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Pressemitteilung 100/2012

21.03.2012 - 100/2012
Niederbayern / Wasserwirtschaft
Einladung an die Medien
Neue Wege beim Boden- und Gewässerschutz in Niederbayern
Tagung zum erfolgreichen Modellprojekt Rottauensee in Landshut

Die Regierung von Niederbayern veranstaltet die

Tagung
„Zusammenarbeit bei Boden- und Gewässerschutz –
neue Wege bei der gemeinsamen Umsetzung
durch Landwirte, Kommunen und Behörden“
am Dienstag, 27. März 2012, 9.30 bis 15 Uhr,
im großen Sitzungssaal (Hauptgebäude, 2. Stock) der Regierung von Niederbayern,
Regierungsplatz 540, 84028 Landshut.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

Die Regierung von Niederbayern als Koordinatorin des Modellprojekts zur Verbesserung des Boden- und Gewässerschutzes rund um den Rottauensee bei Postmünster im Landkreis Rottal-Inn veranstaltet nach dreijähriger erfolgreicher Projektlaufzeit eine Tagung in Landshut. Vertreter der beteiligten Kommunen und Behörden und Experten des Bayerischen Bauernverbands, der bayerischen Staatsministerien für Landwirtschaft und Umwelt und der niederösterreichischen Landesregierung ziehen ein erstes Fazit.

Außerdem legen die Behörden mit der „Landshuter Erklärung zum Boden- und Gewässerschutz“ ihre Marschroute für die Zeit nach dem Ende des Modellprojekts im Herbst fest. Das Ziel ist, die Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Kommunen und Fachbehörden in ganz Niederbayern weiter zu verbessern – und Vorbild für andere Regionen im Freistaat zu sein.

Das Modellprojekt Rottauensee wurde 2008 von der Staatsregierung ins Leben gerufen, um zu zeigen, wie Landwirte und Verwaltung durch eine bessere Abstimmung und Zusammenarbeit die Bodenerosion verringern können und damit die Umwelt schützen. Bodenerosion ist ein Problem, weil dadurch wertvolles Ackerland verloren geht und Gewässer belastet werden. In Niederbayern ist die Bodenerosion wegen des hügeligen Geländes, der Bodenbeschaffenheit und den zunehmenden Ackerflächen besonders groß. Deutlich sichtbar war das am Rottauensee, in den über die Ufer und die Rott viel Erde und Dünger geflossen ist. Darum war der See ideal für das Modellprojekt.

Und es zeigt Wirkung: Immer mehr Landwirte stellen zum Beispiel auf Ackerbewirtschaftung um, bei der das ganze Jahr über Pflanzen den Boden bedecken und damit den wertvollen Ackerboden vor Erosion schützen. Immer mehr Gemeinden beginnen, erosionsgefährdetes Gelände mit Puffersystemen wie begrünten Geländemulden, Rückhaltebecken oder Grünstreifen am Rand von Gewässern abzusichern.

Bereits jetzt schlagen Landwirte und Kommunen im ganzen Rott- und Vilstal diesen Weg ein. Dieser Erfolg soll nun auch über das Modellprojekt Rottauensee hinaus fortgesetzt werden.