. .

Pressemitteilung 294/2014

12.08.2014 - 294/2014
Niederbayern / Berufliche Schulen
Unterricht für Asylbewerber und Flüchtlinge
Regierung richtet zum neuen Schuljahr weitere zwölf Klassen für berufsschulpflichtige Asylbewerber ein

Im kommenden Schuljahr können noch mehr junge Asylbewerber niederbayerische Berufsschulen besuchen. Die Regierung von Niederbayern richtet zwölf weitere Klassen für berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge ein. Damit hat jetzt jeder Landkreis so ein Bildungsangebot im Programm.

Bereits im vergangenen Schuljahr 2013/2014 wurden acht solcher Klassen eingerichtet, die von allen Beteiligten als voller Erfolg angesehen wurden. Bei einem Netzwerktreffen an der Berufsschule Vilshofen brachte es ein Schüler aus Sierra Leone auf den Punkt: „Die Schule hat mir sehr gefallen. Es ist eine große Chance zu lernen, statt zu Hause zu sitzen und nichts zu tun. Es ist sehr wichtig für unsere Integration und für unser Leben“.

Mit den neuen Klassen können so insgesamt ca. 320 berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge Berufsschulen besuchen und ihre Ausbildungsreife innerhalb von zwei Jahren erlangen. Aufgrund des ungebrochenen Zustroms von Asylbewerbern ist davon auszugehen, dass in Zukunft noch weitere Klassen eingerichtet werden müssen.

Im ersten Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Spracherwerb. Viele der Schüler sprechen kein oder nur sehr wenig Deutsch. Im Zweiten Jahr sollen die Jugendlichen bereits stärker an die Tätigkeiten in den Betrieben herangeführt werden, damit der Übergang in eine Ausbildung im Dualen System möglich wird.

Pm14294Die Klasse für berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge der Marianne-Rosenbaum-Schule in Straubing. Foto: Regierung von Niederbayern