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Pressemitteilung 415/2012

17.12.2012 - 415/2012
Niederbayern / Gesellschaft
Weihnachtsgrußwort von Regierungspräsident Heinz Grunwald

Rp Heinz GrunwaldHeinz Grunwald
Regierungspräsident

Liebe Niederbayern,

Obama verdankt seine Wiederwahl Niederbayern. Zumindest technisch gesehen. Die Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ist mit Hilfe von Maschinen aus dem Landkreis Landshut ausgewertet worden. Niederbayerische Technik für die Wahl des mächtigsten Mannes der Welt.

In Weltklasse-Hotels trinkt man aus Gläsern und schläft man in Betten aus dem Bayerischen Wald. Niederbayerischer Komfort für die Luxus-Suiten in den aufregendsten Metropolen und schönsten Urlaubsparadiesen.

Auf Baustellen rund um die Welt sind Experten aus dem Landkreis Rottal-Inn gefragt. Flughäfen, Konzertsäle, U-Bahnen und Schiffe - niederbayerische Ingenieurkunst steckt in spektakulären Projekten überall.

Und im äußersten Winkel des Freistaats hat sich so etwas wie ein niederbayerisches Silicon Valley entwickelt. Europas führender Anbieter von Computer-Servern ist im Landkreis Freyung-Grafenau zu Hause.

Weltweit verdanken Autofahrer zwei Unternehmen aus der Region ihre Sicherheit. Niederbayerische Zünder sorgen dafür, dass bei einem Unfall die Airbags aufgehen. Überall, in jedem Land der Erde.

Niederbayern steht für Fortschritt und Zuverlässigkeit, für Präzision und Qualität. Niederbayern gibt dem Freistaat ein Gesicht, sorgt zu einem guten Teil dafür, dass sich alle Welt für Bayern interessiert.

Auf der einen Seite – niederbayerische Unternehmer verkaufen ihre Produkte in alle Kontinente. Auf der anderen Seite – Menschen aus aller Welt kommen nach Niederbayern. Auch Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten. Dieses Recht gibt ihnen unser Land. Wir haben die Pflicht, Asylsuchende bei uns aufzunehmen. Und jeder hat das Recht, ihnen sein Haus anzubieten.

Ja zum Recht auf Asyl sagen viele Menschen in unserem Land. Doch nur wenige wollen, dass Fremde ihre Nachbarn werden. Auf dem Land heißt es: Die sollen doch in die Städte gehen. Und in den Städten entgegnet man: Warum immer nur wir?

Zugegeben: Es ist nicht leicht, mit Menschen umzugehen, die unsere Sprache nicht sprechen, unsere Sitten nicht kennen und die vielleicht auch gar nicht lange bei uns bleiben. Doch wir müssen und werden auch im kommenden Jahr dafür sorgen, dass diese Menschen unter einem sicheren Dach leben können.

Die Herbergssuche vor 2000 Jahren mag uns daran erinnern, dass wir überall bei uns Raum finden können – und dass wir ohne Aufregung und Vorurteile über Unterkunft für Asylsuchende sprechen.

Rp Unterschrift T

Heinz Grunwald
Regierungspräsident

 

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