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Pressemitteilung 44/2014

04.02.2014 - 44/2014
Niederbayern / Asylbewerberbetreuung
Geld statt Essenspakete
Asylbewerber in Niederbayern kaufen seit Jahresbeginn ihre Lebensmittel selber

Asylbewerber in Niederbayern kaufen seit Jahresbeginn ihre Lebensmittel selber – so erhält z. B. ein alleinstehender, erwachsener Asylbewerber dafür 139,35 Euro im Monat. Was vor allem Vertreter von Verbänden gefordert haben, hat die Regierung von Niederbayern in Abstimmung mit dem Sozialministerium und Innenministerium bayernweit als Erste umgesetzt. Auch wenn einige Asylbewerber lieber bei den Essenspaketen geblieben wären, funktioniert die Bargeldauszahlung durch die Kreisverwaltungsbehörden problemlos.

Schwierigkeiten bereiten hingegen die nach wie vor steigenden Asylbewerberzahlen – zurzeit kommen jeden Monat über 170 Asylbewerber neu nach Niederbayern. Dank der guten Zusammenarbeit mit Landräten und Oberbürgermeistern konnten bisher alle Asylbewerber untergebracht werden. Zum Jahresende könnten nach Prognosen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge insgesamt bis zu 3900 Unterkunftsplätze in Niederbayern benötigt werden. Derzeit sind knapp 2700 Personen in staatlichen Gemeinschaftsunterkünften und Unterkünften der Landratsämter bzw. kreisfreien Städte untergebracht (Weiteres siehe Hintergrund).

Die Regierung von Niederbayern bittet in diesem Zusammenhang um Verständnis dafür, dass Asylbewerber oftmals sehr kurzfristig zugewiesen und untergebracht werden müssen. Sie dankt den vielen sozial engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich aktiv um die Unterstützung der untergebrachten Asylbewerber bemühen.