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Pressemitteilung 147/2012

02.05.2012 - 147/2012
Niederbayern / Schule
Niederbayerische Volksschulen rüsten sich für Schülerrückgang und Inklusion
Kultusstaatssekretär Bernd Sibler im Gespräch mit Schulleitern der Region

Die niederbayerischen Volksschulen sind auf einem guten Weg, die großen Herausforderungen in der Bildungslandschaft zu meistern. Das hat sich bei einem Treffen von Kultusstaatssekretär Bernd Sibler mit Vertretern des Kultusministeriums, der Regierung von Niederbayern und rund 120 Grund- und Mittelschulleitern in der Dingolfinger Stadthalle gezeigt. Zentrale Themen waren flexible Bildungsmodelle, die Inklusion und Jugendsozialarbeit an Grundschulen.

Mit der Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule haben alle Beteiligten aus Politik, Verwaltung und Schule bereits Flexibilität bewiesen und eine gute Antwort auf den Schülerrückgang gefunden. Die demografische Entwicklung hat laut Sibler zweifellos Folgen für kleine Schulstandorte. Lehrerstellen, die dort rechnerisch wegfallen, sollen als „demographische Rendite“ im Schulsystem verbleiben. „Für das Schuljahr 2012/2013 ist das gelungen, das macht 1082 zusätzliche Planstellen aus“, so der Staatssekretär.

Die Bildung in den ersten Schuljahren wird mit dem Ausbau der erfolgreichen flexiblen Grundschule weiter verbessert. Im kommenden Schuljahr soll es 60 neue Standorte in Bayern geben, davon sechs in Niederbayern. Im Schuljahr 2013/2014 sollen dann nochmals rund 250 Standorte im Freistaat dazu kommen.

Die Inklusion, der Unterricht von Schülern mit Behinderung an Regelschulen, sei für Sibler ein klarer Auftrag an alle an Schule Beteiligten. Er plädierte für eine behutsame Weiterentwicklung der Zusammenarbeit von Förder- und Regelschulen. Denn aus pädagogischer Sicht bleibt oft die Förderschule für viele Kinder und Jugendliche der beste Lernort. Damit die Eltern die ideale Lösung für ihr Kind finden können, ist und bleibt die intensive Beratung durch die Lehrer entscheidend.

Weil den Schulleitern der Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern deutlich mehr Kopfzerbrechen macht, wollen sie mit verstärkter Jugendsozialarbeit an den Grundschulen schon früh präventiv ansetzen. Sibler stellte in Aussicht, die Forderung nach einer besseren Ausstattung mit Jugendsozialarbeitern zu unterstützen.