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Pressemitteilung 241/2014

17.07.2014 - 241/2014
Niederbayern / Natur und Umwelt
Heizen mit Abwasser
Ein klimafreundliches Wohnungsprojekt in Straubing - Bayerische Klimawoche 2014

Pm14241 1Modernisiertes Wohngebäude
der Städtischen Wohnungsbau-
gesellschaft mbH Straubing.
Foto: Regierung v. Niederbayern

Klimaschutz zählt für die meisten Menschen zu den wichtigsten Zukunftsthemen. Deswegen tun Städte und Gemeinden viel für die Ökobilanz. Die Städtische Wohnungsbau GmbH Straubing hat in der Sudetendeutschen Straße 94 Mietwohnungen modernisiert. Doch nicht nur die Gebäude wurden energetisch ertüchtigt – die Energie für Heizung und Warmwasser wird weitgehend CO2-neutral aus dem Abwasser gewonnen. Bürgermeisterin Maria Stelzl und Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf schauten sich heute, anlässlich der Bayerischen Klimawoche 2014, das Straubinger Projekt an.
Graf findet, dass das Projekt genau der richtige Ansatz ist: „Klimaschutz beginnt bei der Heizung. Denn fast ein Drittel des CO2-Ausstoßes in Bayern entsteht durch den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser. Das Straubinger Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für ein Gesamtpaket, bei dem Wohnkomfort, architektonische Gestaltung und Umweltschutz stimmen“, betonte er. Bürgermeisterin Stelzl hebt hervor, dass dieses klimafreundliche Wohnungsprojekt zudem auch wirtschaftlich sei. Sie verweist darauf, dass „geplant sei, die nächsten Jahre das Hochhaus Arberstraße 41 mit 36 Wohnungen an die bestehende Heizung mit Abwasserwärmerückgewinnung anzuschließen, wodurch das Gesamtkonzept sich noch wirtschaftlicher darstelle“.
Die Modernisierung der Wohnungen wurde mit 7,2 Millionen Euro aus dem Bayerischen Modernisierungsprogramm durch die Regierung von Niederbayern gefördert. Für das Gemeinschaftsprojekt „Heizwärme aus dem Abwasserkanal“ der Stadt Straubing stellten das Bayerischen Wirtschaftsministerium und Umweltministerium Fördermittel zur Verfügung.
Die Bayerische Staatsregierung hat sich das Ziel gesetzt, den Wärmebedarf in Gebäuden bis 2021 um 20 Prozent zu reduzieren.

 

Pm14241 2(von links): Heizen mit Abwasser: Günther Krailinger, Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH Straubing, Cristina Pop, Eigenbetrieb Straubing Stadtentwässerung und Straßenreinigung, Werkleitung, Maria Stelzl, 2. Bürgermeisterin der Stadt Straubing und Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf schauen sich die Abwasserwärmerückgewinnungsanlage an. Foto: Regierung von Niederbayern