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Pressemitteilung 357/2012

06.11.2012 - 357/2012
Landkreis Straubing-Bogen / Wasserwirtschaft
Bau von Hochwasserschutz bei Straubing wird geprüft
Raumordnungsverfahren für Donau-Flutpolder an der Öberauer Schleife beginnt

Das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf will an der Öberauer Schleife der Donau bei Straubing einen Flutplder bauen. Dieser soll bei Hochwasser geflutet werden und so den Flusspegel niedrig halten. Die Regierung von Niederbayern hat ein Raumordnungsverfahren für den Bau eingeleitet. Die Pläne für das Projekt werden in der Stadt Straubing, der Verwaltungsgemeinschaft Rain und in den Gemeinden Kirchroth, Parkstetten und Steinach öffentlich ausgelegt. Ort und Zeit der Auslegung werden dort bekanntgegeben. Kommunen, Behörden, Verbände und Bürger können bis zum 21. Dezember 2012 eine Stellungnahme zu diesem Projekt abgeben.

Vorgeschlagen sind eine kleine Variante des Flutpolders, bei der das Gebiet innerhalb des Altarms der Öberauer Schleife geflutet werden kann, und eine große Variante mit zusätzlicher Fläche. Bei der kleinen Variante könnten rund acht Millionen Kubikmeter Wasser zwischengelagert werden, was den Donaupegel bei einem 30-jährlichen Hochwasser um acht bis 18 Zentimeter senken würde.
Die große Variante sieht weitere Gebiete innerhalb der Donauschleife (östlich der Ortschaften Öberau und Breitenfeld) und Flächen zwischen dem Kößnachableiter und dem Altarm der Öberauer Schleife vor. Dadurch sollen rund 10,4 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert werden können. Das würde ein 30-jährliches Hochwasser der Donau um neun bis 22 Zentimeter niedriger machen.

Bei diesem Bauprojekt sind unter anderem auch die Erneuerung der Binnenentwässerung, Deichanpassungen und -verlegungen und Straßenanpassungen geplant. Im Raumordnungsverfahren geht es nun darum, wie sich der geplante Flutpolder beispielsweise auf Natur und Landschaft, Landwirtschaft oder Siedlungen auswirkt und wie das Projekt mit anderen Planungen abgestimmt werden kann. Das Ergebnis ist eine landesplanerische Beurteilung, die Mitte 2013 vorliegen soll. Erst danach kann das Planfeststellungsverfahren als eigentliches Genehmigungsverfahren beginnen.
Die Unterlagen sind auch im Internet unter folgendem Link zu sehen:
http://www.regierung.niederbayern.bayern.de/aufgabenbereiche/2/raumordnung/verfahren/rob_oeberauer_schleife.php

Bei der kleinen Variante des Flutpolders sollen rund 300 Hektar innerhalb des Altarms der Öberauer Schleife als Rückhalteraum für Donauhochwasser genutzt werden können.

 

Bei der großen Variante des Flutpolders sollen rund 400 Hektar und damit auch Flächen östlich der Ortschaften Öberau und Breitenfeld und zwischen dem Kößnachableiter und dem Altarm der Öberauer Schleife für den Hochwasserschutz verwendet werden können.