. .

Pressemitteilung 3/2012

03.01.2012 - 3/2012
Niederbayern / Soziales
Damit sich das Leben nicht nur um Probleme dreht
16 000 Euro für Laienhelfer von psychisch kranken Menschen im Jahr 2011

Sich Zeit für Gespräche zu nehmen, ist ein Luxus, den sich Betreuer von psychisch kranken Menschen oft nicht leisten können. Doch in einigen Einrichtungen Niederbayerns gibt es Menschen, die immer Zeit opfern: Die ehrenamtlichen Laienhelfer unterstützen das Personal und bescheren den Hilfsbedürftigen mit Einzelbesuchen oder Gruppenstunden schöne Momente, in denen sich das Leben nicht nur um Probleme dreht. Damit das so bleibt, hat die Regierung von Niederbayern zehn Organisationen und Vereine im vergangenen Jahr mit rund 16 000 Euro bezuschusst. Das Geld hatten der Landtag und das bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen bereitgestellt. Damit werden die Ausgaben der freiwilligen Helfer für Aktivitäten mit den Betreuten finanziert.

Die geförderten Einrichtungen und Vereine sind:

Der Laienhelferkreis am Bezirksklinikum Mainkofen (1400 Euro Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen sind bei Gesprächen unter vier Augen oder bei Treffen in der Gruppe für die Patienten des Bezirksklinikums da.

Das Tageszentrum des Vereins Landshuter Netzwerk (1200 Euro):
Die Ehrenamtlichen helfen beim Betrieb des Tageszentrums für chronisch psychisch kranke Menschen aus der Region Landshut. Dank ihnen können die Verantwortlichen den Besuchern ein umfangreiches Programm mit Angeboten wie offener Werkstatt, Mal-Atelier und eigener Zeitungsredaktion – für die Tageszentrumszeitung Kopfstand – bieten.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Diakonischen Werks Landshut (2900 Euro):
Die Ehrenamtlichen betreuen psychisch kranke Menschen in offenen Treffs in der Teestube in der Begegnungsstätte der Diakonie, Gabelsbergerstraße 46. Auf dem Programm stehen Frühstücksgruppen an Werktagen, Kaffeerunden am Wochenende und Aktivitäten in einer Bewegungsgruppe im evangelischen Gemeindehaus, Gutenbergweg 16. Frühstücksgruppen werden auch in den Außenstellen im evangelischen Gemeindehaus in Vilsbiburg, Mozartstraße 6, und im Gemeinderaum der evangelischen Friedenskirche in Neufahrn, Eichendorffstraße 1, angeboten. Hilfe gibt es auch für einzelne Bedürftige, zum Beispiel bei Behördengängen.

Der Kreis-Caritasverband Freyung-Grafenau (900 Euro):
Die Ehrenamtlichen leiten eine Kaffeestube im Grafenauer Sozialzentrum, eine Teestube im Freyunger Vinzenzhaus und eine Frühstücksgruppe für Frauen im Sozialzentrum Waldkirchen. Außerdem betreuen zwei Helfer psychisch kranke Menschen, damit diese mehr in ihrer Freizeit unternehmen und sich so besser in die Gesellschaft integrieren.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Rot-Kreuz-Kreisverbands Straubing-Bogen (900 Euro):
Die Ehrenamtlichen leiten Gesprächsgruppen und unterstützen das Personal bei Ausflügen. Außerdem begleiten sie hilfsbedürftige Menschen bei Arztbesuchen oder Behördengängen und kümmern sich bei Einzelbesuchen um sie.

Der Besuchsdienst am Bezirkskrankenhaus Straubing (1200 Euro):
Die Ehrenamtlichen besuchen regelmäßig und vor allem Patienten, die kaum oder keinen Besuch bekommen. Wenn möglich, gehen die Helfer mit ihren Schützlingen spazieren oder machen kurze Ausflüge mit ihnen. Außerdem gibt es mehrmals im Jahr Treffen für alle Gespanne.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Rot-Kreuz-Kreisverbands Rottal-Inn (1550 Euro):
Die Ehrenamtlichen leiten eine Teestube in Pfarrkirchen und eine Entspannungsgruppe, eine Freizeitgruppe und einen Stammtisch in Eggenfelden. Dort bieten sie auch Gedächtnistraining, Kegeln und Thermalbadbesuche an. Außerdem machen die freiwilligen Helfer Hausbesuche bei hilfsbedürftigen Menschen.

Der Caritasverband Dingolfing-Landau (600 Euro):
Die Ehrenamtlichen besuchen regelmäßig Bewohner des Seniorenheims der Arbeiterwohlfahrt in Frontenhausen. Sie kümmern sich hauptsächlich um psychisch kranke Erwachsene, die kaum oder keinen Besuch bekommen. Wenn möglich, gehen die freiwilligen Helfer mit ihren Schützlingen spazieren oder machen Ausflüge mit ihnen.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Caritasverband Isar/Vils in Landau a. d. Isar (1700 Euro):
Die Ehrenamtlichen engagieren sich in vier Teestuben in Dingolfing und Landau mindestens zwei Stunden pro Woche in Gruppenarbeiten oder bei Ausflügen für bedürftige Menschen. Sie werden dafür vom Fachpersonal des Sozialpsychiatrischen Dienstes angeleitet und betreut.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreis-Caritasverbands Kelheim (3600 Euro):
Die Ehrenamtlichen bieten in Kelheim und Abensberg unter anderem Gruppentreffen mit Frühstück an Vormittagen, Kreativprojekte, eine Selbsthilfegruppe für Patienten mit der Muskelschmerzkrankheit Fibromyalgie und eine Bewegungsgruppe. Außerdem begleiten sie einzelne bedürftige Menschen regelmäßig durch den Alltag.