Für das Schuljahr 2011/2012 wird bei den beruflichen Schulen Niederbayerns (ohne FOS/BOS) insgesamt mit einer leicht steigenden Schülerzahl im Vergleich zum Schuljahr 2010/2011 gerechnet.
| Schulart | Zahl der Schulen 2011/12 | davon | Schülerzahlen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| staatlich | komm. | privat | Stand 2010/11 | Prognose 2011/12 | ||
| Berufsschulen | 18 | 18 | 0 | 0 | 26.866 | 26.860 |
| Berufsfachschulen | 28 | 16 | 5 | 7 | 2.273 | 2.200 |
| Berufsfachschulen des Gesundheitswesens | 49 | 0 | 5 | 44 | 2.971 | 3.100 |
| Fachschulen, Technikerschulen, Meisterschulen | 12 | 6 | 2 | 4 | 565 | 560 |
| Wirtschaftsschulen | 7 | 3 | 0 | 4 | 1.918 | 1.880 |
| Fachakademien | 7 | 0 | 2 | 5 | 647 | 725 |
| insgesamt: | 121 | 43 | 14 | 64 | 35.240 | 35.325 |
Im Ausbildungsjahr 2011/2012 wird nur der Ausbildungsberuf Medientechnologe/Medientechnologin Druckverarbeitung als neuer Beruf in dualer Form angeboten. Dieser Beruf wird allerdings an keiner niederbayerischen Berufsschule beschult.
Von den vierzehn modernisierten Ausbildungsberufen werden an den an den niederbayerischen Berufsschulen folgende drei Ausbildungsberufe beschult.
Das bisherige Anforderungsprofil des
Ausbildungsberufs Technischer Zeichners konnte den gegenwärtig und künftig
geforderten Ansprüchen der Betriebe, bedingt durch den rasanten technischen
Wandel, nicht mehr gerecht werden. Eine Überarbeitung des alten
Berufsprofils war also überfällig. Darüber hinaus zeigte sich, dass die
notwendig gewordenen neu zu formulierenden Inhalte, sich mit den Inhalten
des bisherigen Ausbildungsberufs Technischer Produktdesigner größtenteils
überschnitten.
Ab 01.08.2011 gibt es deshalb jetzt die beiden inhaltlich
und strukturell neu konzipierten Ausbildungsberufe Technischer
Produktdesigner und Technischer Systemplaner, für die jeweils eine
Ausbildungsdauer von dreieinhalb Jahren festgelegt worden ist. In den ersten
zwölf Monaten können diese beiden Ausbildungsberufe aufgrund gleicher
Ausbildungsinhalte gemeinsam beschult werden.
Im "neuen" Ausbildungsberuf
Technischer Produktdesigner werden im Wesentlichen die Inhalte der
Fachrichtungen Maschinen- und Anlagentechnik und der Holztechnik aus dem
Ausbildungsberuf des Technischen Zeichners mit dem "alten Ausbildungsberuf"
Technischer Produktdesigner verbunden. Die Ausbildung im Ausbildungsberuf
Technischer Produktdesigner ermöglicht eine Spezialisierung in zwei
Fachrichtungen
Im neuen Ausbildungsberuf Technischer Systemplaner werden im Wesentlichen die Inhalte der alten Fachrichtungen des Technischen Zeichners übernommen. Für den Technischen Systemplaner sind drei Fachrichtungen vorgesehen:
Die beiden modernisierten dualen Ausbildungsbildungsberufe Technischer Produktdesigner und technischer Systemplaner werden in Niederbayern an folgenden Berufsschulen beschult: Im ersten Ausbildungsjahr können die Auszubildenden der beiden Berufe die Staatliche Berufsschule I Landshut, die Staatliche Berufsschule I Straubing oder die Staatliche Berufsschule Pfarrkirchen besuchen. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr besuchen alle Technischen Produktdesigner aus dem Regierungsbezirk Niederbayern die Staatliche Berufsschule I Straubing. Die Technischen Systemplaner besuchen je nach Fachrichtung folgende Berufsschulen:
Die Dynamik in der Tourismusbranche wirkt sich
zwangsweise auf das Anforderungsprofil der Mitarbeiter der Reisebranche aus.
