. .

Pressemitteilung 130/2013

07.05.2013 - 130/2013
Niederbayern / Soziales
Mit Mut neue Wege beschreiten
Fachtag zum verantwortungsvollen Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen

Pflegekräfte stehen jeden Tag aufs Neue vor der Entscheidung, sollen sie Bettgitter oder Gurte anwenden, um alte, gebrechliche und verwirrte Menschen vor Verletzungen zu schützen. Freiheitseinschränkende- und entziehende Maßnahmen (FEM) sind ein Thema, das stationäre Pflege- und Behinderteneinrichtungen im Alltag ständig begleitet. Die Regierung von Niederbayern hat deswegen einen „Fachtag zum verantwortungsvollen Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen“ organisiert, mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und des Caritas Wohn- und Pflegezentrums St. Gotthard.

Der heutige Fachtag hat Heim- und Pflegedienstleitungen und Pflegekräften eine Plattform geboten, sich sowohl mit pflegefachlichen Themen als auch mit aktuellen haftungsrechtlichen Aspekten auseinanderzusetzen und sich darüber zu informieren.
Bei der täglichen Arbeit begleitet die Pflegekräfte immer die Angst vor haftungsrechtlichen Folgen, aber vor allem die persönliche Sorge, einerseits den Bewohnern nicht zu schaden, andererseits sie vor möglichen Gefahren zu schützen.

Der Fachtag soll dazu anregen, den Einsatz von freiheitsentziehenden Maßnahmen kritisch zu hinterfragen und nicht als dauerhafte Lösung zu sehen, sondern sie nur punktuell der Situation entsprechend, gegebenenfalls auch Alternativen anzuwenden.

Pm13130Fachtag zum verantwortungsvollen Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen (von links nach rechts): Andreas Eichhorn, Einrichtungsleiter des Caritas Wohn- und Pflegezentrums St. Gotthard; Regierungspräsident Heinz Grunwald; Theresia Sonnabend, Leiterin des Sachgebiets Soziales und Jugend der Regierung von Niederbayern und Hermann Mayer, Geschäftsführer des Caritas Wohn- und Pflegezentrums St. Gotthard. Foto: Regierung von Niederbayern