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Pressemitteilung 181/2012

29.05.2012 - 181/2012
Niederbayern / Schule
Das gute bayerische Bildungssystem soll noch besser werden
Kultusstaatssekretär stellt Initiative für Bildungsregionen in Niederbayern vor

Das Prinzip „Kein Abschluss ohne Anschluss“ – also die Verbindung der Ausbildungswege und Einrichtungen im bayerischen Bildungssystem – soll weiter verbessert werden. Dafür hat das Kultusministerium die Initiative der Bildungsregionen gestartet. Die Landkreise und kreisfreien Städte sind aufgerufen, Kindertagesstätten, Schulen, Wirtschaft, Wissenschaft, Jugend- und Sozialarbeit und die Verwaltung stärker zu vernetzen, damit nirgendwo mehr Kinder oder Jugendliche durchs Raster fallen. Wie der Weg zu diesem Ziel aussehen kann, hat Kultusstaatssekretär Bernd Sibler den niederbayerischen Landräten und Oberbürgermeistern und Vertretern der Schulverwaltung in der Regierung von Niederbayern in Landshut vorgestellt.

Die Landkreise und kreisfreien Städte sollen mit allen Bildungsverantwortlichen vor Ort ins Gespräch kommen, um erst einmal herauszufinden, wo es Verbesserungsbedarf gibt. In Anlehnung an die erfolgreiche Einführung der Mittelschule soll dieser Austausch in Form eines Dialogforums stattfinden. Dabei werden fünf zentrale Themenfelder diskutiert. Die fünf Säulen, auf die sich eine Bildungsregion stützt, sind „Organisation von Übergängen zwischen einzelnen Bildungseinrichtungen und zwischen Schule und Betrieb“, „Vernetzung von schulischer und außerschulischer Bildung wie Jugendarbeit, Wirtschaft und Wissenschaft“, „Hilfe für junge Menschen durch Integration, Inklusion und Sozialarbeit“, „Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Ganztagsangebote und ehrenamtliches Engagement“ und „Bildung als Standortfaktor im Kampf gegen den demografischen Wandel“.

Beim Dialogforum sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich maximal ein Jahr lang mit den Herausforderungen der fünf Säulen beschäftigen und ein Handlungskonzept erarbeiten. Bei einem zweiten Dialogforum wird das Konzept diskutiert und konkretisiert. Mit diesem bewirbt sich der Landkreis oder die kreisfreie Stadt beim Kultusministerium um das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“.

Sibler: „Mit der Initiative der Bildungsregionen wollen wir einen weiteren Beitrag dazu leisten, dass junge Menschen in ihrer Heimat eine erfolgreiche Zukunft vor sich haben.“

Die Initiative läuft in Niederbayern bereits in den Pilotlandkreisen Deggendorf und Passau und in der Region Bayerischer Wald (Landkreise Freyung-Grafenau und Regen). „Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte sind herzlich eingeladen, sich anzuschließen und sich das Gütesiegel als Standortvorteil zu sichern“, sagte Sibler.

Die Regierung von Niederbayern steht den Verantwortlichen vor Ort als Ansprechpartner für die Dialogforen zur Verfügung. Nähere Informationen gibt es unter Telefon 0871/808 10 50 oder per E-Mail unter josef.schaetz@reg-nb.bayern.de.

Initiative für Bildungsregionen in NiederbayernKultusstaatssekretär Bernd Sibler (Mitte) stellt mit Regierungspräsident Heinz Grunwald (links) und Stefan Graf (rechts) vom Kultusministerium den Weg zum Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“ vor. Sibler: „Entstehen soll ein Konzept in der Region von Menschen aus der Region für die Region.“