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Pressemitteilung 19/2012

20.01.2012 - 19/2012
Niederbayern / Gewerbeaufsicht
Damit sich der Staat um alle Beschäftigten kümmern kann
Betriebe müssen Heimarbeiter melden – Vorsicht vor unseriösen Angeboten

Unternehmer, die im zweiten Halbjahr 2011 Heimarbeiter beschäftigt haben, müssen diese bis Ende Januar bei der Gewerbeaufsicht der Regierung von Niederbayern melden. Die Meldepflicht gilt für Voll- und Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte. Sie ist Teil einer gesetzlichen Regelung, die Heimarbeitern vorschriftsmäßige Bedingungen unter anderem in Sachen Lohn und Arbeitssicherheit gewährleisten soll. In Niederbayern gibt es etwa 800 Heimarbeiter in Diensten von rund 75 Betrieben. Sie verzieren zum Beispiel Kerzen, nähen Damenbekleidung und bearbeiten industriell gefertigte Kunststoffteile oder Elektronikbauteile.
Heimarbeiter ist, wer im Auftrag von Gewerbetreibenden oder Zwischenmeistern (Mittler zwischen Auftraggeber und Heimarbeiter) in seiner Wohnung oder zum Beispiel in seiner Werkstatt arbeitet. Neben den Heimarbeitern und Zwischenmeistern müssen die Arbeitgeber auch die sogenannten Hausgewerbetreibenden melden. Diese arbeiten wie Heimarbeiter zu Hause, haben aber ein Gewerbe angemeldet und bis zu zwei Beschäftigte.

Wer sich für Heimarbeit interessiert, sollte nicht nur darauf achten, von seinem Arbeitgeber bei der Gewerbeaufsicht gemeldet zu werden, sondern muss sich auch vor unseriösen Angeboten hüten. Hinweise darauf können zum Beispiel ungewöhnlich hohe Verdienstaussichten, Versprechungen von „bombensicheren“ Existenzen und notwendige Anrufe unter kostspieligen Telefonnummern mit den Vorwahlen 0137, 0900 oder 01805 sein.

Nähere Informationen gibt es bei der Regierung von Niederbayern unter der Telefonnummer 08 71 / 8 08 17 19.