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Pressemitteilung 245/2012

20.07.2012 - 245/2012
Niederbayern / Natur und Umwelt
Neue Grenzübergänge für Wanderer im Bayerischen Wald
Entwurf für Änderung der Betretungsverordnung des Nationalparks liegt aus

Das Wandern zwischen den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava soll voraussichtlich ab September 2012 leichter werden. Geplant sind unter anderem ein weiterer Übergang am Hochschachten-Schützenpass und eine Änderung an den Blauen Säulen. Außerdem sollen die Begehungszeiten für die Übergänge und für den Grenzsteig neu geregelt werden. Für beides ist eine Änderung der Betretungsverordnung für den Nationalpark nötig. Der Entwurf der Neufassung liegt ab Montag, 30. Juli, bis Freitag, 31. August, bei der Regierung von Niederbayern in Landshut, bei den Landratsämtern Freyung-Grafenau und Regen und in den Nationalparkgemeinden aus. Dort können Stellungnahmen zu dem Projekt abgegeben werden.

Die Wanderwege zu den Übergängen Lackenberg und Hochschachten-Schützenpass sollen neu markiert und für den gleichen Zeitraum freigegeben werden, in dem auch die Grenzübergänge offen sind. Ob zusätzlich zur bestehenden Möglichkeit bei Gsenget auch an weiteren Grenzübergängen Fahrräder mitgenommen und gefahren werden dürfen und ob der neue Übergang Hochschachten-Schützenpass gleich ganzjährig geöffnet wird, soll im Rahmen des Verfahrens geprüft werden.

Der Grenzsteig soll künftig – abgesehen von moorigen Bereichen beim Zwieselter Filz und Latschenfilz – von Bayerisch Eisenstein bis zum Lusen vom 15. Juli bis 15. November und damit um einen Monat früher begangen werden können. Nördlich des Lusens ist der Grenzsteig aus Gründen des Auerhuhnschutzes den Plänen nach künftig ganzjährig gesperrt. Dafür steht eine Alternativroute, die etwas weiter südöstlich verläuft, zur Verfügung.

Grundsätzlich kann die deutsch-tschechische Grenze seit Inkrafttreten der letzten Stufe des Schengen-Abkommens ungehindert überquert werden. In den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava gibt es aber aus Naturschutzgründen gewisse Einschränkungen. Dem vorliegenden Entwurf einer neuen Betretungsverordnung liegt ein Antrag des Nationalparks Bayerischer Wald zugrunde, der auf Gesprächen zwischen den beiden Nationalparkverwaltungen, örtlichen Kommunen und lokalen Mandatsträgern basiert.

Die Auslegung der geplanten Neufassung ist Teil des nun laufenden Anhörungsverfahrens, bei dem unter anderem die Naturschutzverbände um Stellungnahmen gebeten werden. Außerdem werden die berührten Gemeinden und Landratsämter sowie der Nationalpark Šumava auf tschechischer Seite eingeschaltet.

Der Entwurf ist von Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 14 Uhr in der Regierung von Niederbayern (Zimmer 120 U) einzusehen. Die Kommunen im Bayerischen Wald, bei denen das Dokument ausliegt, sind Grafenau, Freyung, Zwiesel, Spiegelau, St. Oswald-Riedlhütte, Neuschönau, Hohenau, Mauth, Frauenau, Bayerisch Eisenstein und Lindberg.