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Pressemitteilung 233/2013

15.07.2013 - 233/2013
Niederbayern / Verkehr
Straßenverkehrslärm belastet Menschen in Niederbayern
Gemeinden informieren sich über Lärmaktionsplanung

In Niederbayern sind 22 Gemeinden in besonderem Maße von Straßenverkehrslärm betroffen. Die Regierung von Niederbayern hat heute eine Informationsveranstaltung zum Thema Umgebungslärm durchgeführt, bei der sich die betroffenen Gemeinden über den Ablauf und die Möglichkeit der Lärmaktionsplanung informieren konnten.

Die Regierung von Niederbayern unterstützt die Gemeinden beim Prozess der Lärmaktionsplanung. Das langfristige Ziel ist eine Verminderung des Umgebungslärms und eine spürbare Erhöhung der Lebensqualität der Anwohner an Hauptverkehrsstraßen. Um den Prozess optimal zu gestalten, sind eine enge Abstimmung zwischen den Gemeinden, der Regierung und den Bauämtern und die Beteiligung der Öffentlichkeit wichtig.

In Deutschland fühlen sich mehr als 60 Prozent der Menschen durch Verkehrslärm belästigt. Mit der Richtlinie 2002/49/EG vom 25.Juni 2002 zur Bekämpfung von Umgebungslärm (Umgebungslärmrichtlinie) hat die Europäische Gemeinschaft ein einheitliches Konzept vorgegeben, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu vermindern. Danach sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, Lärmkarten zu erstellen und Lärmaktionspläne unter Beteiligung der Öffentlichkeit zu erarbeiten. Die Lärmaktionspläne sollen für problematische Lärmsituationen notwendige Schallschutzmaßnahmen aufzeigen, z.B. Lärmschutzwände, -wälle oder lärmmindernde Fahrbahnbeläge.

Für Hauptverkehrsstraßen mit einer täglichen Verkehrsstärke von mehr als 8.200 Fahrzeugen ist die Lärmkartierung inzwischen abgeschlossen. Zugrunde gelegt wurde jeweils die Verkehrsstärke nach der Straßenverkehrszählung 2010. Die Lärmkarten können im Internet eingesehen werden www.umgebungslaerm.bayern.de.

Pm13233Informationsveranstaltung zum Thema Umgebungslärm: Teilnehmer informieren sich über Lärmaktionsplanung. Foto: Regierung von Niederbayern