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Pressemitteilung 217/2012

26.06.2012 - 217/2012
Niederbayern / Bauwesen
Millionenschwere Schönheitskur
Ausstellung 40 Jahre Städtebauförderung in der Regierung von Niederbayern

Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf eröffnete die Ausstellung.Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf
(rechts) eröffnet die Ausstellung vor rund 50
Gästen, darunter die Landtagsabgeordnete
Johanna Werner-Muggendorfer (Dritte von
links).

Ein Erfolgsmodell wird 40 – und ist noch immer topaktuell. Die Regierung von Niederbayern zeigt seit Montag die von der Obersten Baubehörde im bayerischen Innenministerium konzipierte Ausstellung zur Bilanz einer millionenschweren Schönheitskur für den Freistaat. Zu sehen sind einige der wichtigsten Projekte aus vier Jahrzehnten Städtebauförderung. Die Schau dokumentiert, wie groß die Bedeutung staatlich geförderter Stadtentwicklung für die Lebensqualität der Menschen ist.

„Wir können stolz auf die Städtebauförderung sein“, sagte Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf bei der Ausstellungseröffnung vor rund 50 Gästen aus Politik, Bauverwaltung und der Architektur- und Kunstszene. Niederbayern habe sein Gesicht verändert, ohne seine Tradition zu vergessen.

Nach Niederbayern sind in 40 Jahren Städtebauförderung rund 524 Millionen Euro Zuschüsse von EU, Bund und Freistaat geflossen. Mit dem Eigenanteil der geförderten Kommunen sind in der Region seit 1971 etwa 875 Millionen Euro investiert worden. Und weil nachweislich jeder Euro, den der Staat investiert, das Sechs- bis Achtfache an Investitionen auslöst, hat die Städtebauförderung laut Graf eine Gesamtinvestition von bis zu vier Milliarden Euro möglich gemacht.

Das Geld ging überwiegend an Firmen in der Region. „Darum kann man die Städtebauförderung auch als eines der effektivsten Wirtschaftsförderprogramme bezeichnen, die wir haben“, sagte Graf.
Mit Hilfe der Städtebauförderung wurden unter anderem die Altstädte von Landshut, Passau, Straubing und Deggendorf neu gestaltet. Es wurden Straßen und Plätze gebaut und Museen wie das Museum Moderner Kunst Wörlen in Passau errichtet. Außerdem entstanden Stadthallen, Büchereien, Volkshochschulen, Musikschulen, Parkhäuser und Grünanlagen.

Schautafeln zeigen die wichtigsten Projekte.Auf Schautafeln sind einige der wichtigsten
Projekte der Städtebauförderung in Bayern
dargestellt. Rechts unten ist die umgestaltete
Fußgängerzone von Passau zu sehen.

Die ersten niederbayerischen Kommunen in der Städtebauförderung waren Pfeffenhausen, Kelheim, Landshut und Passau – die letzten drei sind bis heute dabei. Insgesamt sind in Niederbayern rund 2600 Projekte in 121 Kommunen gefördert worden.
„Nach 40 Jahren ist die Städtebauförderung nicht am Ende“, sagte Graf, „sondern sie ist notwendig wie nie.“ Eine der aktuellen Herausforderungen sei die Stärkung von Ortszentren. Leben in die Ortsmitten zu bringen oder dort zu halten, sei ein Schlüsselthema beim Einsatz gegen Abwanderung und Überalterung in den Kommunen im östlichen Niederbayern.

Ein Aspekt, der die ganze Region betrifft, ist die interkommunale Zusammenarbeit. Die wird immer wichtiger, damit die Gemeinden eine gute Infrastruktur erhalten können. Graf lobte das Ilzer Land in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau, wo sich neun Kommunen zusammengeschlossen haben und dafür vom Staat – auch von der Städtebauförderung – unterstützt werden.

Der Regierungsvizepräsident dankte den Bürgermeistern für ihr Vertrauen in die Städtebauförderung und appellierte schließlich an die Politik: „Ich baue darauf, dass uns die Parlamente auch weiterhin das nötige Geld zur Verfügung stellen, damit wir die vielen guten Ideen vor Ort auch umsetzen können.“

Die Schau ist bis 13. Juli von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr zu sehen.