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Pressemitteilung 185/2012

25.05.2012 - 185/2012
Niederbayern / Straßenbau
Amtswechsel im Staatlichen Bauamt Landshut
Manfred Dreier löst Gilbert Peiker als Leiter des Bereichs Straßenbau ab

Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf verabschiedete Gilbert Peiker und führte Manfred Dreier in dessen Amt ein.Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf
(Mitte) verabschiedete Gilbert Peiker (links)
und führte Manfred Dreier (rechts) als neuen
Leiter des Bereichs Straßenbau des
Staatlichen Bauamts Landshut ein.

Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf hat heute in der Regierung von Niederbayern in Landshut Gilbert Peiker als Leiter des Bereichs Straßenbau des Staatlichen Bauamts Landshut verabschiedet und seinen Nachfolger Manfred Dreier ins Amt eingeführt. Peiker wurde zum 19. März 2012 an die Autobahndirektion Südbayern versetzt und hat dort die Leitung der Planungsabteilung übernommen. Dreier hat zuletzt im Sachgebiet Straßenbau der Regierung von Niederbayern gearbeitet.

Dr. Graf lobte Peiker für seinen Einsatz, mit dem er wichtige Straßenbauprojekte in der Region entscheidend vorangebracht hat. Beispiele sind der Umbau des Kasernenknotens der B 299 in Landshut, der dreistreifige Ausbau der B 16 bei Münchsmünster und der Ausbau der Ortsdurchfahrten von Gerzen und Süßkofen (Landkreis Dingolfing-Landau). „Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Arbeit des Staatlichen Bauamts Landshut in den vergangenen Jahren allseits Anerkennung gefunden hat“, sagte Dr. Graf. Dreier bezeichnete Dr. Graf als flexiblen Beamten, der in unterschiedlichen Funktionen der Straßenbauverwaltung sehr gute Arbeit geleistet hat. „Darum ist es kein Zufall, dass Sie als neuer Bereichsleiter ausgewählt worden sind.“

Ludwig Böhm von der Obersten Baubehörde im bayerischen Innenministerium sagte, Peiker übernehme mit der Planungsabteilung die wichtigste Abteilung der Autobahndirektion Südbayern. „In dieser Funktion werden Sie weiterhin bedeutende Straßenbauprojekte für Bayern betreuen.“ Dreier nannte er das neue Gesicht des Straßenbaus in Niederbayern. Dessen Aufgabe sei, mit wenig Geld das Netz der Bundes- und Staatsstraßen als Standortfaktor für die Wirtschaft und damit Arbeitsplätze zu sichern.

Peter Dreier, stellvertretender Landrat des Landkreises Landshut, lobte die Zusammenarbeit zischen Peiker und den Kommunen. „Wir Bürgermeister waren bei Ihnen immer gut aufgehoben und beraten.“ Seinem Namensvetter bot er eine vertrauensvolle Kooperation mit Landkreis und Kommunen an: „Weil die Straßen die wichtigsten Verkehrsadern sind und bleiben, sind wir froh über einen Experten wie Sie auf dieser Position.“

„Es hat gar nicht wehgetan, als gebürtiger Oberbayer, der in Schwaben aufgewachsen ist, in Niederbayern zu arbeiten“, sagte Peiker. Er freute sich, in Zusammenarbeit mit den Kommunen pragmatische Lösungen für viele dringende Anliegen gefunden zu haben. „Ein gutes Beispiel ist die Umfahrung von Weihenstephan im Landkreis Landshut in kommunaler Sonderbaulast der Gemeinde Hohenthann.“ Ein besonderes Lob hatte Peiker für die Mitarbeiter der Straßenmeistereien parat: „Es ist toll, was unsere Frauen und Männer in Orange für unser Straßennetz leisten.“

Dreier hat sich schon als Junge während des Baus der A 92 von München nach Deggendorf für den Straßen- und Brückenbau begeistert. Als Bereichsleiter muss er den Schwerpunkt auf den Erhalt des bestehenden Straßennetzes legen. Neues planen und bauen darf er aber auch. Es stehen zum Beispiel der Bau der Ortsumfahrungen von Weihmichl und Reisbach und der Ausbau der B 300 bei Münchsmünster und der B 20 zwischen Landau und Simbach auf dem Programm. Außerdem sei ihm der Lärmschutz ein Anliegen, sagte Dreier. Vor allem sieht sich der neue Straßenbau-Chef nicht nur als Betonierer: „Wir verlegen nicht nur Asphaltbänder in der Landschaft, sondern wir befriedigen das große Bedürfnis der Menschen nach Mobilität.“

Gilbert Peiker wurde 1961 in München geboren und ist in Augsburg aufgewachsen. Er studierte an der Technischen Universität München Bauingenieurwesen und war dort anschließend drei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Danach arbeitete er drei Jahre in einem großen Münchner Planungsbüro und war unter anderem für die Planungen und Ausschreibungen der Autobahn A 72 Plauen – Chemnitz, eines der ersten großen Autobahnprojekte nach der deutschen Wiedervereinigung, verantwortlich.