Mit der jetzt vorgenommenen Aktualisierung soll eine moderne und
zukunftsorientierte Ausbildung ermöglicht werden. Die bisherige
Berufsbezeichnung Reiseverkehrskaufmann/-fau wird durch die Bezeichnung
Tourismuskaufmann/-kauffrau ersetzt. Zentrale Aspekte der Neuausrichtung des
Berufsbildes sind neben dem Bereich Geschäftsreisemanagement die stärkere
Berücksichtigung der Kundenorientierung, der Kundenbindung, des Marketings
und die Integration von Wahl- und Zusatzqualifikationen, wobei die
Auszubildenden sich für eine der drei Wahlqualifikationen Reisevermittlung,
Reiseveranstaltung und Geschäftsreisen entscheiden müssen. Durch die
Implementierung von Wahl- und Zusatzqualifikationen wird das bisherige
Strukturmodell des Ausbildungsberufs Reiseverkehrskaufmann mit den drei
Einsatzgebieten Reiseveranstaltung, Reisevermittlung Touristik bzw.
Reisevermittlung Beförderung aufgelöst. Die vorgenannten
Wahlqualifikationseinheiten Reisevermittlung, Reiseveranstaltung und
Geschäftsreisen beinhalten sehr spezifische Kompetenzanforderungen für die
neuen Tourismuskaufleute. Die nicht gewählten Wahlqualifikationseinheiten
stehen als Zusatzqualifikationen leistungsstarken Auszubildenden zur
Verfügung, die sich schon während der Ausbildung ein besonderes Profil
schaffen können.
Der Rahmenlehrplan ist so gestaltet, dass im Bedarfsfall
im ersten Ausbildungsjahr eine gemeinsame Beschulung mit den Kaufleuten für
Tourismus möglich ist. In Niederbayern werden die Auszubildenden dieses
reformierten kaufmännischen Berufs, wie auch schon bisher die
Reiseverkehrskaufleute, während ihrer dreijährigen Ausbildungszeit nur an
der Staatlichen Berufsschule II Straubing beschult.
Die Einführung des
modernisierten Ausbildungsberufs Tourismuskaufmann/Tourismus-kauffrau
erfolgt sukzessiv, d. h. im Schuljahr 2011/2012 erfolgt die Beschulung nur
in der 10. Jahrgangsstufe nach dem neuen Lehrplan. In den Schuljahren
2012/13 und 2013/14 folgen die Jahrgangsstufen 11. und 12. Der bisherige
Ausbildungsberuf Reiseverkehrskaufmann/-frau wird in der 11. und 12.
Jahrgangsstufe noch zwei Schuljahre weitergeführt und läuft mit Beendigung
des Schuljahres 2012/2013 aus.
| bisher: | neu: |
| StD Reiner
Sagstetter, Ständiger Vertreter des Leiters der Staatlichen Berufsschule I und Berufsoberschule Landshut |
wurde mit Wirkung vom 01.08.2011 zum neuen Leiter der Staatlichen Berufsschule Dingolfing und Nachfolger von OStD Kranz bestellt. |
| StDin Christa
Jungwirth, bereits Ständige Vertreterin des Leiters der Staatlichen Berufsschule Vilshofen |
wurde mit Wirkung vom 01.08.2011 zur neuen Leiterin der Staatlichen Berufsschule Vilshofen und Nachfolgerin von OStD Müller bestellt. |
| StD Dr. Udo
Fürstenau, Leiter des Referats externe und interne Evaluation der Einzelschule an der Qualitätsagentur in München |
wurde mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 zum Ständigen Vertreter des Leiters der Staatlichen Berufsschule und Fachoberschule Regen bestellt. |
| StD Oswald
Peter, bisher an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf als Lehrer tätig und medienpädagogisch- informationstechnischer Berater der Regierung von Niederbayern |
wurde mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 zum neuen Ständigen Vertreter des Leiters der Staatlichen Wirtschaftsschule Passau bestellt. |