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Pressemitteilung 21/2012

18.01.2012 - 21/2012
Niederbayern / Flüchtlingsbetreuung
Behörden bereiten dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern vor
Freistaat nimmt Landkreise Landshut, Rottal-Inn und Stadt Straubing in die Pflicht

Die Regierung von Niederbayern wird in den nächsten Wochen den Landkreisen Landshut, Rottal-Inn und der Stadt Straubing die Verantwortung für die Unterbringung von Asylbewerbern übertragen. Die 15 staatlichen Unterkünfte in Niederbayern sind mit rund 1200 Bewohnern ausgelastet, trotzdem muss Niederbayern weitere Asylbewerber aus der Erstaufnahmeeinrichtung in München aufnehmen. Darum werden nun die Kommunen, die bislang keine Asylbewerber unterbringen, vom Freistaat in die Pflicht genommen. Um die Lage gemeinsam mit den Kommunen so gut wie möglich zu bewältigen, wird es demnächst eine Besprechung in Landshut geben.

Mit Niederbayern weisen sechs der sieben bayerischen Regierungsbezirke den Landkreisen und kreisfreien Städten Asylbewerber zu. Die Asylbewerber werden, sobald die staatlichen Kapazitäten für die Unterbringung nicht mehr ausreichen, nach einem festen Schlüssel verteilt. Demnach müssten nach aktuellem Stand der Landkreis Landshut 146 Menschen (12,2 Prozent der niederbayerischen Asylbewerber), der Landkreis Rottal-Inn 118 Menschen (9,8 Prozent) und die Stadt Straubing 50 Menschen (4,2 Prozent) aufnehmen.

Die Asylbewerber werden nach und nach voraussichtlich in Gruppen von bis zu 20 Menschen vor Ort ankommen. Wo und wie sie untergebracht werden, entscheidet das jeweilige Landratsamt oder die Stadtverwaltung. Die Menschen werden solange dezentral untergebracht, bis im Landkreis oder in der Stadt eine Gemeinschaftsunterkunft gefunden und eröffnet ist.

Die Kommunen müssen die Kosten für das Personal tragen, der Freistaat übernimmt die Kosten für Unterbringung, Verpflegung, Bekleidung, Gesundheitsversorgung und Taschengeld.

Der Regierung werden die Asylbewerber für Niederbayern kurzfristig zugewiesen. Darum ist es nicht möglich, vorherzusagen, ob überwiegend Familien oder Einzelpersonen in die Region kommen und aus welchen Ländern die Menschen kommen. Die Verantwortlichen bemühen sich aber immer, die Asylbewerber möglichst gleichmäßig und sozialverträglich in Niederbayern zu verteilen.