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Pressemitteilung 37/2013

28.01.2013 - 37/2013
Niederbayern / Natur und Umwelt
Über 10 Mio. Euro für den niederbayerischen Naturschutz 2012

Pm13037Rot und gelblichweiß blühendes
Holunder-Knabenkraut – das
Überleben dieser Pflanze ist
abhängig von der extensiven
Bewirtschaftung sonniger
Bergwiesen
(Foto: Ernst Obermeier)

Auf ein erfolgreiches Jahr 2012 mit ungewöhnlichen Projekten kann die Regierung von Niederbayern als höhere Naturschutzbehörde zurückblicken: Insgesamt wurden über 10 Mio. Euro Landes-, Bundes- und EU-Mittel für niederbayerische Naturschutzprojekte ausgezahlt. Das ist nach 2009 das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Naturschutz-Förderungen.

So viel Geld wie noch nie zuvor, stellte die Regierung von Niederbayern für die Umweltbildung bereit. Zwei Großprojekte erhielten gemeinsam rund 1,4 Mio. Euro Fördergelder. Die Erlebnisausstellung „Haus am Strom“ im Landkreis Passau konnte dadurch überarbeitet und erweitert werden und kann so noch spannender die Themen des Passauer Donauengtals präsentieren. Der historische Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein im Landkreis Regen, das zweite Großprojekt, wurde umgebaut und energetisch optimiert – Ende 2013 sollen die Arberausstellung und die internationale Fledermaus-Station für die Öffentlichkeit zugängig sein.

2014 wartet ein besonderes Großereignis in Niederbayern auf zahlreiche Besucher: die Landesgartenschau in Deggendorf, an der zurzeit mit Hochdruck gearbeitet wird. Diese wurde im vergangenen Jahr mit rund 900.000 Euro gefördert.

Der niederbayerische Projektteil des regierungsbezirksübergreifenden Naturschutzgroßprojekts „Altmühlleiten erhielt rund 700.000 Euro für den Erhalt und die Wiederherstellung der bedeutsamen Wacholderheiden. Die Mittel für das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm bewegen sich mit rund 2,4 Mio. Euro auf ähnlichem Niveau wie in den vergangenen Jahren. Ebenso das Landschaftspflege- und Naturparkprogramm mit rund 1,8 Mio. Euro. Gefördert wurden mit rund 1 Mio. Euro auch die allein mit staatlichen Mitteln durchgeführten Maßnahmen wie etwa die Pflege der Naturschutzgebiete, der spezielle Artenschutz oder die Erhebung naturschutzfachlicher Grundlagendaten.

Trotz dieser enormen Anstrengungen kann aber auch in Niederbayern das Artensterben bis jetzt nicht verhindert, sondern allenfalls verlangsamt werden. Derzeit gelten sowohl in Bayern als auch in Niederbayern über 40 % der Pflanzen als mehr oder weniger stark gefährdet. Aus diesem Grund sind zurzeit allein über 200 Arten Gegenstand des niederbayerischen Pflanzenarten-Hilfsprogramms – dazu zählen zum Beispiel das Holunderknabenkraut, die Frühlings-Küchenschelle oder aber das Kleine Schneeglöckchen.

Weitere Informationen zum Thema Naturschutz in Niederbayern:
http://www.regierung.niederbayern.bayern.de/aufgabenbereiche/5u/naturschutz/index.php
www.stmug.bayern.de/index.htm.