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Pressemitteilung 400/2014

13.11.2014 - 400/2014
Landkreis Dingolfing-Landau / Straßenbau
Regierung von Niederbayern genehmigt Ausbau: Bundesstraße 20 erhält südlich von Landau (Fichtheim) dritten Fahrstreifen

Pm14400Planskizze für dreispurigen Ausbau der
Bundesstraße 20 bei Mettenhausen.
Foto: Regierung von Niederbayern

Die Regierung von Niederbayern hat den dreistreifigen Ausbau der Bundesstraße 20 bei Mettenhausen im Landkreis Dingolfing-Landau genehmigt. Der Planfeststellungsbeschluss der Regierung mit den genehmigten Planunterlagen wird in der Stadt Landau a. d. Isar sowie im Markt Simbach ausgelegt.

Seit der Öffnung der Grenzübergänge in die Tschechische Republik ist das Verkehrsaufkommen auf dieser Bundesstraße überdurchschnittlich angestiegen. Dies hat zur Folge, dass trotz gestreckter Linienführung kaum Überholmöglichkeiten bestehen. Die bundesweit durchgeführte Verkehrszählung im Jahr 2010 ergab für die B 20 im Bereich Mettenhausen eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke von rd. 13.600 Fahrzeugen. Der Anteil der Schwerverkehrsfahrzeuge lag bei ca. 2.400 Kfz/Tag (18 %). Für das Jahr 2025 wurde vom Vorhabenträger für die B 20 aufgrund ihrer überregionalen Bedeutung und der weiterhin zu erwartenden überdurchschnittlichen Verkehrszunahmen eine Verkehrsbelastung von ca. 14.700 Fahrzeugen/Tag (Schwerverkehrsanteil ca. 3.000 Kfz/Tag) prognostiziert.

Um das künftig weiter steigende Verkehrsaufkommen sicher abwickeln zu können und die Verkehrsqualität zu verbessern, plant das Staatliche Bauamt Landshut den Anbau einer dritten Fahrspur. Die Verbreiterung ist an der Westseite der Bundesstraße vorgesehen. Es wird künftig ein 1 km langer Überholstreifen in Richtung Landau zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird auch der Straßenoberbau der bestehenden Fahrbahn verstärkt und im gesamten Planfeststellungsbereich ein lärmmindernder Belag eingebaut.

Ferner wird die unfallträchtige Anschlussstelle Mettenhausen (B 20/DGF 19) umgebaut und erweitert und damit die Verkehrssicherheit wesentlich erhöht. Linkseinbiegevorgänge von der DGF 19 in die B 20, bei denen in den zurückliegenden Jahren schwere Unfälle passiert sind, werden künftig nicht mehr möglich sein. Stattdessen wird nördlich der DGF 19 eine neue Auffahrtsrampe zur B 20 in Fahrtrichtung Landau a. d. Isar errichtet. Im Planfeststellungsantrag des Staatlichen Bauamtes Landshut war vorgesehen, auch die Linksabbiegevorgänge von der B 20 aus Richtung Süden in die bestehende Abfahrtsrampe zur DGF 19 nicht mehr zuzulassen. Im Anhörungsverfahren wurde aber von mehreren Seiten gefordert, diese Linksabbiegevorgänge von der B 20 zur Kreisstraße DGF 19 weiterhin beizubehalten, weil die DGF 19 in den letzten Jahren verkehrsgerecht ausgebaut worden sei und es nicht sinnvoll sei, Ortsdurchfahrtsbereiche durch zusätzlichen Verkehr zu belasten. Das Staatliche Bauamt Landshut hat daraufhin zugesagt, die bestehende Anschlussstelle B 20/DGF 19 baulich so zu gestalten, dass auch künftig Linksabbiegevorgänge von der B 20 für den Verkehr aus Süden (Simbach/Haunersdorf) zur Kreisstraße DGF 19 möglich sind.

Der Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Niederbayern vom 10.11.2014 enthält umfangreiche Nebenbestimmungen, insbesondere zur Bauausführung, zum Natur- und Landschaftsschutz sowie zu den Belangen der Landwirtschaft.

Das Staatliche Bauamt Landshut möchte den Ausbau der Bundesstraße nach Abschluss der Grunderwerbsverhandlungen möglichst bald umsetzen. Abzuwarten bleibt, ob Klagen erhoben werden.
Der Planfeststellungsbeschluss mit Übersichtskarte kann auch unter www.regierung.niederbayern.bayern.de unter „Planung und Bau / Planfeststellung, Straßenrecht, Baurecht / Planfeststellungsbeschlüsse“ eingesehen werden.