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Pressemitteilung 405/2012

03.01.2013 - 405/2012
Landkreis Kelheim / Städtebau
Auch 2012 gab es wieder Geld für Städte und Gemeinden
20,9 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2012

Pm12405 1Flurzone im Aventinum

Nach turbulenten Jahren mit Mittelkürzungen und neuen, teilweise zeitlich befristeten Sonderprogrammen kann die Städtebauförderung in Niederbayern auf ein eher ruhiges Förderjahr zurückblicken. Das gilt erfreulicherweise nicht für das Fördervolumen und die Anzahl der realisierten Projekte. Mit 20,9 Millionen Euro Fördermitteln von EU, Bund und Freistaat konnten 63 Städte und Gemeinden in Niederbayern unterstützt werden. Damit hatte die Städtebauförderung in Niederbayern, wie Regierungspräsident Heinz Grunwald im traditionellen Jahresrückblick mitteilt, sogar etwas mehr Mittel zur Verfügung als im vorangegangenen Jahr. Mit dem Auslaufen der aktuellen EU-Förderperiode konnten gerade in diesem Jahr einige besonders große und für die jeweiligen Gemeinden und ihr Umland wichtige Projekte fertig gestellt werden.

Pm12405 2Flurzone im Aventinum

Ein gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Kelheim ist die Sanierung des Aventinums in Abensberg. Das im frühen 17. Jahrhundert erbaute denkmalgeschützte ehemalige Karmelitenkloster „Aventinum Abensberg“ wurde in den Jahren 2010 bis 2012 einer Generalsanierung unterzogen. Das neue Nutzungskonzept sieht die Errichtung eines Kunst- und Kulturzentrums im Zentrum von Abensberg vor. Während im Erdgeschoss weitgehend Verwaltungsräume untergebracht sind, steht das 1. Obergeschoss ganz im Zeichen der Kultur. Die beiden größeren Veranstaltungsräume eignen sich hervorragen für Konzerte, Vorträge und Lesungen. Die mit indirektem Licht belichteten breiten Flurzonen dienen nicht nur der Erschließung sondern bieten auch Raum für Ausstellungen und Vernissagen. Im 2. Obergeschoss befinden sich die Räumlichkeiten für die Volkshochschule, die Unterrichtsräume für die Musikschule und ein Raum mit Schwingboden für Tanz-, Ballett- und Bewegungsschulung.

Die Gesamtkosten für die Sanierung des Aventinums in Abensberg betragen rund 3,1 Millionen Euro, davon erhält die Stadt Abensberg aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ einen Zuschuss des Bundes und des Freistaats in Höhe von insgesamt rund 1,8 Millionen. Euro.

Im nächsten Jahr gilt es voraussichtlich den Gürtel wieder etwas enger zu schnallen. Zum Einen wird, wie schon länger angekündigt, das Bund-Länder-Grundprogramm, über 40 Jahre die tragende Säule der Städtebauförderung in Bayern, eingestellt. Die betroffenen Gemeinden wurden deshalb bereits in den vergangenen Jahren auf andere Programme umgeleitet, soweit Sanierungsmaßnahmen nicht ohnehin zum Abschluss gebracht werden konnten.

Die zweite Änderung betrifft das EU-Programm, in dem Niederbayern im kommenden Jahr keine Mittel mehr erhalten wird. Das ist in diesem Fall jedoch keine schlechte Nachricht, weil Niederbayern wegen der guten Programmumsetzung bereits in den vergangenen Jahren durch Umschichtungen aus anderen Regierungebezirken überdurchschnittliche Zuteilungen erhalten hat. Die betroffenen Projekte konnten damit rascher bewilligt und vor allem auch abfinanziert werden. Ob es hier ein Anschlussprogramm geben wird und wie dieses thematisch ausgerichtet wird, wird derzeit noch verhandelt. Über eine Fortführung würde sich Grunwald sehr freuen, weil gerade mit diesem Programm herausragende Projekte unterstützt werden können, die aufgrund ihres Mittelbedarfs in herkömmlichen Programmen nur schwer oder nur in mehreren Schritten untergebracht werden können.