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Pressemitteilung 401/2014

17.11.2014 - 401/2014
Landkreis Dingolfing-Landau / Kommunales
Bundesstraße 20 soll nördlich des Marktes Simbach einen dritten Fahrstreifen erhalten
Regierung von Niederbayern leitet Planfeststellungsverfahren ein

Pm14401Planskizze für den Ausbau der B 20 bei
Haunersdorf.
Foto: Regierung von Niederbayern

Auf Antrag des Staatlichen Bauamtes Landshut hat die Regierung von Niederbayern für den Ausbau der B 20 bei Haunersdorf das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Erst vor kurzem hat die Regierung den Anbau einer dritten Fahrspur im Bereich Mettenhausen genehmigt.

Die Bundesstraße 20 führt von Berchtesgaden über Freilassing zur B 12/A 94 westlich Simbach a. Inn, dann zur BAB A 92 (Landau a. d. Isar) sowie A 3 (Straubing) und zum Grenzübergang Furth im Wald. Sie hat eine herausgehobene überregionale Verkehrsbedeutung und ist in Niederbayern im Bereich der Landkreise Rottal-Inn und Dingolfing-Landau wichtige Verteilerschiene für den Nord-Süd-Verkehr mit Zubringerfunktion zur A 92.

Seit der Öffnung der Grenzen nach Osten in die Tschechische Republik ist das Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße überdurchschnittlich angestiegen. Die bundesweit durchgeführte Verkehrszählung im Jahr 2010 ergab für die B 20 im Bereich Haunersdorf zwischen den Staatstraßen 2083 und 2112 eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke von rund 9.560 Fahrzeugen. Der Anteil der Schwerverkehrsfahrzeuge lag bei ca. 2.100 Kfz/Tag (22 Prozent). Für das Jahr 2030 wurde vom Vorhabenträger für die B 20 aufgrund ihrer überregionalen Bedeutung und der weiterhin zu erwartenden überdurchschnittlichen Verkehrszunahmen eine Verkehrsbelastung von ca. 10.720 Fahrzeugen/Tag (Schwerverkehrsanteil ca. 2.800 Kfz/Tag) prognostiziert.

Die hohe Verkehrsbelastung und der überdurchschnittliche Schwerverkehrsanteil haben zur Folge, dass trotz gestreckter Linienführung auf der B 20 kaum Überholmöglichkeiten bestehen und nur eine verminderte Reisegeschwindigkeit möglich ist. Der dadurch entstehende „Überholdruck“ führt zu einem deutlich höheren Unfallrisiko.

Um das Verkehrsaufkommen sicher abwickeln zu können und die Verkehrsqualität zu verbessern, plant das Staatliche Bauamt Landshut den Anbau einer dritten Fahrspur an die B 20 im Bereich Haunersdorf. Der Anbau ist an der Westseite der Bundesstraße vorgesehen. Es soll künftig ein 1,5 km langer Überholstreifen in Richtung Eggenfelden zur Verfügung stehen. Mit dem Anbau der dritten Fahrspur soll auch der Straßenoberbau der bestehenden Fahrbahn verstärkt und im gesamten Planfeststellungsbereich ein lärmmindernder Belag eingebaut werden. Im Zuge der Maßnahme wird außerdem auch die unfallträchtige Anschlussstelle Haunersdorf (B 20/St 2083) umgebaut.

Der Ausbau bei Haunersdorf ist Teil eines umfassenden Konzepts zum abschnittsweisen dreistreifigen Ausbau der Bundesstraße. Südlich des Planvorhabens sind weitere Überholabschnitte vorgesehen.
Die Planunterlagen für das Straßenbauvorhaben können im Markt Simbach und in der Stadt Landau a. d. Isar eingesehen werden. Ort und Zeit der Auslegung werden dort öffentlich bekanntgegeben.

Übersichtslagepläne für das Vorhaben können auch unter http://www.regierung.niederbayern.bayern.de unter „Planung und Bau / Planfeststellung, Straßenrecht und Baurecht / Neue Planfeststellungsverfahren“ eingesehen werden.