erfolgreicher Integration bekannt machen. Nach dem thematischen Schwerpunkt der Straubinger Auftaktveranstaltung „Jüdische Emigranten – Jüdisches Leben“ Ende April stand die zweite Veranstaltung am 1. Juni in Mainburg unter dem Schwerpunkt „Integration in Schule in Gesellschaft“ und stellte Sprache, Schule und Erwachsenenbildung in den Mittelpunkt.
Die
Veranstaltung am 20. Juli in Vilsbiburg steht unter der Überschrift
„Integration in Arbeit und Wirtschaft“.
Gastgeber wird die Firma Dräxlmaier in Vilsbiburg sein. Das Unternehmen
beschäftigt in Niederbayern rund 3.300 Mitarbeiter, davon 7 % ausländischer
Herkunft. Von Seiten der Firma wird betont, dass sich die Besetzung freier
Stellen absolut diskriminierungsfrei allein an der Qualifikation der Bewerber
orientiert und auf diese Weise sinnvolle Integration stattfindet.
Neben Vertretern der Geschäftsführung und des Betriebsrats der Dräxlmaier Group, Vertretern der Politik, der Kammern und der Agentur für Arbeit Landshut wird Herr Ayhan Kiskanc über Integration aus der Sicht eines ausländischen Unternehmers und Arbeitgebers in Niederbayern berichten. Das türkische Brüderpaar Kiskanc gründete in Landshut die Firma EuroCar und entwickelte sie mit großem Engagement zu einem erfolgreichen Unternehmen in der Stadt.
Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt, die von der Regierungsvizepräsidentin Monika Weinl geleitet wird.
Das niederbayerische Integrationsforum will damit anregen zum Nachdenken über Anspruch und Wirklichkeit der Integrationsbemühungen und auffordern zur Verstärkung eines produktiven Dialogs zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Kulturen. Die unter Beteiligung aller niederbayerischen Landkreise sowie vieler Städte und Gemeinden stattfindende Veranstaltungsreihe soll auch mithelfen, den Dialog über Integration auf regionaler und örtlicher Ebene weiterzuführen. Weitere Veranstaltungen sind geplant in Pocking, Grafenau und Eggenfelden.
Anlage: Logo der Reihe „Integration im Dialog – Migranten in Bayern“