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Pressemitteilung 46/2013

05.02.2013 - 46/2013
Niederbayern / Natur und Umwelt
Natur-Inventur
Start der Kartierarbeiten im Offenland

Pm13046Blick vom Plattenberg bei Eining
(Landkreis Kelheim) mit seinen wertvollen
Kalktrockenrasen auf die Flusslandschaft im
FFH-Gebiet „Donauauen zwischen
Ingolstadt und Weltenburg“.
(Foto: Wolfgang Lorenz)

Noch herrscht Winter auf den Wiesen und Feldern an der Donau. Aber schon bald werden die ersten Kiebitze aus ihren Winterquartieren zurückkehren. Höchste Zeit also, mit den Kartierarbeiten in den Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg, die Teil des europäischen ökologischen Netzwerks „Natura 2000“ sind, auch im Offenland zu beginnen. Die Erfassung der Waldlebensräume und Arten der Donauauen durch die Landauer Forstbehörden soll fortgeführt werden. Dies teilten die Regierungen von Niederbayern und Oberbayern gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt Landshut und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landau bei einem Treffen am 23. Januar 2013 in Neustadt a. d. Donau mit. Das Ingenieurbüro PAN GmbH aus München erhält den Auftrag für die Kartierungsarbeiten.

Die Kartierer erhalten von den zuständigen Ämtern die Erlaubnis, landwirtschaftliche Wege und Deiche zum Zweck der Inventur zu befahren. Private Grundstücksbesitzer, Landwirte und Erholungssuchende werden gebeten, die Kartierer nach Möglichkeit zu unterstützen.

Die „Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg“ sind als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (kurz FFH-Gebiet) Teil des europäischen ökologischen Netzwerks „Natura 2000“, das zum Ziel hat, ein zusammenhängendes Gebiet von Schutzgebieten aufzubauen. Für alle bayerischen Natura 2000-Gebiete werden nun sukzessive sogenannte Managementpläne erstellt. Darin wird festgelegt, was erforderlich ist, um die Gebiete mit ihren wertvollen Lebensräumen und Artvorkommen dauerhaft zu bewahren.
Gleichzeitig mit dem Managementplan erstellt das Wasserwirtschaftsamt Landshut für den niederbayerischen Teil der Donau zwischen der Bezirksgrenze und Kelheim ein ökologisches Gewässerentwicklungskonzept sowie ein „Umsetzungskonzept Hydromorphologie“, das der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie dient.

Schon im Mai und Juni 2012 konnten sich Interessierte bei Versammlungen in Vohburg und Neustadt über das Vorhaben erstmals informieren.