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Pressemitteilung 64/2012

01.03.2012 - 64/2012
Landkreis Dingolfing-Landau / Natur und Umwelt
Einladung an die Medien
Ideen für eine natürlichere untere Isar
Abschluss des Entwicklungskonzepts mit FFH-Managementplan in Mamming

Die Regierung von Niederbayern, das Wasserwirtschaftsamt Landshut und die E.ON Wasserkraft GmbH informieren über die Ergebnisse des

Ökologischen Entwicklungskonzepts Isar mit Managementplan
für das FFH-Gebiet „Unteres Isartal zwischen Niederviehbach und Landau“
am Dienstag, 6. März 2012, 19.30 Uhr,
im Landgasthof Apfelbeck,
Hochgarten 2, 94437 Mamming.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

Die Regierung von Niederbayern, das Wasserwirtschaftsamt Landshut und die E.ON Wasserkraft GmbH wollen die Isar zwischen den Staustufen Gummering und Ettling (Landkreis Dingolfing-Landau) und ihre Auen in Zusammenarbeit mit Kommunen, Landwirten, Grundstücksbesitzern und Umweltverbänden ökologisch aufwerten. Dafür wurde ein Entwicklungskonzept für die Isar zwischen Gummering und Ettling mit einem Managementplan für das FFH-Gebiet „Unteres Isartal zwischen Niederviehbach und Landau“ erarbeitet. Dadurch soll der Flussabschnitt auch als Erholungsgebiet noch attraktiver werden. Die Ergebnisse und Maßnahmenvorschläge des Projekts stellen die Behörden und das Energieunternehmen am Dienstag, 6. März, allen Interessierten in Mamming vor.

Die befestigten Flussufer sollen an geeigneten Stellen renaturiert werden, die Staustufen sollen nicht länger ein Hindernis für Fische und andere Lebewesen sein und das Vorland – das Gelände zwischen Ufer und Deich – soll künftig noch mehr Schutz vor Hochwasser bieten.

Diskutiert wird auch, wie ökologisch wertvolle Flächen im FFH-Gebiet und auf Dämmen und Deichen optimal gepflegt werden können. Außerdem geht es darum, Anwohnern und Besuchern den Zugang zum Fluss zu erleichtern und dadurch die Attraktivität der Flusslandschaft als Naherholungsraum zu erhöhen. Ausflügler sollen zudem besser über die heimische Natur informiert und ökologisch sensible Areale sollen geschont werden.

Zu sämtlichen Themen wurden zunächst umfangreiche Daten gesammelt und ausgewertet. Sie umfassen zum Beispiel die Vorkommen seltener Tier- und Pflanzenarten, den Zustand der Isar und die Bewirtschaftung der Auen und des Vorlandes. Auf dieser Basis wurde dann das vorliegende Entwicklungskonzept entworfen und mit den Kommunen sowie Interessenvertretern aus der Landwirtschaft, der Fischerei und dem Naturschutz diskutiert.

Das ökologische Entwicklungskonzept ist eine Fachplanung mit informellem Charakter und wird daher ohne öffentliches Genehmigungsverfahren erstellt. Bei der Umsetzung der Maßnahmen werden dagegen selbstverständlich alle gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungs- und Beteiligungsverfahren durchgeführt.

Für die Umsetzung der Ziele und Maßnahmen bestehen verschiedene Möglichkeiten:

  • Bau- und Unterhalt durch die Unterhaltungsträger (Wasserwirtschaftsamt Landshut, E.ON Wasserkraft GmbH)
  • Landschaftspflegerische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bei Baumaßnahmen
  • Freiwillige Maßnahmen privater Grundbesitzer oder Grundbewirtschafter im Rahmen der staatlichen Förderprogramme des Naturschutzes (Beispiel: Vertragsnaturschutzprogramm) oder der Landschaftspflege
  • Flächenankauf
  • Maßnahmen der Städte und Gemeinden
  • Private Initiativen

Generell soll die Umsetzung in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den jeweiligen Nutzern und vorrangig auf freiwilliger Basis erfolgen.

Nähere Informationen gibt es unter Telefon 0871/808 1835 (Regierung von Niederbayern) und
0871/85 28 185 (Wasserwirtschaftsamt Landshut).