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Pressemitteilung 398/2013

20.12.2013 - 398/2013
Niederbayern / Wasserwirtschaft
Wasser braucht besonderen Schutz
Europäische Wasserrahmenrichtlinie

Nicht nur um die Wasserqualität der niederbayerischen Gewässer geht es, sondern um ihren ökologischen Gesamtzustand, wenn ab 22. Dezember 2013 das neuerliche Beteiligungsverfahren zur künftigen Gewässerbewirtschaftung nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie beginnt. Die Richtlinie regelt seit 2000, wie Gewässer europaweit auf hohem Niveau zu schützen sind und beteiligt bei diesem Prozess immer wieder auch die Öffentlichkeit Verbände, Maßnahmenträger und Interessierte können sich zu Wort melden.

Regierungspräsident Heinz Grunwald hofft auf eine rege Teilnahme: „Wir brauchen viele Beiträge, denn nur so erfahren wir, wo unsere Gewässer noch besser geschützt werden können, und nur so können wir die Interessen und Vorschläge der Öffentlichkeit angemessen berücksichtigen. Jetzt werden die Grundlagen dafür erarbeitet, was wir ab 2016 umsetzen.“

Welche Faktoren die Wasserqualität von Bächen, Flüssen, Seen und Grundwasser beeinflussen und belasten sowie allgemeine Informationen stehen in den Unterlagen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Diese Unterlagen, unterteilt nach den Flussgebieten Donau und Elbe, liegen ab 23. Dezember 2013 bei der Regierung von Niederbayern sowie den Wasserwirtschaftsämtern Deggendorf und Landshut aus. Sie stehen außerdem im Internet
http://www.lfu.bayern.de/wasser/wrrl/index.htm

Bis 23. Juni 2014 besteht die Möglichkeit, die Unterlagen einzusehen und schriftlich an die Regierung von Niederbayern oder per E-Mail (wasser@reg-nb.bayern.de) Stellungnahmen abzugeben – diese werden in Bayern zentral erfasst und ausgewertet.

Die Europäische Union sieht bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie für alle Mitgliedstaaten einheitliche Abläufe bei der Umsetzung der Richtlinie vor: Wie schon vor sechs Jahren, soll die jetzige Anhörung die Interessen und Vorschläge der Öffentlichkeit wiederum in den Planungsprozess für die Bewirtschaftung der Gewässer einbeziehen. Nach der Auswertung werden die künftig maßgebenden Fragen der Gewässerbewirtschaftung veröffentlicht. Auf dieser Grundlage wird dann der Bewirtschaftungsplan für die Periode 2016 bis 2021 erstellt, der die konkreten Maßnahmen zur Erreichung eines guten ökologischen Gewässerzustandes festlegt.