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Pressemitteilung 54/2012

07.02.2012 - 54/2012
Niederbayern / Verwaltung
Neuer Regierungsvizepräsident für Niederbayern
Dr. Helmut Graf von Staatssekretär Gerhard Eck ins Amt eingeführt

Dr. Graf
WeinlDr. Helmut Graf hat Monika Weinl
als Regierungsvizepräsident
von Niederbayern abgelöst.

Dr. Helmut Graf ist heute von Staatssekretär Gerhard Eck als neuer Regierungsvizepräsident von Niederbayern ins Amt eingeführt worden. Mit dem Festakt in Landshut ist der Personalwechsel im Präsidium der Regierung von Niederbayern auch offiziell abgeschlossen. Graf hatte die bisherige Regierungsvizepräsidentin Monika Weinl am 1. Februar abgelöst. Er kam aus dem bayerischen Innenministerium, wohin Weinl zum Jahreswechsel nach fast zehn Jahren als „zweite Frau im Regierungsbezirk“ gewechselt ist.

Staatssekretär Eck sagte, er sehe Grafs Wechsel zur Regierung von Niederbayern mit einem weinenden und einem lachenden Auge: „Einerseits verliere ich meinen An­sprechpartner für alle Fragen zum Feuer­wehrwesen, seien es die Zuwendungen für Fahrzeuge und Geräte oder das Lehr­personal an den staatlichen Feuerwehr­schulen. Andererseits weiß ich, dass Dr. Graf gute Arbeit für Niederbayern leisten wird.“ Zentrale Herausforderungen für Graf und die Regierung werden laut Eck die Umsetzung der Energiewende und die Bewältigung des demografischen Wandels – also Überalterung und Abwanderung in Teilen der Region – sein.

Weinl verabschiedete Eck mit einem Lob für ihre zupackende und natürliche Art: „Sie haben sich der Probleme vor Ort vorbildlich ange­nommen und auch rasche und sachge­rechte Lösungen gefunden. Sie haben gehandelt, wo andere noch geredet haben. Sie sind eine Kämpfernatur. Für Ihre Überzeugungen sind Sie hartnäckig, aber auch mit Charme und Humor eingetreten. Ihr großes persönliches Engagement im sozialen Bereich brachte Ihnen darüber hinaus ein über­aus hohes Ansehen ein.“

Regierungspräsident Heinz Grunwald gratulierte Graf zum „zweitschönsten Job für einen Beamten in Niederbayern“. Das Amt werde ihm viel abverlangen. „Aber die persönliche Belastung wird locker aufgewogen durch die Freude, mit hoch engagierten und hoch motivierten Mitarbeitern für Niederbayern arbeiten zu dürfen.“

Pm12054 1Staatssekretär Gerhard Eck (links) mit
Niederbayerns neuem
Regierungsvizepräsidenten Dr. Helmut Graf

Grunwald dankte Weinl für ihre engagierte und loyale Arbeit und für ihre Starthilfe bei seinem Amtsantritt vor fast fünf Jahren: „Du hast damals von Niederbayern und seinen Menschen geschwärmt und mir klar gemacht, wie viel Glück ich habe.“

Der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter sprach für die niederbayerischen Landkreise, Städte und Gemeinden. Zu Weinls Abschied sagte er: „Niederbayern verliert mit Ihnen eine beliebte und geschätzte Regierungsvizepräsidentin, deren Amtsverständnis das Motto ‚Helfen wollen’ war. Sie haben unsere Heimat mit seinen Menschen vorangebracht und im Wettbewerb der Regionen fit gemacht.“ Den neuen Regierungsvizepräsidenten begrüßte Bernreiter mit einem Versprechen: „Ich darf Ihnen versichern, wir niederbayerische Kommunalpolitiker begrüßen Sie mit Wohlwollen.“

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Pm12054 3Staatsekretär Gerhard Eck verabschiedet
Monika Weinl mit einem Blumenstrauß als
Regierungsvizepräsidentin von Niederbayern

Monika Weinl war anzumerken, wie bewegend der Moment für sie ist: „Bei meinem Antritt war mir mulmig, weil ich niemanden kannte – jetzt ist mir mulmig, weil ich alle hier kenne“, sagte sie. Sie dankte vielen Weggefährten in und außerhalb der Regierung für ein erfüllendes Jahrzehnt.

Dr. Helmut Graf spielte in seiner Antrittsrede auf zwei kurze Gastspiele an, die er in seiner Laufbahn bereits in der Regierung von Niederbayern hatte: „Diesmal will ich länger bleiben – das soll aber keine Drohung sein.“ Er will sich nun zunächst mit den niederbayerischen Landräten und Oberbürgermeistern treffen, um so schnell wie möglich so tief wie möglich in die niederbayerische Verwaltung und Politik einzutauchen.

Zu Monika Weinl und Dr. Helmut Graf:

Monika Weinl hat als Ministerialrätin die Leitung des Sachgebiets „Kommunales Finanzwesen“ übernommen. Ihre Tätigkeit beim Freistaat Bayern begann sie im Dezember 1986 bei der Regierung von Niederbayern. Nach einer Zwischenstation beim Landratsamt Freyung-Grafenau wechselte sie im Dezember 1989 an die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern.
Im Juli 1996 wurde sie Richterin am Verwaltungsgericht München und kehrte im Juni 1997 wieder in die Oberste Baubehörde zurück. Dort leitete sie zuletzt das Sachgebiet „Koordinierung Umweltschutzrecht“. Seit Juli 2002 war Weinl Regierungsvizepräsidentin der Regierung von Niederbayern.

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Pm12054 5Staatssekretär Gerhard Eck (links) überreicht
Dr. Helmut Graf die Ernennungsurkunde zum
Regierungsvizepräsidenten von
Niederbayern

Dr. Helmut Graf wurde am 1.6.1961 in Altenmarkt an der Alz geboren. Seine berufliche Tätigkeit begann er im April 1989 bei der Regierung von Niederbayern, wechselte aber noch im selben Jahr an die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern. Sein weiterer Werdegang führte ihn in die Staatskanzlei, das Landratsamt Freising, das Landratsamt Landshut und schließlich im September 1998 wieder an die Regierung von Niederbayern. Seit 1999 war Graf dann im Innenministerium tätig, zuletzt als Leitender Ministerialrat des Sachgebiets „Feuerwehren“ und stellvertretender Leiter der Abteilung „Brand- und Katastrophenschutz, Rettungswesen, Staatsschutz“ für die Bereiche Brand- und Katastrophenschutz sowie Rettungswesen.

Zur Regierung von Niederbayern:

Die Regierung von Niederbayern ist eine von sieben Bezirksregierungen im Freistaat Bayern und die zentrale Förderagentur für Niederbayern. Sie unterstützt die Entwicklung von Landkreisen, Städten und Gemeinden, die regionale Wirtschaft und den Ausbau der Infrastruktur jedes Jahr mit mehr als 350 Millionen Euro von Bundesrepublik, Freistaat und Europäischer Union. Die Regierung bemüht sich bei ihren Entscheidungen um fairen Interessenausgleich, etwa zwischen Stadt und Land oder zwischen Straßenbau und Naturschutz.

Die Behörde repräsentiert und vertritt die Staatsregierung in Niederbayern. Sie sorgt dafür, dass die Beschlüsse des Kabinetts und die Vorgaben der Ministerien vor Ort umgesetzt werden. Zugleich ist sie auch das Sprachrohr der Region gegenüber der bayerischen Staatsregierung und den Ministerien in München.