1993 wechselte Peiker zur bayerischen Straßenbauverwaltung. Nach dem Eintritt in den Vorbereitungsdienst für den höheren bautechnischen Verwaltungsdienst legte er zwei Jahre später die Große Staatsprüfung im Fachgebiet Straßenbau ab. Am Straßenbauamt Rosenheim fand Peiker danach für fünf Jahre seine erste Anstellung als Leiter der Gebietsabteilung Rosenheim.

Von Oktober 2000 bis April 2001 war er im Rahmen eines Austauschprogramms für Angehörige der öffentlichen Verwaltung als Projektingenieur bei der englischen Straßenbauverwaltung (Highways Agency Bristol) tätig. Im Anschluss daran wechselte er an die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern und übernahm für drei Jahre die Tätigkeit als persönlicher Referent des Staatssekretärs. Als Sonderaufgabe wirkte Herr Peiker in der Lenkungsgruppe für die Erschließung der Allianz-Arena mit.

Zum 1. März 2004 wurde er an die Autobahndirektion Südbayern versetzt und mit der Leitung eines Planungssachgebiets betraut. In dieser Zeit war er unter anderem für das Projektmanagement der A 94 verantwortlich. Von November 2006 bis Juli 2007 nahm Peiker am Lehrgang für Verwaltungsführung der Bayerischen Staatskanzlei teil und war bis zu seinem Wechsel als Bereichsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Landshut im Dezember 2008 persönlicher Referent des Leiters der Obersten Baubehörde.

Unter seiner Bereichsleitung wurden in Landshut wichtige Bauvorhaben auf den Weg gebracht. Dazu zählen unter anderem der Umbau des Kasernenknotens in Landshut und der Ausbau der Ortsdurchfahrten in Gerzen und Süßkofen.

Manfred Dreier wurde 1968 in Landshut geboren und verbrachte sein Kindheit und Jugend in der Gemeinde Essenbach. Nach dem Studium des Bauingenieurwesens an der Technischen Universität München folgte vor der Referendarausbildung ein Jahr als Bauleiter in der Privatwirtschaft. Seine erste Aufgabe in der bayerischen Straßenbauverwaltung fand Dreier 1998 als Abteilungsleiter für Ingenieurbau am Straßenbauamt Deggendorf.

Drei Jahre später stand der erste Wechsel zum Straßenbauamt Landshut an. Hier betreute er neben den Brücken im gesamten Bauamtsbezirk auch die Bundes- und Staatsstraßen im Landkreis Kelheim. Von 2003 bis Ende 2007 war Dreier in der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern tätig. Seine Hauptaufgaben waren die Betreuung der „public private partnership Modelle“ und strategische Ansätze zur Nutzerfinanzierung im Straßenbau.

Anfang 2008 kehrte Dreier als Referent im Sachgebiet Straßenbau der Regierung von Niederbayern nach Landshut zurück. Seine neuen Aufgaben umfassten den Ingenieurbau in ganz Niederbayern sowie die Betreuung der überörtlichen Straßen in den Landkreisen Deggendorf, Straubing und Regen. Als wichtige Sonderaufgabe übernahm er das Projektmanagement für die Planfeststellung der A 94 in Niederbayern.

Das Staatliche Bauamt Landshut ist eines von 22 Staatlichen Bauämtern in Bayern. Es ist zuständig für Hochbaumaßnahmen des Freistaates Bayern und des Bundes sowie für ein 873 Kilometer umfassendes Netz an Bundes- und Staatsstraßen im westlichen Niederbayern.

Drei Straßenmeistereien sorgen für einen wirtschaftlichen Straßenunterhalt. Der Amtsbezirk des Bauamtes Landshut umfasst die Stadt Landshut sowie die Landkreise Landshut, Kehlheim und Dingolfing-Landau. Das durchschnittliche Ausgabenvolumen pro Jahr liegt bei rund 25 Millionen Euro im Straßenbau und 30 Millionen Euro für Hochbaumaßnahmen. Zur Bewältigung der Bauaufgaben werden neben dem eigenen Personal auch freiberufliche Ingenieure und Architekten beauftragt.