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Pressemitteilung 296/2012

13.09.2012 - 296/2012
Niederbayern / Berufliche Schulen
Neue Lehrer, mehr Schulen, weniger Schüler
Zum Schulstart in den beruflichen Schulen Niederbayerns

Das Schuljahr in den beruflichen Schulen (Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachschulen, Technikerschulen, Meisterschulen, Wirtschaftsschulen und Fachakademien) Niederbayerns beginnt mit weniger Schülern und Studierenden (33 840 statt 34 326 im Vorjahr), mehr Schulen (130 statt 124 im Vorjahr) und neuen Lehrern (32 Referendare haben heute mit der Vereidigung in der Regierung ihre Lehrerlaufbahn begonnen).

Die sechs neuen beruflichen Schulen teilen sich auf in zwei staatliche Fachschulen (Fachschule für Maschinenbautechnik in Passau, Fachschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität in Deggendorf), in zwei private Fachschulen der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (Fachschulen für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe in Passau), in eine private Fachakademie für Sozialpädagogik in Pfarrkirchen und in eine kommunale Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe des Landkreises Deggendorf in Deggendorf.

Neben der Berufsschule Vilshofen nimmt nun auch die Staatliche Berufsschule Dingolfing am Schulversuch „Berufsschule plus“ teil. Dabei bekommen die Schüler dieser und benachbarter Berufs- und Berufsfachschulen durch das Angebot von Zusatzunterricht in Deutsch, Mathematik und Englisch die Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erwerben.

32 neue Referendare verstärken das Kollegium der beruflichen Schulen in Niederbayern, damit die Region ein attraktiver Standort für die Wirtschaft bleibt. Denn Unternehmen investieren vor allem dort, wo es gut ausgebildete Fachkräfte gibt. Die Referendare bereiten sich in den kommenden zwei Jahren an Schulen in Landshut, Passau, Pfarrkirchen und Viechtach in den beruflichen Fachrichtungen Elektrotechnik, Ernährung, Metalltechnik und Wirtschaftswissenschaften auf ihre Arbeit als Berufsschullehrer vor. Zusätzlich werden sie für den Unterricht in Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch oder anderen allgemein bildenden Fächern vorbereitet.

Alle angehenden Lehrer haben ein Universitätsstudium absolviert und beginnen nun mit dem zweiten Teil der Ausbildung, dem sogenannten Vorbereitungsdienst. In etwa drei Monaten übernehmen die Referendare die ersten Aufgaben im Unterricht, bis sie im zweiten Halbjahr bis zu sechs Schulstunden pro Woche halten. Im zweiten Jahr des Vorbereitungsdienstes wechseln sie die Schule und unterrichten dort zwischen elf und 17 Stunden pro Woche. Nach bestandener Staatsprüfung mausern sich die Referendare schließlich zu Berufsschullehrern. Dann gehören sie endgültig zu den wichtigen Rädchen im Getriebe der Wirtschaft.

Pm12296 1Regierungspräsident Heinz Grunwald (rechts) begrüßt die Studienreferendare im Staatsdienst und schwört die angehenden Lehrer auf eine lehrreiche Zeit in der Schule ein.

 

Pm12296 2Die Studienreferendare beim Amtseid, dem förmlich-feierlichen Auftakt ihrer Lehrerlaufbahn. Den Eid nimmt Josef Schätz (Zweiter von links) ab, der Leiter der Schulabteilung der Regierung von Niederbayern.