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Pressemitteilung 25/2013

24.01.2013 - 25/2013
Niederbayern / Gesundheit
Gesprächskreis „Substitution in Niederbayern“

Die Regierung von Niederbayern und die niederbayerischen Gesundheitsämter werden zukünftig enger mit den niederbayerischen Substitutionsärzten zusammenarbeiten. Bei ihrer Aufsichtspflicht wollen die Behörden in Zukunft mehr auf Beratung setzen.
Bei dem gestrigen Gesprächskreis boten die Regierung und die Gesundheitsämter den Substitutionsärzten an, zukünftige Fragen im Zusammenhang mit der Überwachung des Betäubungsmittelverkehrs in weiteren Gesprächen zu klären. Bei einer Besprechung am Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit im Dezember vergangenen Jahres war der Gesprächskreis vereinbart worden.

Im Gespräch wurde u.a. die besondere Situation der Substitutionsärzte insbesondere im Hinblick auf die schwierigen Rahmenbedingungen bei der Durchführung von Substitutionstherapien besprochen. Außerdem erläuterten die Vertreter der niederbayerischen Gesundheitsämter die behördlichen Kontrollaufgaben bei der Überwachung des Betäubungsmittelverkehrs.

Vorausgegangen war dem Gespräch die Ankündigung der Substitutionsärzte, die Drogenersatztherapien zum Jahresende 2012 einzustellen. Als Grund führten sie Rechtsunsicherheiten bei der Anwendung dieser Behandlungsform an. Daraufhin hatte es Ende vergangenen Jahres Gespräche zwischen den Substitutionsärzten, Vertretern der Ärztekammer und der kassenärztlichen Vereinigung Bayerns sowie Vertretern der Gesundheitsverwaltung einschließlich des bayerischen Gesundheitsministeriums gegeben, um einen drohenden Engpass in der medizinischen Versorgung drogenabhängiger Patienten in Niederbayern abzuwenden. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit und die Kassenärztliche Vereinigung einigten sich darauf, ein Maßnahmenpaket zu erarbeiten, mit dem die Rahmenbedingungen für Substitutionsärzte verbessert werden können.